Sicherlich ist das Buch als Reiseführer nicht schlecht. Einen mehr als unangenehmen Beigeschmack hinterlässt allerdings der historische Teil des Buches. Frau von Reiswitz verfälscht schlicht und einfach historische Tatsachen wenn sie z.B. behauptet Salvador Alliende's Regierung hätte Chile wirtschaftlich zugrunde gerichtet, er selbst habe während des Putsches Selbstmord begangen und unter Pinochet hätte es zwar, am Rande erwähnt, auch Menschenrechtsverletzungen gegeben, jedoch habe er vor allem die soziale Marktwirtschaft eingeführt und damit den wirtschaftl. Aufschwung Chiles erreicht.
Mag sein das Frau von Reiswitz aufgrund ihrer Herkunft (Die Familie wanderte nach dem 2. Weltkrieg von Deutschland nach Chile aus) und Ihrer sicherlich hohen gesellschaftlichen Stellung dies so empfand allerdings sah die historische Realität doch etwas anders aus.