"Das Elefantenmädchen" ist zum einen ein Bildband, der in eindrucksvollen Bildern von den Erlebnissen der kleinen Pooja bei den Elefanten in Südindien und auf Sri Lanka erzählt. Landschafts- und Detailaufnahmen sind für große und kleine Leute toll, laden ein zum Träumen und zeigen immer wieder ungewöhnliche und überraschende Bilder, wie den Blick in ein geöffnetes Elefantenmaul oder planschende Baby-Elefanten beim Bad im Fluss.
Zum anderen bietet das Buch eine Fülle an Informationen über Elefanten, über ihr Verhalten und Leben und über ihre heutigen Lebensbedingungen. Dabei fehlen auch kritische Töne nicht. So wird nicht nur die Faszination der Dickhäuter transportiert, sondern auf kindgerechte Art vermittelt, wie wichtig ein sorgsamer Umgang mit der Natur und den Mitgeschöpfen ist. Ganz nebenbei erfährt man eine Menge über Indien und die Kultur dort. Dabei ist das Buch aber nie ein trockenes Sachbuch, sondern sehr persönlich und oft (im besten Sinne) anrührend geschrieben.
Nicht zuletzt macht die Geschichte von Pooja und ihren Eltern Mut, eigene Träume in die Tat umzusetzen und sich zu engagieren für Natur und Mitwelt. Das erschöpft sich nicht in Appellen: Poojas Eltern haben auch einen Verein zum Schutz von Elefanten gegründet.
Ich denke, das Buch ist ideal geeignet für Leute ab 7 oder 8 Jahren, aber im Grunde ist es ein Buch, das mitwächst - es ist Bilderbuch, Lesebuch für kleine und große Naturfreunde und Reise-Bildband zugleich.