Otfried Jarren und Patrick Donges gelingt es, systematisch in die Thematik der politischen Kommunikation einzuführen. Die lehrbuchartige Gliederung der beiden vorliegenden Bände ermöglicht es, dass der Leser schnell einen Überblick über die komplexen Zusammenhänge erhält, die Politische Kommunikation konstituieren. Vor allem die theoretischen Ansätze werden dadurch sehr gut verständlich.
Jarren und Donges stützen ihre Betrachtung von Politischer Kommunikation auf systemtheoretische und handlungstheoretische Ansätze, aus denen sie einen eigenen Ansatz entwickeln, der Elemente beider theoretischer Richtungen enthält. Im Anschluss werden die für Politische Kommunikation entscheidenden Strukturen sowie wichtige Begriffe (z.B. Öffentlichkeit, politisches System, Mediensystem) für eine Einführung angemessen und kritisch diskutiert (mit den wichtigsten theoretischen Ansätzen aus Medien- und Politikwissenschaft, empirischen Ergebnissen und methodischen Ansätzen). Zur Verständlichkeit und Vertiefung tragen vor allem die jeweils angefügten Beispiele und kleinen Exkurse bei. Allerdings können die Ausführungen von Jarren und Donges lediglich als Rahmen für die Auseinandersetzung mit der Thematik gelten. Für eine ausführlichere Auseinandersetzung mit dem Thema ist unbedingt die Beachtung der angefügten Literaturhinweise zu empfehlen.
Im zweiten Band erfassen Jarren und Donges sowohl theoretisch als auch empirisch Politische Kommunikation mit seinen Akteuren, Medien und Prozessen. Sie berücksichtigen dabei Akteure, Instrumente und Strategien von politischer PR sowie die Rolle des Journalismus.
Die beiden Bände von Otfried Jarren und Patrick Donges sind für eine einführende Auseinandersetzung mit Politischer Kommunikation zu empfehlen. Sie diskutieren die wesentlichen Begriffe und Ansätze systematisch und verständlich. Die Diskussion der Strukturen und Begriffe erhält einen optimalen Rahmen und wird auf das Wesentliche, die Politische Kommunikation, zugespitzt.