Der Film zeigt einige sehr nette Szenen, etwa in Krakau, als die beiden von dem Verkäufer eingeladen wurden. Auch die Familie, die ihnen (angeblich spontan) ihr Haus gezeigt hat, war sehr sympathisch.
Über Strecken hingegen hatte man das Gefühl, dass die beiden jetzt vor der Kamera mal so unheimlich komisch sein müssen. Etwa, als angeblich ihr Fiat Polski kaputtging, weil wohl der Kühler kochte. Weshalb dann aber Öl nachgekippt wurde, bleibt wohl ihr Geheimnis.
Nicht gefallen hat mir, dass hier ein Polen gezeigt wird, wie Deutschland es gerne sehen möchte. Also: wirtschaftlich geht es super voran, die jungen Leute machen Karriere, und die Konservativen rund um "Radio Marija" sind per definitionem schlecht.
Diejenigen, die im Zuge der gnadenlosen Umwandlungen auf der Strecke geblieben sind, werden ohne weitere Kommentare als "Dorfsäufer" oder trottelige Fahrradfahrer abgetan. Das ist dieses neoliberale "Polen-kann-den EURO-ja-kaum-noch-erwarten"-Bild, welches aber nur eine Seite zeigt.
Das Polen, wie ich es erlebe, ist wesentlich vielschichtiger.
Dass Krömer einen Benzinkanister in die Oder wirft, fand ich völlig daneben.