"Popcorn" von Ben Elton ist eines der besten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Es geht um einen Regisseur von brutalen Gewaltfilmen, die Mord und Totschlag zu einer gewissen "Coolness" hochstilisieren. Er selbst glaubt nicht daran, dass solche Filme, wie seine Menschen dazu bringen, ebenfalls gewalttätig zu werden. Dies ist eine Frage, die ihm sehr oft gestellt wird, da gerade zur Zeit ein Gangsterpaar unterwegs ist, dass seine Filme kopiert und wahllos Menschen umbringt. Das Buch springt immer zwischen verschiedenen Ebenen hin und her. Die Sicht des Regisseurs, des Gangsterpaars und einem Filmskript, bis sich diese Handlungsstränge zu einem vereinen. Dieses Buch ist geschrieben, wie ein Quentin Tarantino Film. Es nimmt das Filmbusiness aufs Korn, die Medien und alle Publicity suchenden Bewohner von Hollywood, für die das ganze Leben anscheinend, wie ein nie endender Film ist. Dabei wirft er zwar die Kontroverse auf, ob gewalttätige Filme wirklich gewalttätige Menschen schaffen, überläßt es aber dem Leser sich sein eigenes Bild zu machen, da er die ganze Geschichte aus einem sehr ironischen Sichtwinkel heraus beschreibt. Vor allen Dingen ohne die Moralkeule zu schweigen, um die "political correctness" zu wahren. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)