... Komareks neuer und vierter Ethno-Krimi aus dem Weinviertel und der tschechischen Grenze. Personal und Geografie sind bekannt, die Stimmung düster, und die Korken der Weinflaschen sitzen locker ... Komarek erzählt einfach, aber nicht einfältig. Die Atmosphäre, die er ganz unaufgeregt erzeugt, erinnert an einen der uralten Weinkeller des Dorfes. Voller Geschichten und Schweigen, modrig, einsturzgefährdet und doch heimelig geborgen im Bauch der Erde. Mit dem vierten Polt-Krimi hat Komarek nun seinen Jahreszeitenzyklus beendet. Er könnte ja wieder mit dem Frühling anfangen ... Ingeborg Sperl, Der Standard " ... bietet wie seine Vorgänger eine Menge Lokalkolorit ... am ehesten lässt sich Polt als Typ wohl mit Simenons Maigret vergleichen, obwohl das Umfeld völlig anders ist. Stilistisch hat sich Komarek gesteigert, vor allem seine kurzen und prägnanten Dialoge sind hier wirklich gelungen und passend. Der Charakter des eher wortkargen Menschenschlags wird damit für den Leser noch deutlicher herausgearbeitet." Alfred Ohswald, www.buchkritik.at " ... aus vertrauten und hoch geschätzten Zutaten komponiert ... hinter der vermeintlichen Gemütlichkeit und Unerschütterlichkeit, die in einem österreichischen Weinbauerndorf herrschen, tun sich wieder einmal jene Abgründe auf, die es naturgemäß überall gibt, wo es menschelt. Mittendrin steht der Gendarm, der sich im ständigen Konflikt zwischen geltendem Recht und dem, was Gerechtigkeit sein könnte, immer mehr aufreibt. Simon Polt ist eine greifbare und angreifbare Figur. Was aus dem Mann werden soll, bleibt offen. Die Leserin wünscht sich aber jedenfalls, ihm noch öfter zu begegnen." Tiroler Tageszeitung "Polt-Krimis zählen zu den besten im deutschsprachigen Raum. Nicht umsonst wurde Autor Alfred Komarek schon mit dem Glauser-Preis ausgezeichnet. Der 57-jährige Wiener lässt seinen Krimi-Helden am liebsten im Weinbauern-Milieu ermitteln. Und zeigt dabei immer wieder auf, dass es sich häufig nur um eine vermeintliche Idylle handelt. Die Menschen werden von Komarek auch im neuesten Polt-Fall liebevoll, aber nicht unkritisch beschrieben. Wie die geplante nächtliche Eisweinlese in einen blutigen Fall führt, ist spannend aufgebaut und höchst angenehm zu lesen - was in erster Linie am unaufdringlichen, subtilen Humor liegt, der sich nicht auf Wiener Schmäh reduzieren lässt." Rhein-Zeitung "... Österreichs Antwort auf Donna Leons "Commissario Brunetti" Blick ins Land "Einmal zu lesen angefangen, konnte ich nicht mehr weglegen.Haben Sie bitte Erbarmen mit Ihren Lesern und schreiben Sie noch einige "Polt"-Krimis!" Ein Leser, Amazon "Komarek hat wieder einen spannenden Kriminalroman vorgelegt, der die Menschen eines kleinen Weinbauerndorfes charakterisiert, ihr Zusammenleben beschreibt, aber auch ihre menschlichen Schwächen herausarbeitet." www.egotrip.de "... weniger Krimi im klassischen Sinne als vielmehr eine Milieustudie des Waldviertels und seiner Menschen." Tiroler Tageszeitung "Alfred Komarek gelingt es abermals, das sowohl zärtliche als auch schonungslose Bild eines Dorfes zu zeichnen. Empfehlung: das Buch mit einer Flasche Zweigelt genießen." TV direkt "Auch in 'Polterabend', Alfred Komareks viertem Roman um den behäbigen Gendarmen Polt, wird ein Porträt ländlich-verschlafener Pseudoidylle und der schrulligen Typen entworfen ... Komarek erzählt kurzweilig von den gegenseitigen Verstrickungen innerhalb eines Dorfes, das auch nach dem Fall des Eisernen Vorhangs fast noch genauso abseits liegt wie vorher, und er erzählt vom Wein, von der Lese bis zum Kater, und von Verbrechen, die am Ende vielleicht gar keine sind." Sabine E. Selzer, Die Furche "Die Umgebung der Polt-Krimis des in Wien lebenden Autors Alfred Komarek ist immer die gleiche. Da weiss man, was man hat: Es ist die fast schon idealisierte - aber