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5.0 von 5 Sternen
Das reale Hollywood?, 30. August 2004
Bruce Delamitri gewinnt als Regisseur einen höchst umstrittenen Oscar für seinen brutalen, Gewalt darstellenden Film "Ordinary Americans". Zur gleichen Zeit zieht ein wahllos mordendes junges Paar durch Amerika und bricht nach der Preisverleihung in das Haus des Regisseurs ein, nimmt ihn und seine Familie als Geisel und verlangt, dass Bruce die moralische Verantwortung für ihre Taten übernimmt, damit sie mit einer milden Strafe davonkommen, denn schließlich könne man zwar für eine Tat verantwortlich sein, aber trotzdem nicht schuldig. Es seien die Gesellschaft und die Welt der Medien, die die Menschen prägen.
Dies ist die zentrale Frage des Buches: Ist jeder selbst für seine Taten voll veranwortlich oder wird man z.B. durch Filme, wie Bruce sie herstellt, selbst zum Opfer, weil man Fiktion für Realität und Normalität hält, was bei dem jungen Paar der Fall zu sein scheint. Zeigen Bruce's Filme einen Teil der Realität, oder entsteht die brutale Gesellschaft erst dadurch, weil in ihr Gewalt darstellende Filme wie die von Bruce von den (jugendlichen) Zuschauern als "normal" angesehen werden?
Ben Elton verwirrt hinsichtlich dieser Fragestellung auch seine Leser: Er beschreibt brutale Szenen detailliert und in vulgärer Sprache, und erst am Ende des Kapitels erhält der Leser Gewißheit, ob es sich um eine neue Tat der Killerpaares handelt oder um eine Videosequenz aus seinen Filmen. Das Buch macht nachdenklich, weil es tatsächlich viele Parallelen zu unserer realen Unterhaltungswelt aufzeigt, wie wir schon als kleine Kinder über Brutalität und Gewalt lachen, wenn z.B. "Tom" von "Jerry" in den Mixer gesteckt wird.
Daneben teilt Elton viele Seitenhiebe auf die (amerikanische) Gesellschaft aus: Verlogenheit, Eitelkeit, Selbstgefälligkeit, Political Correctness, um nur einige Aspekte zu nennen.
Die Rolle der Medien und unsere eigene "Doku-Soap"-Sensationsgier rücken in das Zentrum des Buches, als die privaten Fernsehstationen mit einem riesigen Aufgebot live über die Geiselnahme berichten und das Paar ankündigt, sie würden vor laufender Kamera ein Opfer erschießen. Es sei denn, die Zuschauer würden abschalten und somit ihr Desinteresse an Gewalt und Sensation bekunden.... Passender könnte das Titelblatt des Buches nicht gestaltet sein!
Ein bis zum Ende hochspannendes Buch!
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5.0 von 5 Sternen
super Schulbuch, 2. April 2009
Ich habe das Buch mit meinem Englisch-GK gelesen und es hat mit wirklich gut gefallen. Normalerweise bin ich keine Leseratte aber "Popcorn" konnte mich eines besseren belehren! Der Romas ist witzig, spannend und kontrovers zugleich.
Inhaltlich handelt das Buch von einem Regisseur á la Quentin Tarantino. Dessen Drehbücher von Gewalt nur so strotzen. Zwei "Fans" seiner Filme leben, das, was in den Drehbüchern nur fiktiver Inhalt ist.
Der Roman nimmt die Filmindustrie auf eine sehr besondere Art auf die Schippe, die lustig und aufrüttelnd zugleich ist.
Für alle Englischfans eine absolute Kaufempfehlung!
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3.0 von 5 Sternen
Darker than you expect -- proceed with caution!, 18. Februar 2000
Having loved Ben Elton's television work, I thought I knew what to expect from a novel of his...a lighthearted romp that would have me rolling. I could not have been more wrong.
This novel is not funny. You may chuckle once or twice at some good lines, but it's not funny. It's dark, brooding, and at its heart serious. It's a great satire, poignant and thoughtful. But it's not a comedy by any means.
If you want a good, biting look at Hollywood and its current direction, read the book. But be prepared to think.
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