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Pompeji
 
 
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Pompeji [Gebundene Ausgabe]

Robert Harris , Christel Wiemken
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (126 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Heyne; Auflage: 1 (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453877489
  • ISBN-13: 978-3453877481
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (126 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 103.844 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Robert Harris
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Im ersten Jahrhundert nach Christus hatten die Römer ein Wassersystem aus Aquädukten geschaffen, das die Hauptstadt ihres riesigen Reiches mit mehr Wasser versorgte, als 1985 nach New York gelangte. Eine der wichtigsten Wasserstraßen dieses Meisterwerks der Ingenieurskunst, das das ganze Land durchzog, war die Aqua Augusta, die nach einem Erdbeben an den Hängen des Vesuvs versiegte. So hat es sich auch der Spezialist des historischen Thrillers Robert Harris ausgemalt und den Baumeister Attilius aus Rom an den Golf von Neapel geschickt, um das Aquädukt zu reparieren. Dabei wird Attilius in eine Verschwörung verstrickt, bei der natürlich auch eine junge Frau nicht fehlen darf. Und dennoch ist die Katastrophe, in die Attilius hineingerät, größer, als er es sich ihn seinen kühnsten Träumen hätte ausmalen können. Ebenso wenig wie die Tausenden reicher Sommerfrischler, die im Jahr 79 aus Rom nach Pompeji gekommen sind.

Wie beim Stoff rund um den Untergang der Titanic hat der Fall von Pompeji einen Nachteil: Man glaubt schon im Vorhinein zu wissen, wie die Geschichte ausgehen muss. Es bedarf also einer ganzen Menge erzählerischen Talents, um die Handlung bis zum Ende auf spannendem Niveau zu halten. Harris schafft dies, indem er den Ausbruch des Vesuvs mit einer durch und durch glaubhaften Intrige verbindet, die man sich so auch in die heutige Zeit hineinversetzt vorstellen kann. So ist Pompeji ein explosiver Thriller um die Leben spendende Macht des Wassers und die zerstörerische Wirkung des Feuers geworden, den man kaum mehr aus den Händen legen mag.

Stefan Kellerer

Pressestimmen

"Robert Harris ist ein Genie. Man kann sich kaum vorstellen, dass eine Roman-Lektüre mehr Spaß macht als bei Pompeji." (The Sunday Times)

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70 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Authentisch mit Spannungsabfall, 5. November 2003
Rezension bezieht sich auf: Pompeji (Gebundene Ausgabe)
In seinem neusten Roman beschreibt Robert Harris die Verwicklungen und Intrige in die der junge Aquarius Marius Attilus in den letzten Tagen vorm Untergang Pompejis (im 1. Jahrhundert) verstrickt wird. Im Gegensatz zu Harris bisherigen Romanen findet sich der Leser diesmal nicht mit einem Thema des 20. Jahrhunderts konfrontiert. Heisse Verbiegungen der Geschichte, wie in "Vaterland" oder "Aurora" hat man nicht zu erwarten. Es lässt sich fragen, warum sich Harris gerade den viel beschriebenen und auf den ersten Blick für heute wenig brisanten Untergang Pompejis ausgesucht hat, lässt sich nur erahnen. Ein Vergleich mit dem 11. September 2001 drängt sich nicht zwingend auf, weil andere Ursachen eine Rolle spielen. Aber beide Ereignisse verbindet, dass sie im Kernland einer Weltmacht geschahen und das Vorboten ignoriert wurden. Harris ist ein Meister, wenn es darum geht, die Stimmung einer Epoche einzufangen. Er erweckt die römischen Ruinen, die man vor Augen hat, wenn man an Pompeji denkt zum Leben. Die Grausamkeit und Willkür dieser Epoche, die Nichtigkeit eines Menschenlebens, die politschen Intrigen, Aberglaube und Schicksalsergebenheit. All dies ist in einer anschaulichen Sprache dargestellt. Vermisst habe ich die Spannung, die mich beim Lesen von Harris weiteren Romanen so gefesselt hat. Nach zwei Dritteln des Buches durchschaut man die Intrige. Man hält zwar den Atem an, weil man von vornherein weiss, dass Pompeji untergehen wird, aber die Hochspannung zerfällt. Trotzdem ist der Roman mehr als lesenswert. Harris Beschreibungen sind detailiert recherchiert und man gerät immer wieder ins Staunen über die beschriebene Epoche. Sehr gefallen hat mir auch die Gegenüberstellung einiger Zitate zu Beginn des Buches und einleitente Zitate über Vulkanologie zu Beginn jeden Kapitels, die den Geschehnissen Authentizität verleihen.
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48 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Der Untergang einer Stadt als Parabel, 14. Januar 2004
Von 
Rezension bezieht sich auf: Pompeji (Gebundene Ausgabe)
In "Pompeji" entführt Robert Harris den Leser ausnahmsweise einmal nicht in die spannende Welt der jüngsten Vergangenheit sondern in die Zeit der römischen Antike. Und dennoch versteht es der Autor, die im Jahr 79 n.Chr. angesiedelte und lediglich an drei Tagen spielende Geschichte um Macht und Verantwortung plastisch und schillernd zu schreiben, als passierte sie heute: Ein junger Baumeister des Aquädukts kommt kurz vor dem Ausbruch des Vulkans nach Pompeji, die Wasserversorgung ist zusammengebrochen. Auf der Suche nach dem Leck deckt er eine Verschwörung auf...
Auch wenn das Ende der Geschichte bekannt ist: Dieser
"Titanic-Effekt" stört bei "Pompeji" keinesfalls. Denn Harris gestaltet den Thriller vor dem Hintergrund des Untergangs der reichen römischen Stadt zu einer spannende Parabel, die Parallelen zur modernen Welt zeigt: Eine Supermacht mit zivilisatorischen Glanzlichtern (Aquädukt) wähnt sich auf dem Höhepunkt ihrer Zeit - und spürt nicht, dass sie den Zenit längst überschritten hat und somit verwundbar, angreifbar wird. Die Katastrophe trifft die Menschen natürlich völlig unvorbereitet - in Pompeji im August 79 ebenso wie in New York am 11. September 2001.
Wenn "Pompeji" auch im Vergleich zu "Vaterland" oder "Enigma" etwas langatmiger und epischer geschrieben ist und zuweilen Spannung fehlt, weil eben das Geheimnis kein Geheimnis ist - ersetzt Harris doch den fehlenden Thrill durch detailierte Beschreibungen, scharfe Beobachtungen, witzige Dialoge. Lesenswert ist das Buch also auf jeden Fall - nicht nur für Historienbegeisterte.
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57 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Das Unglück naht, aber niemand bemerkt es!, 24. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Pompeji (Gebundene Ausgabe)
Mein erstes Buch von Robert Harris und ich bin begeistert:

