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Politik der Paranoia: Gegen die neuen Konservativen [Gebundene Ausgabe]

Robert Misik
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

20. Januar 2009
Ja, wir können Robert Misik schickt mit einem leidenschaftlichen Plädoyer die neokonservative Ideologie ins Museum der großen Irrlehren. Zugleich zeigt er, warum Gleichheit und soziale Gerechtigkeit die Voraussetzung für eine gesunde Gesellschaft ist. Mehr Gleichheit ist nicht nur möglich – sie ist auch wirtschaftlich notwendig. Die neuen Konservativen verlangen seit langem "weniger Staat", zumindest in der Wirtschaft; wenn es um die Bespitzelung der Bürger geht, sehen sie das nicht so eng. Sie haben die Finanzströme dereguliert und warnen auch nach dem Totalcrash vor "zu viel Intervention". Die Sozialsysteme betrachten sie als unmoralisch, weil die Faulen dadurch belohnt werden. Ihr Herz gehört den Tüchtigen. Sie haben das Privatfernsehen eingeführt, jetzt monieren sie den Kulturverfall. Sie halten die Familie hoch, doch durch türkische Großfamilien droht angeblich der Untergang des Abendlandes. Misiks Plädoyer für linke Werte zeigt, dass eine moderne Politik der sozialen Gerechtigkeit den konservativen Konzepten überlegen ist.

Hinweise und Aktionen

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Wird oft zusammen gekauft

Politik der Paranoia: Gegen die neuen Konservativen + Genial dagegen: Kritisches Denken von Marx bis Michael Moore + Anleitung zur Weltverbesserung: Das machen wir doch mit links
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 202 Seiten
  • Verlag: Aufbau Verlag; Auflage: 1 (20. Januar 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3351026781
  • ISBN-13: 978-3351026783
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 13,2 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 471.287 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

ROBERT MISIK, geboren 1966, ist ständiger Autor der tageszeitung (Berlin), von profil und Falter (Wien) und einer der streitbarsten linken Publizisten seiner Generation. Autor zahlloser Kritiken, Essays, Kommentare und Reportagen. Zuletzt erschien "Marx für Eilige" (AtV 2003). Weitere Bücher: Mythos Weltmarkt (AtV 1997), Die Suche nach dem Blair-Effekt (AtV 1998), Republik der Courage. Wider die Verhaiderung (AtV 2000, Hrsg. Gemeinsam mit Doron Rabinovici). 1999 und 2000 erhielt Robert Misik den "Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch".

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14 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannende Abrechnung am Vorabend der Ära Obama 30. Januar 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Robert Misik nimmt sich in seinem jüngsten Buch viel vor, nichts weniger als die "neokonservative Ideologie ins Museum der großen Irrlehren" zu schicken. Der Zeitpunkt für so einen Versuch könnte nicht besser gewählt sein. Wobei der Zusammenbruch des neoliberalen Kartenhauses für Misiks Abrechnung nicht einmal notwendig ist - er setzt sich mit dem Neokonservativismus an seinem Höhepunkt auseinander. Vielmehr macht der Zusammenbruch so ein Plädoyer notwendig. Damit tatsächlich eine neue Ära eintritt, müsse "auf jedem Politikfeld deutlich werden, dass die progressiven Konzepte und Ideen die besseren, realitätstauglicheren, gerechteren und menschenfreundlicheren Konzepte sind", und dazu will Misik einen Beitrag leisten.

Sein bevorzugtes Werkzeug ist es, die Widersprüche und damit Unzulänglichkeiten des Neo-Konservativismus aufzuzeigen. Diesen begreift er als heterogenes "weltanschauliches Knäuel" von neoliberalen Marktradikalen bis zu neu-bürgerlichen Spießern, von islamophoben Rechtspopulisten bis zu jenen, die die Dekadenz der Moderne beklagen. Sie lieben die kapitalistische Konsumkultur, aber jammern über die Auswüchse des Hedonismus. Sie verstehen sich selbst als einzig-fähige Elite, entdecken aber den "kleinen Mann" für sich. Wettbewerb und Egoismus als Tugend sind ihnen heilig, aber dass im Bus niemand mehr für Oma aufsteht, steht für den moralischen Verfall. Sie lobpreisen die Familie - außer es ist eine türkische Großfamilie...

