... aber der Titel des Albums hält nicht, was er vorderhand verspricht. Vielmehr handelt es sich hier um durchaus gewagte Neuinterpretationen von Police-Stücken, die den Originalen bisweilen herzlich wenig ähneln. Das fängt beim Klangerlebnis an (ausgezeichneter, wenn auch ziemlich glattgebügelter und weicher Sound im Gegensatz zum rauhen, druckvollen Klang von The Police) geht weiter zur Interpretation (die Stücke wurden drastisch verlangsamt und verlängert, Arrangements, Melodieführungen und Texte abgeändert und erweitert) bis hin zur Feststellung, dass das Album kein Dub-Album ist: Sehr wohl wurde mit Echo, Hall und diversen Effekten gearbeitet, allein das macht noch lange keinen Dub im klassischen Sinn aus.
Was übrig bleibt ist ein Album mit Stücken, deren Grundgerüste auf Police-Liedern basieren. Alles, was The Police als Musiker ausmacht, fehlt hier. Alles, was Dub als Musikform ausmacht, fehlt hier. Übrig bleibt ein bisweilen meditatives Album, das sich ob seines geschliffenen aber durchaus guten Klanges sehr gut als Hintergrundmusik für verregnete Nachmittage macht. Dub-Enthusiasten und Police-Fans werden allerdings herb enttäuscht sein.