Robert Harris beschreibt in „Pompeji" die letzten zwei Tage vor dem Ausbruch des Vesuv: Attilius, der neue Aquarius, wurde nach dem Verschwinden seines Vorgängers Exominus mit der Betreuung der Aqua Augusta betraut, die die Gegend um Pompeji und Misenium mit Wasser versorgte.

Als plötzlich das Wasser nicht mehr ungehindert sprudelt und in einigen Städten sogar versiegt, muß Attilius das Problem lösen, und zwar möglichst schnell. Denn die Aqua Augusta versorgt nicht nur die allgemeine Bevölkerung mit Wasser sondern auch die Willen der Reichen und Schönen sowie auch die kaiserliche Flotte. Behindert wird er dabei nicht nur von einem äußerst unwilligen Assistenten, sondern auch von Ampliatus, einem ehemaligen Sklaven und nunmehr Miethai in Pompeji - reich, rücksichts- und skrupellos.

Robert Harris ist es hervorragend gelungen, historische Details mit wissenschaftlichen Fakten zu verweben, in eine Mischung aus Dekadenz, Korruption, Völlerei und Liebesgeschichte zu verpacken und damit einen mitreißenden Roman zu schaffen, der sich durchweg flüssig lesen lässt.

Die Charaktere sind überaus glaubwürdig, die Dialoge der Zeit angemessen. Die Beschreibungen der Dekadenz sind authentisch, Schilderungen der römischen Lebensweise sehr detailgetreu ( z.B. S. 164 f - opulentes Mahl bei Ampliatus).

Obwohl wir Leser wissen, dass Pompeji zerstört wurde - quasi untergegangen ist, sind die Menschen in der Gegend zum damaligen Zeitpunkt - und somit auch in diesem Roman - völlig arglos und gehen ihrem täglichen Leben nach. Genau das ist einer der Punkte, die „Pompeji" so spannend machen. Trotz Pompejis Untergang wollte ich wissen, wie und ob es mit Ampliatus und Corelia weitergeht und ob das Wasser wieder fließen würde.

Einem jeden Kapitel sind Zitate/Ausschnitte aus Fachliteratur über Vulkanologie vorangestellt, deren Inhalt bereits erkennen läßt, was im Inneren des Vesuvs unbemerkt vor sich geht und wie die Katastrophe im Verborgenen naht.

"Pompeji" ist nicht nur eine Geschichte über den Untergang Pompejis an sich, sondern auch - wie Harris vor kurzem in einem Interview sagte - eine Erinnerung an die Verletzbarkeit von Großmächten: solange alles in Ordnung zu sein scheint, wird im Luxus geschwelgt als ob es kein morgen gäbe. Die Reichen im Pompeji baden - im wahrsten Sinne des Wortes - in Luxus (nämlich in Wasser), während in den anderen Stellen die Aqua Agusta - ein technisches Meisterwerk der Antike - bereits versiegt ist. Parallelen zwischen der Supermacht USA und dem Römischen Reich sind auffallend und Harris meint selbst, dass Pompeji ein Symbol für den Glauben an die eigene Unverwundbarkeit ist. Wohin das führen kann, ist uns leider allen nur zu gut bekannt!

Fazit: Spannende, exzellent recherchierte, leichtverdauliche Lektüre. Bitte warten Sie nicht auf die Taschenbuchausgabe!

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