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Brot und Politik. Ernährung, Tafelluxus und Hunger im antiken Rom
 
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Brot und Politik. Ernährung, Tafelluxus und Hunger im antiken Rom [Gebundene Ausgabe]

Ulrich Fellmeth
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 250 Seiten
  • Verlag: Metzler; Auflage: 1.auflage (13. September 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3476018067
  • ISBN-13: 978-3476018069
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 790.457 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Man kann dieses Buch jedem, der sich für die Geschichte der hellenistischen Philosophie interessiert, nur empfehlen." (Literaturkritik)

Kurzbeschreibung

Die Ernährung der Menschen in römischen Städten - und besonders in der Millionenstadt Rom - war ein überaus schwieriges und eminent politisches Problem. Das Buch behandelt das Thema aus drei verschiedenen Perspektiven. Zum einen werden die in der Antike gebräuchlichen Nahrungsmittel, der Nahrungsmittelbedarf der Städte und die Leistungsfähigkeit der Landwirtschaft und Lebensmittelversorgung beschrieben. Zum anderen kontrastiert der Autor in einer Sozialgeschichte des Essens das alltägliche Leben eines Großteils der Bevölkerung mit Verknappungen der Lebensmittel und panischer Angst vor Hunger mit dem ausufernden Tafelluxus am Tisch der Reichen. Schließlich wird der Blick auf die politischen Auswirkungen von Hunger gerichtet. Hungerproteste konnten die >große Politik< beeinflussen, andererseits wurde mit dem Hunger der städtischen Massen auch Politik gemacht. Die Analyse des Modells Antike eröffnet wichtige Einsichten zu den Ernährungsstrukturen in vorindustriellen Gesellschaften überhaupt - die auch für heutige Hungerregionen der Welt relevant sein können.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Das Werk beschreibt die Ernährungsweisen im Römischen Reich, die Methoden der Landwirtschaft sowie die Organisation der Nahrungsmittelversorgung (Märkte, Transport), die besondere Situation der Stadt Rom mit den öffentlichen Nahrungsmittelzuteilungen, die aus den Tributzahlungen der Provinzen dargestellt wurden, die sozial ungleiche Versorgung mit dem Lebensnotwendigen und die sich aus Missernten und politischen Krisen ergebenden Hungersnöte und die Maßnahmen, mit denen man versuchte, ihnen zu begegnen.

Parallelen mit Entwicklungsländern in der heutigen Zeit sind erkennbar, so der Luxus der Eliten und eher schlechte Versorgung der breiten Bevölkerung, die Subventionierung der Getreideversorgung in der Hauptstadt auf Kosten der ländlichen Bevölkerung, die begrenzten Transport- und Lagermöglichkeiten und die prekären Auswirkungen von Kriegen und Unwetter.

Daher versucht der Autor aus der Antike Schlüsse für die heutige Zeit zu ziehen, in der ein großer Teil der Menschheit unterernährt ist. Allerdings sind derartige Schlussfolgerungen nur eingeschränkt möglich. Ein gewichtiger Unterschied zwischen damals und heute besteht darin, dass die Oberschicht in den Entwicklungsländern die Möglichkeit hat, Kapital ins Ausland zu transferieren und - wenn es im eigenen Lande brenzlig wird - sich woanders anzusiedeln; trotz aller Vorbehalte gegen Fremde werden Leute mit viel Geld immer gerne aufgenommen. Insoweit besteht für die heutige Oberschicht in den Entwicklungsländern, für akzeptable politische, wirtschaftliche und soziale Verhältnisse in ihrem Lande zu sorgen.

Das Werk vermittelt insgesamt einen detaillierten, verständlichen und interessanten Einblick in einen vitalen Bereich römischer Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, der in den herkömmlichen Werken zur Geschichte römischer Antike nicht ausreichend gewürdigt wird.

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Etwas kompliziert 14. September 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Ein sehr interessantes Buch, jedoch etwas kompliziert. Es ist ein politisches Buch, zB die Auswirkung von Hunger in der Bevölkerung des antiken Kaiserreiches. Umfangreiche Detailinformation über Handelswege resp Handel.
Wer sich in die Thematik der Ressourcen, des Handels und den poltitischen Auswirkungen der verschiedenen Essensgewohnheiten einarbeiten möchte, ist hier gut bedient. Ich sehe es jedoch weniger als Buch zur Thematik des Kochen der römischen antiken Küche sondern als eigenständiges Werk.
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Format:Gebundene Ausgabe
Der Autor schafft es in diesem fließend geschriebenes Buch sehr viele Aspekte des alltäglichen Lebens der Römer zu erörtern, die sonst eher selten und wenn doch, nur für die reiche Oberschicht oder vereinzelt für die Legionäre erwähnt werden.
Dabei konzentriert er sich zwar auf die für die damalige Zeit grundlegende Frage der Kornversorgung, betrachtet das ganze aber aus viele verschiedene Perspektiven (soziologisch / historisch / ernährungswissenschaftlich / politisch / ...). Dadurch erhält man eine viel klarere Vorstellung vom Leben der gesamten römischen Bevölkerung. Auch werden die unterschiedlichen Epochen (Früh- und Spätrepublikanisch, Herrschaft unter den verschiedenen Kaisern) angesprochen und mit passenden Beispielen noch plastischer vorgeführt.
Die hier beschriebenen Unterschiede zwischen der besitzlosen Schicht und der herrschenden reichen und politisch einflussreichen Oberschicht vermag es meiner Meinung nach auch einige Situationen in unserer Zeit zu spiegeln, worauf zum Ende des Buches auch kurz eingegangen wird.

Ein sehr interessantes, informatives und wohl geschriebenes Buch, das für jeden der sich für die römische Zeit interessiert auch sehr nützlich sein wird, aber durch die soziologischen Aspekten auch darüber hinaus zu interessieren vermag.
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