Bisher kannte ich nur die Kinderbücher von Janosch. Einige mochte ich sehr, andere erschienen mir irgendwie übertrieben.
Dieser Roman gibt die Stimmung der Kinderbücher, die ich sehr mochte, wieder. Er ist vor allem melancholisch: traurig mit einer Spur Heiterkeit (oder umgekehrt). Zurück bleibt das Gefühl, dass das Leben schon immer irgendwie weitergeht.
Wie Janosch die Menschen schildert: mit wenigen Worten werden sie lebendig, ohne dass Klischees bemüht werden.
Und immer wieder schimmert "tiefe Weisheit" durch, in manchen kurzen Sätzen, in denen Lebenserfahrungen auf den Punkt gebracht werden! (z.B. wenn jemand die ihm geschenkten Schuhe weiter verschenkt, weil seine schließlich noch 20 Jahre halten würden...)
Auf dem Cover wurde das Buch mit dem "Kleinen Printen" verglichen, ich halte es für viel tiefergehender (oder vielleicht ist der "Kleine Prinz" in den letzten 20 (?) Jahren einfach so vermarktet worden, dass er mit etwas zum Hals raushängt???)!