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Political Correctness. Zwischen Sprachzensur und Minderheitenschutz
 
 
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Political Correctness. Zwischen Sprachzensur und Minderheitenschutz [Broschiert]

Arne Hoffmann
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Produktinformation

  • Broschiert: 104 Seiten
  • Verlag: Tectum Verlag; Auflage: 1. Aufl. (25. Juli 1996)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3896081179
  • ISBN-13: 978-3896081179
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.394.275 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Arne Hoffmann
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Für die einen handelt es sich bei der "Political Correctness" um nahezu totalitäre Neusprech-Vorschriften zur Durchsetzung eigener politischer Ziele unter dem Deckmantel des Minderheitenschutzes. Für andere ist in einer Zeit, in der der Rassismus erneut auflebt, PC ein Versuch, die durch immer neue sprachliche Aggressionen und Stigmatisierungen vorbereiteten handgreiflichen Gewaltakte gegen Ausländer und Asylbewerber doch noch aufzuhalten. In dieser Auseinandersetzung blieb der Austausch der Argumente bislang jedoch fast ausschließlich essayistischer Natur, oft ironisch oder polemisierend, ohne die Problematik von Sprachpolitik durch gezielte Steuerung und Zensur auf einer wissenschaftlichen Grundlage zu untersuchen. In der vorliegenden Untersuchung wird die Auseinandersetzung mit dem Thema ,,Politische Korrektheit" endlich mit einer linguistischen Basis versehen. Dabei konsultiert Arne Hoffmann eine große Zahl relevanter Materialien, von den Klassikern der Sprachwissenschaft über Grundlagenwerke zum Thema Sprachpolitik bis hin zu Presseartikeln zum Bereich ,,Politische Korrektheit" in Deutschland und den USA.

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Einleitungssatz
Ziel der vorliegenden Arbeit ist die linguistische Untersuchung eines bisher sprachwissenschaftlich kaum behandelten Phanomens, das Ende der achtziger Jahre zuerst in den Vereinigten Staaten unter der Bezeichnung Political Correctness (oder kurz: PC) auft Lesen Sie die erste Seite
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Pro und Contra, 6. Juni 2006
Von 
Andreas Reich (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Political Correctness. Zwischen Sprachzensur und Minderheitenschutz (Broschiert)
Der Begriff "Politische Korrektheit" bezeichnet eine qualitative Maßgabe im Prozess semantischer Kämpfe, die es primär darauf anlegt, auf die diskriminierenden Handlungen vorausgehende Sprache Einfluss zu nehmen. Die von J. L. Austin begründete Sprechakttheorie stellte die Möglichkeit einer eindeutigen Unterscheidung zwischen Sprache und Handlung radikal in Frage. Die Erkenntnis, dass einer aktiven Diskriminierung immer auch eine ideelle, durch Sprache konstruierte Abwertung vorausgeht, verlagerte den Fokus des wissenschaftlichen Interesses zunehmend auf die Analyse der Diskurse, mit denen Menschen und soziale Gruppen in einer bestimmten Art und Weise charakterisiert werden. Die Option, potentieller Diskriminierung auf sprachlicher Ebene bereits vorbeugend begegnen zu können, birgt andererseits auch immer die Gefahr einer Beschneidung der allgemeinen Meinungsfreiheit. Hoffmann stellt die Pros und Contras der Debatte dar, die es zu beachten gilt, um einen möglichst differenzierten Blick auf diese komplexe Thematik zu bekommen. Die verschiedenen Aspekte verdeutlichen die sich dabei ergebenden Schwierigkeiten, eine möglichst allen Seiten gerecht werdende Lösung zu finden.

Bereits in seiner Magisterarbeit widmete Arne Hoffmann sich einem Thema, das auch den Gegenstand seiner späteren medienkritischen Arbeiten bilden würde. Sie unterscheidet sich von seinen späteren Werken allerdings in einigen Punkten: Zum einen ist sie inhaltlich theoretischer und enthält wesentlich mehr Fachtermini als seine neueren, insgesamt aber um mehr Allgemeinverständlichkeit bemühten Arbeiten. Zum anderen handelt es sich hier um seine positionell sicherlich ausgeglichenste Analyse. Mag dies dem angestrebten universitären Ideal der Balance der Argumente geschuldet sein und würde von ihm in einer aktualisierten Fassung sicher noch anders akzentuiert, bleibt sie in ihrer vorliegenden Form am Ende doch lesenswert, da sie einen sehr differenzierten, dabei ausgewogenen Einblick in die Thematik bietet.
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