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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Frauenpower im Wiesenbachtal,
Von
Rezension bezieht sich auf: Polt. Kriminalroman (Gebundene Ausgabe)
Weintrinker und Weinbauer unter sich, Männerfreundschaft und männlichem Lot", das Dorfleben pur, zwischen Tradition und Neuerung, Frauenpower und Frauensolidarität waren gestern Hexenkünste, heute sind es konspirative Treffen und Vorträge über den Mann als notwendiges Übel" .Männer flüchten in den Weinkeller und Frauen in den Scheintod oder in den Kurzurlaub.Mein erster Polt Krimi hat mich bin begeistert. Der Autor Komarek lässt die Ermittlung langsam fließen. Interessiert begleite ich den Sonntagswirt und ehemaligen Gendarmen im selbstgewählten Ruhestand, Simon Polt, ins Wiesenbachtal, ins Presshaus und ins Kaufhaus zu seiner Watson" Aloisia Habesam, wo er mit schlecht gespieltem Diensteifer, bedächtig inne hält. Polt erfährt von seine Langzeitfreundin Karin, dass er Vater wird. Sie stehen in liebevoller Ratlosigkeit" vor Ehe und Familie. Ein beschauliches Winzerdorf und wenige Personen und Beziehungen bestimmen die ruhige Atmosphäre des Krimis. Ein Toter im Weinberg des befreundeten Ehepaars Birgit und Norbert Sailer, Selbstmord oder Mord, kann den Frühling im Tal nicht erschüttern. Keiner scheint diesen Fremden zu kennen und nicht nur der ortsunkundige Ermittlungsleiter mit Bluthundinstinkt Bastian Priml wird getäuscht durch das Mauscheln, Mauern und Hintertreiben der Mannsbilder und Frauenzimmer in den Kellergassen. Verdächtig sind der störende Nachbar, ein gewalttätiger Weingauner, der nur noch als Mörder entlarvt werden muss und ein Säufer, Weinwurm Rudi, ein ehemaliger besserer Kollege, der jetzt als Kleinkrimineller und Bruder Lustig" die Witwen tröstet. Aber was bedeutet Freundschaft, wie gut kennt Polt seinen ehemaligen Kollegen Norbert und dessen Frau Birgit Sailer? Wie gestaltet sich Beziehung, Ehe, Freundschaft? Der Tote im Weinberg sorgt für Risse in der Freundschaft und lüftete den Mantel des Schweigens. Es sind Polts Frauen, seine Arbeitgeberin Habesam, die nicht nur mit dem überschrittenen Verfallsdatum ihrer Waren kreativ umgeht und die unerschrockene" Grete Hahn, seit Jahren eine lustige Witwe, die mit weiblichen Hinterlist" zur Aufklärung des Lesers und des Falles beitragen Seine eher zögerlichen Ermittlungen im Umfeld der Weinkeller und im Weingenuss schwanken zwischen männlicher Sympathie und kollegialen Verständnis, zerrissen und unsicher macht sich Simon Polt auf den Weg, sein Leben neu zu ordnen, schließlich wird er Vater und Ehemann. Überrascht wird er von dem Ehearrangement seines Freundes. Ein tiefgründiger kleiner Krimi, der nachhaltig wirkt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Klein, aber fein,
Von
Rezension bezieht sich auf: Polt. Kriminalroman (Gebundene Ausgabe)
Simon Polt hat den Polizeidienst quittiert und nun neben seinem Steckenpferd, dem Weinbau, vorwiegend damit beschäftigt, mit zwei alten Freunde das Dorfwirtshaus zu führen und im Tante-Emma-Laden den Assistenten für die ältere Besitzerin zu spielen. Er genießt diesen Quasi-Ruhestand sehr, als ihm der Zufall im Weingarten seines Freundes und Kollegen Norbert Sailer wieder mal eine Leiche vor die Füße wirft.Der übereifrige offizielle Ermittler hat prompt Sailer und/oder Polt im Verdacht. Das kann letzterer natürlich nicht auf sich sitzen lassen und fängt an, auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen. Und als ob das noch nicht genug wäre, hat seine Lebensgefährtin Karin Walter auch noch aufregende Neuigkeiten: Polt wird Papa! Der Kriminalfall ist nicht atemberaubend aufregend, aber spannend, und findet ein für mich recht überraschendes Ende. So weit, so gut. Was diesen schmalen österreichischen Krimi aber aus der Masse hervorhebt, ist der liebevoll geschilderte Lokalkolorit und die kauzigen, aber glaubwürdigen Dorfbewohner. Der Gemütsmensch Polt selber ist ein sympathischer Protagonist. Genretypisch ist er nur in dem Sinne, dass er nicht nach Handbuch vorgeht - das hat er auch schon im aktiven Polizeidienst nicht getan. Insgesamt geht es im Buch eher gemütlich zu in einem Dorf, das noch ein bisschen hinter der sich immer schneller drehenden Welt herhinkt und die Balance zwischen Nostalgie und Fortschritt noch nicht so ganz gefunden hat. Für mich hätten es ruhig noch ein paar Seiten mehr sein können, ich mag vor allem die Atmosphäre in den Kellergassen und die Weinbaudetails, die am Rande einfließen. Und den Kater Czernohorsky. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Das dort beschriebene Leben fasziniert und lässt die Geschichte in den Hintergrund treten,
Rezension bezieht sich auf: Polt. Kriminalroman (Gebundene Ausgabe)
Als ich begann die Geschichte zu lesen, war mir der Sprachstil auch ein wenig fremd, was aber ausnahmslos zur Authentizität der Story und der Peripherie beigetragen hat. Ich war so begeistert von der Lebensart des Simon Polt und der im niederösterreichichen Weingürtel lebenden Menschen begeistert, dass ich streckenweise die Story ausblendete :-)Die Weinkeller, in denen man sich traf, die Leute die man alle persönlich kannte. Stand eine Tür zu einem Presshaus offen, ging man einfach hinein, weil man davon ausgehen konnte erwartet zu werden....wer auch immer kam war willkommen. Man trank guten Wein und sprach über dies un jenes. Herrlich. Die Beschreibungen des Dorfes, der Kellerstraße, der Festlichkeiten und der Leute hatten viel Wärme und bringen den Leser ungewollt in eine Art Wohlfühlklima. Die Story allerdings ist nicht spektakulär. Ein Ortsfremder wird selbst-/ermordet(?) aufgefunden und es wird ermittelt. Die Peripherie der Story lässt dennoch den Leser das Buch in einem Rutsch durchlesen. 4 Sterne, danke Herr Komarek Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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