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Seine Leidenschaft für den Stoff war letztlich Garant für die außergewöhnliche Integrität des Films. Es werden nicht nur die Verdienste des Künstlers für den abstrakten Expressionismus gewürdigt, es wird auch die zerrissene, manisch depressive Persönlichkeit des Alkoholikers Pollock beleuchtet, dessen Tod im Alter von 44 Jahren (in einem möglicherweise als Selbstmord angelegten Autounfall) auch das Leben einer unschuldigen Frau forderte. Der Film legt weiter nahe, dass Pollocks Erfolg größtenteils der aufopfernden Leidenschaft seiner Frau, der Künstlerin Lee Krasner, zu verdanken war, die von Maria Gay Harden entsprechend unzähmbar dargestellt wird (sie erhielt für diese Rolle den Oscar).
In vielerlei Hinsicht dem traditionellen Biopic verwandt, beginnt die Handlung im Jahr 1941, als Pollock auf Krasner trifft. Sie ermutigt ihn und erregt das Interesse des ihm wohl gesonnenen Kritikers Clement Greenberg (Jeffrey Tambor) sowie der Kunstliebhaberin Peggy Guggenheim (Amy Madigan). Wenn Pollock, zunächst als Obskurität gehandelt, in der Folge internationales Ansehen zuteil wird, hält Harris seine Figur sorgsam im Gleichgewicht. Er lässt vor unseren Augen das Porträt eines besessenen Künstlers entstehen, der lediglich in kurzen, nüchternen Momenten seinen Frieden fand; dann, wenn seine Kunst ihm Erlösung vor den unerbittlichen Dämonen gewährte, die ihn zeitlebens verfolgten.
Die Annäherung gerät voller Sympathie ohne in Gefühlsduselei auszuarten, zeigt sich bewundernd ohne zu verherrlichen. Bereits die fesselnden Schauspielleistungen machen den Film zum Erlebnis. Die einfühlsame, dabei unerbittliche Untersuchung der intimen Welt von Jackson Pollock lassen keinen Zweifel daran, dass Harris den Kern eines Menschen herausgearbeitet hat, dessen Leben so quälend verlief und dessen Kunst dennoch so viel Erlösung versprach. --Jeff Shannon
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
23 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
... nicht nur für Kunstkenner !,
Rezension bezieht sich auf: Pollock (Special Edition) [Special Edition] (DVD)
Eine wirklich starke DVD! Ed Harris versteht es grandios den Maler Pollock zu verkörpern. Die Szenen sind so glaubhaft, das man z.B. bei den Streitigkeiten peinlich berührt das eigene Wohnzimmer verlassen möchte. Man erlebt förmlich mit, wie Pollock nach seinem Schaffensgipfel zunehmend verfällt und quasi zum Regenwurm mutiert, der schon stundenlang am Angelhaken hing, nämlich ausgelutscht und ausgepowert. Ed Harris, wirklich tolle Leistung !! Sehr aufschlußreich auch hierzu die statements in den "Extras". Für die weibliche Nebenrolle gab es einen Oscar für Maria G. Harden, sehen sie sich einmal die leider die gelöschte Szene in den Extras an, als Pollock in das Bild seiner Partnerin malt, dann wissen sie warum. Prima, das es bei DVDs die Zappmöglichkeit in die Originalsprache gibt, die Übersetzungen, wie z.B. "Pollock, das ist der Durchbruch!" lassen einen glatt in den Sessel sinken.Trotzdem, ein Filmgenuss, nicht nur für Kunstkenner! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Pure Intensität,
Von Kunstfreund33 (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Pollock (Special Edition) [Special Edition] (DVD)
Dass die wahrhaft genialen Künstler immer nur die sind, die leiden und selbstzerstörerisch leben, ist sicher ein Klischee, aber bei Jackson Pollock traf es zu. Ed Harris spielt dessen manische Hochs und Tiefs zwischen Aggressionen, Alkohol, Selbstzweifel und genialen Schüben atemberaubend gut. Man hat den Eindruck, er hat zum Action Painting passend Method Acting gemacht und war wirklich betrunken, verzweifelt und euphorisch. Ein realistischer Film, der tief in die Magengrube schlägt und zugleich das erhebende Gefühl vermittelt, das echte Kunst beim Künstler und beim Publikum hervorrufen kann.
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Pollock (Special Edition),
Rezension bezieht sich auf: Pollock (Special Edition) [Special Edition] (DVD)
Selbst wenn man kein Liebhaber von Pollocks Werken ist, sollte man diesen Film gesehen haben. Harris erfüllt Pollocks Figur mit einer solchen Ausdruckskraft und Intensität, wie man es sich von einem Charakterdarsteller einfach nur wünschen kann. Darüberhinaus ist dieser Film wirklich bis ins letzte Detail durchkomponiert, man hat das Gefühl die damalige Zeit nicht nur zu sehen, sondern sogar zu spüren.
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