Ich kannte Sheila Kelley zwar bisher als Schauspielerin, wusste aber nicht, dass sie so genial tanzen kann. Ich finde, dass sie hier ein klasse Buch zu einer der schönsten Nebensachen der Welt herausgebracht hat! Für mich der klare Favorit für blutige Anfängerinnen aber auch für passionierte (Erotik-)Tänzerinnen, die sich mit dem Gedanken tragen, ihren Süßen mal ganz besonders zu überraschen.
Schon rein optisch ist dieses Buch einfach gut gemacht. Es bietet super viele Bilder auf gutem Papier, in einem netten Format, und es ist durch seine lässige Art leicht zu handhaben. Man muss es nicht von A-Z durchlesen, sondern kann sich einfach inspirieren lassen und ganz nach Lust und Laune herumschmökern oder sich anregende Anregungen holen ;-).
Ich möchte besonders herausheben, dass Kelley eben nicht nur ein reines Lernprogramm für angehende Pole- und Striptänzerinnen vorstellt, sondern eine kleine Philosophie des erotischen Tanzes mitliefert, in der Frau sich selbst über Ziele und Wünsche in Richtung Persönlichkeitsentfaltung klar werden kann.
Vielleicht kennt Ihr auch das Problem: Man bzw. Frau überlegt sich immer wieder, sich im Schlafzimmer auch mal so erotisch zu bewegen wie Demi Moore in Striptease. Aber wie soll man sich würdevoll entkleiden, ohne dass es lächerlich wirkt und wird?
Ich finde, Kelley nimmt einem diese Angst und macht Mut, endlich einen neuen Schritt zu gehen. Mit diesem Buch kann man wirklich neue Seiten an sich entdecken. Scham oder Scheu vor der eigenen Nacktheit und dem Spiel mit dem eigenen Körper verfliegen durch eine klare und einfühlsame Art der Einführung in den Strip-Tanz. Hier wird sehr eindrucksvoll gezeigt, dass ein gekonnter Strip eben mit roher Pornographie nichts zu tun hat, sondern eine hocherotische Körperkunst ist, die mit unglaublichem Spaß am eigenen Körper und seiner Wirkung auf andere spielt.
Das Übungsprogramm und die extreme Vielfalt der verschiedensten Stellungen und Bewegungsfolgen, die hier dargestellt werden, sind fast grenzenlos! Aus ihnen lassen sich ganze Strip-Marathons variieren, die auch für professionelle Tänzerinnen mehr als geeignet sind. Die Vorschläge für die passende Musik zu den jeweiligen Dances zeigen, dass sich die Autorin nicht nur abstrakte Gedanken gemacht hat, sondern selbst regelmäßig an die Stange geht und ihren Körper sprechen lässt.
Ich gebe diesem Buch deshalb satte 5 Punkte, weil ich keine Kritik finden kann. Ich kann nur sagen: Mädels ran an dieses Buch, dann ran an die Stange - vielleicht wollt ihr einfach Euch selbst bereichern, vielleicht aber auch bei Eurem Adonis um die Stange tanzen ;-). Ich habe schon die besten Erfahrungen gemacht ... und aus anfänglichem Lachen meines Zuckermannes ist ganz bald ein ziemlich lüsternes Lächeln geworden ;-) ...