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Politik für alle: Streitschrift für eine gerechte Gesellschaft
 
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Politik für alle: Streitschrift für eine gerechte Gesellschaft [Gebundene Ausgabe]

Oskar Lafontaine
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 302 Seiten
  • Verlag: Econ; Auflage: 1.A. (8. März 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3430159490
  • ISBN-13: 978-3430159494
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 461.247 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Oskar Lafontaine
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Oskar Lafontaine war lange Zeit sehr erfolgreich darin, sich in seiner Partei und darüber hinaus Gehör und Gefolgschaft zu sichern. Er ist von wachem Verstand, analytischer Schärfe, strategischer Finesse und unbändiger Energie. Schade eigentlich, dass er -- wohl eben wegen dieser Energie -- immer ein wenig über das Ziel hinausschießt. Die beiden ersten Bücher nach seiner Demission als SPD-Vorsitzender und Finanzminister, mit denen er die plötzlich entstandene politische Leerstelle in seinem Leben mit großem Erfolg (und großer Auflage) ausfüllen konnte, haben offenbar seinen Hunger nicht gestillt, der Partei und dem Wahlvolk zu beweisen, dass sie an ihm hätten genesen können. Vielleicht ist Politik für alle auch deshalb thematisch so überladen, weil er dies eben wirklich allen zeigen will. Vielleicht hofft er ja, dass sie ihn doch noch einmal rufen, jetzt, wo sonst niemand mehr ein noch aus zu wissen scheint?

Irgendwie handelt Lafontaine in seiner "Streitschrift für eine gerechte Gesellschaft" jedes, wirklich jedes politische Gegenwartsthema ab. Doch vor allem ist es ihm um die soziale Gerechtigkeit zu tun. Und, ob man will oder nicht: Seine Bestandsaufnahmen bringen manches bedrückend einfach vielleicht, aber treffend auf den Punkt. Die auch im eigenen Interesse kurzsichtige Zügellosigkeit unserer Wirtschaftsführer etwa, findet man sonst nur selten so schnörkellos in Ursache und Wirkung beschrieben wie hier. Nur den Weg heraus aus der Misere, den weiß auch Lafontaine nicht zu weisen. So einfach nämlich, wie man sich im Wald verirrt, findet man eben in aller Regel nicht heraus. Dies aber scheint der Autor zu glauben. Weshalb also sollte man ihn rufen? Die Lektüre seines Buches aber kann trotzdem bei eigenen Orientierungsüberlegungen nur hilfreich sein. Gleichwohl: Thematische Begrenzung und gedankliche Fokussierung hätten dem Unternehmen nicht geschadet. -- Hasso Greb

Pressestimmen

»Unbeirrt auf Linkskurs.« Stuttgarter Nachrichten »Die abschätzige Ironie bei der Vorstellung der Streitschrift Oskar Lafontaines Politik für alle ... ist unangebracht. Nicht nur sogenannte Linke werden vieles bejahen, was darin steht. Auch konservative Patrioten finden Gravamina, die sie schon lange monieren. Prof. Dr. Franz W. Seidler in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung »Lafontaine macht, was er schreibt. Politik für alle ist populistisch und provoziert.« Mittelbayerische Zeitung

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
44 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch hebt sich von vielem ab, was man so in der politischen Literatur inhalliert. Lafontaine hat ein Kontrastprogramm formuliert und neoliberale Wirrgänge widerlegt.
Lafontaine macht deutlich, dass aus unserem Volk der Dichter und Denker ein Land der Kostensenker geworden ist.
Auch CSU-Mann und Ex-Gesundheitsminister Horst Seehofer hat die Fakten in Lafontaines Buch überprüft und bestätigt sie.
Es werde zwar pausenlos "reformiert", doch es sind alles "politisch wirkungslose Maßnahmen" wie zuletzt Hartz IV. "Der Mensch kommt nicht mehr vor." Was Lafontaine ausbreite, sei nicht "Herz-Jesu-Sozialismus", sondern ein Maßnahmenkatalog, "damit aus einer wirtschaftlichen Krise keine politische wird".
Oskar Lafontaine betont, er habe das Buch "nicht gegen die Regierung, sondern gegen die Allparteienkoalition in Berlin geschrieben". Er übe Kritik "an der gegenwärtigen Politik, die nicht allein von der Bundesregierung zu verantworten" wäre, sondern auch von der Opposition.
Und Lafontaine sagt auch Sätze, die man nicht als Propaganda oder Polemik abtun kann. Dass die "Kluft zwischen den Eliten und der Mehrheit des Volkes" immer größer wird; dass die "ungleiche Verteilung" des Reichtums in der Bonner Republik vom Staat "gedämpft" wurde, während sie nun in der Berliner Republik "verschärft" wird; dass "Senkung der Lohnnebenkosten" ein euphemistischer Begriff dafür ist; dass "Rentner, Kranke, Arbeitslose und Pflegebedürftige" weniger bekommen. Und er macht eine einfache Rechnung auf: Wer 60.000 Euro in die Rentenversicherung einbezahlt hat, bekommt 10.000 Euro ausbezahlt - wenn überhaupt. "Hartz IV ist ein Gesetzt gegen die guten Sitten, es ist auch verfassungswidrig."
Politisch hat sich Oskar Lafontaine, zuletzt Minister in der ersten Regierung von Kanzler Schröder, selbst entleibt. Heute bedauert er, dass er nicht nur auf alle Ämter, sondern auch auf den Sitz im Bundestag verzichtet hat. "Das war ein Fehler. Es wäre ein Vergnügen, heute dort Stellung zu nehmen." Aber als politischer Schriftsteller ist er recht erfolgreich.
Von "Das Herz schlägt links" wurden 300.000 Exemplare verkauft, von "Die Wut wächst" 50.000, sein neues Buch "Politik für alle" kommt mit 20.000 Startauflage in den Handel. Mit Rechthaberei, dem Wunsch nach Revanche und Lust am Krawall ist ein solcher Erfolg nicht zu erklären. Der Mann hat was. Er gehört zu den wenigen Polit-Profis, die frei reden können, ohne sich im Gewirr der eigenen Sätze zu verfangen; er weicht nicht aus, wenn er angegriffen wird und vor allem: Er ist der Prototyp des "political animal", dem man auch dann gerne zuhört, wenn man sich über ihn empört. Ein wenig Franz-Josef Strauß, etwas Herbert Wehner, eine Spur Lenin und ganz viel Poltergeist.
Der Hartz IV-Gegner Lafontaine war auch bei der Leipziger Montagsdemo: "Gegen die Allparteienkoalition".
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Einleuchtend 27. Juni 2007
Format:Taschenbuch
Eine sehr scharfe und einleuchtende Abrechnung mit dem Neoliberalismus.

War selbst überrascht wie gut er das Thema hier rüberbringt.

Lohnt sich absolut zu lesen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Lafontaine legt im Analyseteil des Buches detailliert dar, warum die neoliberale Wundermedizin des Kostensenkens und Lohnkürzens keine geeignete Behandlung des in Deutschland herrschenden Problems ist. Der Titel des Buches trifft durchaus zu: Lafontaine setzt sich innerhalb seiner "Streitschrift" wirklich für eine gerechte Gesellschaft ein, und fordert wieder mehr Augenmerk auf den Menschen zu legen und weg von der Falschsprache der Neoliberalen zu kommen, in der der Mensch bereits völlig verschwunden ist.
Der einzige Kritikpunkt den ich anführen möchte ist der letzte Teil des Buches: Insbesondere zum Thema Wirtschaftspolitik hätte ich mir etwas weitergehende Lösungsvorschläge gewünscht.
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