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Politeia (Der Staat)
 
 

Politeia (Der Staat) [Kindle Edition]

Plato , Platon , Wilhelm Wiegand , Wilhelm Siegmund Teuffel
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Dass Philosophen oder überhaupt Intellektuelle ein problematisches Verhältnis zum politischen Aktivismus haben, ist im 20. Jahrhundert eindringlich klar geworden. Platon musste schon Jahrtausende zuvor die Erfahrung des Scheiterns als Politiker machen, nämlich beim Versuch, die in seinem großangelegten Dialog Politeia, der Staat, dargestellten staatspolitischen Idealforderungen in die Realität umzusetzen.

Nicht zuletzt wegen dieser Staatsutopie mit ihren ebenso spektakulären revolutionären Forderungen -- man denke an die Abschaffung des Privatbesitzes oder die Gleichstellung von Mann und Frau -- ist Platon von Karl Popper einer vehementen Kritik unterzogen worden: Die Idee, Philosophen mögen über das Staatswesen herrschen, gehört nach Popper zu den Kernstücken, antiliberalen und autoritären Denkens.

Wie immer man sich zu dieser Kritik stellen mag -- gewiss ist sie selbst nur vor dem Hintergrund der Erfahrung des Totalitarismus zu verstehen --, so ist die Politeia auch ein Grundbuch abendländischer Metaphysik. Die im Zentrum des Werkes stehenden drei Gleichnisse: Das Sonnen-, Höhlen- und Liniengleichnis, in denen Platon seine Ideenlehre, Wissenschaftstheorie und Ethik darstellt, gehören nicht nur zu den literarisch eindrucksvollsten Zeugnissen des antiken Denkens, sondern auch zu den Texten, von denen man sagen kann, dass sie den Gang der westlichen Zivilisation mitbestimmt haben. --Jens Kertscher

Pressestimmen

"Die Bände der Reihe Klassiker auslegen dürften zu den standardmäßig verwendeten Hilfsmitteln in der Lehre gehören; sie beweisen nicht zuletzt, daß es in der Philosophie nicht wirklich ohne Klassiker geht [...]." Till Kinzel in: Informationsmittel, November 2011 (http://ifb.bsz-bw.de/bsz338879773rez-1.pdf)

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Von Klaus Grunenberg VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Sich mit Platon auseinanderzusetzen ist eine geziemende Sache für sich.

Platon hat für den Laien geschrieben und somit wäre das Verständlichmachen philosophischer Gedankengänge allein schon ein Hauptgrund für eine Herausgabe des Werkes: "Vom Staat".

Die Sprache Schleiermachers aber holpert etwas. Hier hat man sich wohl dem Vergnügen etwas veralteter Semantik bedient. Das führt dann mitunter zu Erinnerungen an die eigene jugendliche Übersetzungskunst, die teilweise damals zu entzückenden Ergebnissen führte.

Doch nun zum Werk selbst.
Platon, der Schüler Sokrates`s, wollte ja den Auflösungen seinerzeit (der ethischen gesellschaftlichen und politischen Normen!) entgegenwirken und zwar durch das Konzept der "Kunst der Gesprächsführung" (Dialektik).
Dadurch wird sein Werk, weil es in gegenüberliegender Zwiesprache geführt ist, unglaublich lebendig und somit auch entsprechend menschlich.

In diesem Werk Politeia (Der Staat) wird das Gespräch in verschiedene Richtungen gelenkt, in zehn einzelnen Büchern wohlgemerkt.

Es beginnt am Tage des Festes einer Göttin und die Schilderungen des Festes, der Umzüge und dergleichen leitet dann über zu den Gesprächen über den Staat selbst.

Es wird über alles geredet, was den Staat ausmacht, über Gerechtigkeit, über neue Thesen in jeder Beziehung, über das Gute(!), über die Dichtung, über die Wächter des Staates, also die Verantwortlichen, über die Verwirklichung der Gerechtigkeit in einem Staat (also, Probleme, die heute wie damals gelten), über die Philosophie und die Regentschaft, über Bildung und Erkenntnis, über die Veränderungen im Staat (Aristokratie, Oligarchie, Demokratie), über Tyrannen, über alles Mögliche, die Gleichstellung der Geschlechter in jeder Beziehung und über die Kunst.

Und es sind die Tugenden: Einsicht, Tapferkeit, Maßhaltung und Gerechtigkeit, die ein Miteinander der Menschen garantieren sollen.

Platon hat uns mit seiner Politeia also ein großartiges Werk hinterlassen, das sich immer wieder lohnt, gelesen zu werden, gerade heute.

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4 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Lesenswert 29. Juni 2005
Format:Taschenbuch
Zugegeben, es ist nicht ganz einfach so ein Buch zu lesen. Es ist sehr langatmig aber trotzdem finde ich es lesenswert. Je mehr man über Geschichte weiss, desto weniger Fehler macht man in der Zukunft. Dies ist definitiv ein gutes Buch für alle die sich für Staatsformen interessieren
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 (Was ist das?)
&quote;
»Wie sieht's bei dir aus, Sophokles, mit der Liebe? Vermagst du noch einem Weibe beizuwohnen?« Der antwortete: »Nimm deine Zunge in acht, Mensch; bin ich doch herzlich froh, daß ich davon erlöst bin, wie ein Sklave, der von einem tobsüchtigen und wilden Herrn erlöst worden ist!« &quote;
Markiert von 7 Kindle-Nutzern
&quote;
Wenn also jemand sagt, gerecht sei, daß man jedem gebe, was man ihm schuldig sei, und darunter das versteht, daß der gerechte Mann den Feinden Schaden schuldig sei und den Freunden Nutzen, so war der nicht weise, der so gesprochen hat; denn er hat etwas gesagt, was nicht wahr ist, da wir nirgends gefunden haben, daß gerecht sei, irgend jemandem zu schaden. &quote;
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&quote;
Nun, weshalb ich dich fragte, fuhr ich fort, war, weil es mir schien, als ob du auf das Geld keinen besonderen Wert legtest. So machen es gewöhnlich solche, welche es nicht selbst erworben haben; wer es erworben hat, der hat es doppelt so lieb als die anderen. Denn wie die Dichter ihre Gedichte und die Väter ihre Kinder lieb haben, so ist es denen, welche das Geld erworben haben, Ernst mit dem Gelde, als ihrem eigenen Werke, und dann noch überdies wegen seiner Nützlichkeit, wie den andern auch. Daher ist es auch unangenehm, mit ihnen umzugehen, weil sie nichts loben mögen als den Reichtum. &quote;
Markiert von 4 Kindle-Nutzern

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