sterbende - Idylle des Weinviertels im nördlichsten Österreich. Kleine Dörfer, nahe an der Grenze, sanfte Weinhänge, Kellergassen, beschauliches Leben in Ruhe und scheinbarer Ordnung: Dort lebt und arbeitet diese süffige österreichische Figur - Simon Polt. In die Atmosphäre des vierten Polt-Krimis "Polterabend" spielt nun hinein, dass die Grenzen zu Tschechien mittlerweile offen sind - von dort ist nichts Gutes zu erwarten: Prostitution. Und wie schon einige Male beim Glauser-Preisträger Komarek liegen die Gründe der Tat im Dunkel der unausgesprochenen Vergangenheit ..." Peter Exinger, Sonntagsblick "Polt, längst Kultfigur der Krimiszene, bewegt sich in "Polterabend" durch eine Dorfwelt, bei der man sich nicht sicher ist, ob sie Idylle oder Hölle ist. Scheinbar funktioniert die Dorfgemeinschaft noch, aber der Verfall hat Einzug gehalten. Spannend, atmosphärisch, unbedingt lesenswert!" Münchner Merkur "Polt ermittelt wieder, unorthodox, feinfühlig und von seinem Erfinder Alfred Komarek stimmig ins Zentrum einer Weinviertler Genre-Studie gestellt ... die Story ist wieder sehr spannend und atmosphärisch dicht geworden." Josef Aigner, Salzkammergut Rundschau "Es wird Eiswein gelesen. Doch zu dem süßen Traubensaft mischt sich beim Pressen mit der alten Hengstpresse Blut. Im Presskorb findet sich ein Toter. Inspektor Polt ermittelt im klirrend kalten Winter. Schritt für Schritt enthüllt der Dorfgendarm auf seine unkonventionelle Art die Hintergründe der grausigen Entdeckung. Dabei ist das Personal des Wiesbachtales bereits vertraut: die Weinbauern Höllenbauer, Kurzbacher und Sepp Räuschl, die Greißlerin Aloisia Habersam, Polts geliebte Dorfschullehrerin Karin Walter, Revierinspektor Mank und viele andere. Neu ist, dass die Handlung über die Grenze in das benachbarte Tschechien führt und das für das Weinviertel nicht unproblematische Verhältnis zum Nachbarn nach dem Fall des Eisernen Vorhangs hineinverwebt. Die Geschichte bietet 'sex and crime' nach Weinviertler Art. Dazu aber liefert Komarek, wie gewohnt, eine Einführung in Weinviertelspezifika, die dem Lesepublikum mehr über diesen Landstrich mitteilt als Tourismusbroschüren und Fachartikel. Da ist ein Extrakt herausdestilliert, der von intimer Kenntnis zeugt. All das hat der Autor schon gezeigt, Frühling, Sommer und Herbst sind ja bereits durchgespielt. Jetzt setzt er zum Finale an. Es ist sein, wie ich meine, schönster Poltband und zugleich, so wie es ausschaut, sein letzter Inspektor Polt, der Radfahrer und Fußgänger, Presshausbesitzer und Weintrinker, weicht der neuen Generation in Gestalt eines jung-dynamischen Chefs voller professioneller Ideen, die 'zeitgemäße' Standards in die unzeitgemäße Wachstube bringen sollen. Polt quittiert am Ende des Buches den Dienst. Der behäbige, langsame und daher unzeitgemäße Inspektor und mit ihm das behäbige, langsame und daher ebenfalls unzeitgemäße Dorf nehmen den Hut vor der neuen Zeit, die das überkommene erbarmungslos überrollt. Mit Tränen in den Augen verabschieden wir uns von Komareks Personal, rekrutiert aus der letzten Generation einer dörflichen Welt, die es in dieser Form nicht nur im Roman bald nicht mehr geben wird. Alfred Komarek hat diese Welt zu einer literarischen gemacht und damit ein Stück Weinviertler Mentalität nicht nur für ein Publikum weitab der Region, sondern vor allem auch für die Weinviertler selbst bewahrt. Und die alte Hengstpresse, über Jahrhunderte größter Arbeitsgeber, spielt als Symbol für Potenz und Macht dabei ein letztes Mal eine zentrale Rolle." Richard Edl "Das neue Polt-Buch hat zweilfellos wieder das Zeug zum Bestseller. Dafür spricht zunächst die von Autor Alfred Komarek wie immer spannend und mit leichter Hand erzählte Krimihandlung. Vor allem aber hat - gerade in Zeiten von Globalisierung und allgemeiner