Misik bleibt seinem spitzen Stil treu und begnügt sich nicht damit, Widersprüche einer "krausen, grotesk unlogischen politischen Philosophie" zu zeigen.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Und sowieso waren es die 68er 19. Juni 2010
Format:Gebundene Ausgabe
Ab und zu muß das sein: Ein politisches Buch lesen, nur zum Zwecke der Selbstbestätigung, nur zur Vergewisserung darüber, daß man die Weltanschauung mit anderen Menschen teilt und also nicht ganz falsch liegen kann.

"Politik der Paranoia" ist ein Buch, das man so lesen kann. Es malt einem die politische Heimat schön, unter Verweis auf die öde Wüste, aus welcher der politische Gegner stammt. Bestimmt wird es derlei Literatur auch für Konservative geben.

Konservative haben Werte, Progressive leben sie.Das ist eine der Intentionen, die Herr Misik aus dem Satz vom Privaten, das politisch sei, herausspürt (54). Konservative, das sind jene seltsamen Zeitgenossen, die zwar die Familie als Keimzelle der Gesellschaft hochhalten, aber nur dann, wenn es sich dabei nicht um eine (Ex-)türkische Großfamilie handelt. Sie loben das Christentum in höchsten Tönen und halten dessen Werte für so staatstragend, daß man sis noch dem letzten Moslem, Juden, Hindu, Buddhisten oder Atheisten überstülpen will, aber nur so lange, bis ein Pazifist sich für seine Überzeugung auf das fünfte der zehn Gebote Gottes beruft. Sie haben kein Problem mit der Todesstrafe - fordern sie schon einmal, auch wenn ihre Abschaffung in Artikel 102 GG fixiert ist - und setzen sich für das ungeborene Leben ein. Sie propagieren kinderreiche Familien, denn "die Deutschen sterben aus," trotzdem sind alleinerziehende Mütter irgendwie asozial, denn Frauen gehören zwar an den Herd, aber wenn sie dafür von Hartz IV leben müssen, dito. Sie erklären ganze Länder, Gesellschaften und Lebensformen für "böse" und wundern sich dann, daß sie dort nicht geliebt werden...
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16 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Benedictu TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Es gibt ein kleines, aber sehr gehaltvolles Buch zum Thema Neokonservatismus, das Helmut Dubiel - heute Professor - Ende der achtziger Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Institutes für Sozialforschung in Frankfurt verfaßte. Es heißt: Was ist Neokonservatismus? ( Neue Folge, 313). Auch Robert Misik meint, daß es immer noch lesenswert ist, denn er zitiert häufig daraus. Daß er diese Schrift, der seine viel verdankt, als ein "schmales Bändchen" marginalisiert, ist nicht ganz fair, zumal sein eigenes Buch nur wegen eines breiten Randes und großen Zeilenabstandes dieser Einstufung entkommt.

Trotz seiner Anleihen bei Dubiel bleibt Misik deutlich hinter diesem zurück. Dubiel hatte die Schwierigkeiten der simplifizierten Einordnung politischer Standpunkte auf der eindimensionalen Rechts-/Links-Skala längst festgestellt. Während Dubiel differenziert, vereinfacht Misik radikal. Sein programmatisches Gegenstück zur Differenzierung ist gewissermaßen die Verwirrung oder - wie er sich ausdrückt - "das Knäuel". Er schreibt auf S.19: "Dieses Knäuel nenne ich die neuen Konservativen ...". Im unentwirrten Knäuel hat es freilich leicht den Anschein, als ob die widersprüchlichsten Meinungen aus einer einzigen Quelle stammen würden. Das verleitet Misik zur Auffassung, daß das "Knäuel" irrsinnig und paranoid sein muß. Auf S. 176 (dem Ende zu) heißt es bei ihm: "Möglicherweise sind Konservative einfach nur Gaga im Kopf ..."

Sonderbar, daß ihm gar nicht in den Sinn kommt, daß seine Grobzeichnungen der linken Sache auch schaden könnten.
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