Karl Schneiders Arbeit beeindruckt durch Präzision und Tiefe seiner Forschungen. Er schreibt über das Herkunft und Schicksal der Angehörigen der Bremer Polizei. Er schreibt aber auch über diejenigen, die ihnen auf den langen, blutigen Wegen begegneten. Er lässt nichts weg, weder die Angst der Opfer, noch den Verbleib von Wertsachen in der Feldpost. Schneider verfolgt vor allem die Wege des Res.-Pol.Btl. 105 und das des Pol.-Btl. 303, beschreibt aber auch andere Polizeieinheiten des Wehrbereichs X (Hamburg). Es geht um die Besetzung Norwegens und um den Krieg im Osten. Er schaut genau hin. Der Weg des Pol.-Btl. 303 ist eben auch der Weg des Pol.-Rgt. Krakau (=Pol.-Rgt. Süd =SSPol.-Rgt. 10). Dem Leser bleibt nichts erspart. Weder Kiew, noch Babij Jar.
Vielleicht erfasst den Leser manchmal das Grauen, weil das tödliche Böse so einfach zu organisieren war, vielleicht aber auch, weil die zehntausendfachen Morde praktisch ungesühnt blieben.
Die Toten blieben tot, viele Polizisten blieben Polizisten.