Katerstimmung - auch in dieser vierten Folge das sympathisch unmoderne ländliche Umfeld nichts von seiner nostalgischen Faszination verloren." Vorarlberger Nachrichten "Die Romantik der alten Weinkeller, die bunten Typen im Dorf, das Bodenständige, die sympathische Rückständigkeit an der Grenze zu Tschechien - alles, was Komareks Krimis so populär gemacht hat, ist wieder da und fesselt genauso wie bei den ersten drei Bänden." Oberländer Rundschau "Alfred Komarek gestaltet mit viel Liebe und Einfühlungsvermögen die ländliche Welt der Weinbauern, in der Simon Polt fest verwurzelt ist. Auch in diesem Roman ist die Sprache griffig, plastisch und die Geschichte in ihren Proportionen samt bukolischer Atmosphäre stimmig." Ostthüringer Zeitung "... spannend und kurzweilig ..." Augsburger Zeitung "Komarek bietet alles, was die Beliebtheit der Gattung 'Krimi' sichert: Das Böse wird nicht unter den Teppich gekehrt oder in den Kelter der Welt verpresst, sondern sorgfältig ans Licht gebracht. Dazu muss einer her, der für Aufklärung - möglichst mit Dauererfolg wie Sherlock Holmes, Poirot, Brunetti oder auch Kater Francis - bürgt. Komareks Polt ist eine solche Figur, die sich mit dörflicher Kundigkeit und Gesprächsraffinement an des schlimmen Rätsels Lösung langsam mit hinterhältiger Freundlichkeit heranschleicht ..." Südkurier "Polt ist ein sehr menschlicher Dorfbulle. Wie sagt Fürnkranz, gegen den ermittelt wird, ganz treffend: 'Ein Mensch, der ab und zu einem Gendarmen ähnlich schaut, weil er es sein muss.' Alle vier Polt-Krimis transportieren die Einsicht, dass die geschriebene Ordnung mit der menschlichen kaum vereinbar ist. Polt geht schon mal mit einem gefassten Täter noch geschwind auf einen Heurigen, bevor er ihn hops nimmt. Hauptsächlich geht es Komarek um das Ausloten einer Region. Und wie jedes Dorf ein unterschiedliches Pendant hat, so steckt hinter de wohlgeordneten Fassade jeder Gemeinschaft ein Abgrund. Nicht zufällig löst sich der 'Polterabend' im Rotlichtmilieu hinter der tschechischen Grenze auf. Alle haben sie ein bisschen Dreck am Stecken, wenn man genau hinschaut." Manfred Stuber, Mittelbayrische Zeitung "Ein Krimi an vielen Grenzen: Etwa zwischen dem altbackenen Weinviertel und der sich schnell allen marktwirtschaftlichen Untugenden öffnenden Tschechischen Republik. Die Grenze zwischen Gut und Böse aber fließt in dem gemäßigt grausigen, immer spannenden und durchwegs unterhaltsamen Roman von Alfred Komarek ständig." Har...
Eine klirrend kalte Vollmondnacht im Wiesbachtal. Einige Männer haben sich gegen vier Uhr früh zusammengefunden, um Trauben für Eiswein zu lesen. Sie machen eine grausige Entdeckung: In den Rebensaft, der aus der alten Weinpresse rinnt, mischt sich Blut. Beim Opfer handelt es sich um einen leichtlebigen jungen Mann, der sich mit Gelegenheitsarbeiten durchbrachte.
Was ist im einsam gelegenen Preßhaus des Weinbauern Karl Fürnkranz spätnachts geschehen? Als Polt im Umfeld des Opfers ermittelt, muß er sich eingestehen, daß Karl Fürnkranz, den er sehr schätzt, zu den Verdächtigen zählt. Er verfolgt aber auch Spuren, die ins Rotlichtmilieu jenseits der tschechischen Grenze führen, und hat dort eine verwirrende und bedrückende Begegnung. Als er dann von einem alptraumhaften Polterabend im Preßhaus erfährt, sieht sich der Gendarm in fast auswegloser Lage
Auch im vierten Polt-Roman hält sich Erfolgsautor Alfred Komarek konsequent an sein Konzept, mittels einer Kriminalgeschichte liebevoll und gleichzeitig schonungslos offen das Porträt eines Weinbauerndorfes und seiner Menschen zu zeichnen. Wieder fügt er dem Bild eines bedrohten und gar nicht so idyllischen Lebensraumes neue Facetten hinzu. Eines der Themen ist diesmal die Situation der Dörfer an der jetzt »offenen« Grenze zu Tschechien und die daraus resultierenden Probleme.