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Schönes und vor allem sehr abwechslungsreiches Album.
Schnelle Rhythmen wechseln mit balladesken, um dann wieder von Breakbeats abgelöst zu werden.
Orchestrale Klänge wechseln mit Keyboards und Gitarren und das alles im Dialog mit einer sehr hellen, klaren aber angenehmen Stimme. Bei zwei drei Stücken nehmen die Jungs richtig Fahrt auf und der Gesang jagt die Keyboards und Streicher oder auch mal umgekehrt.
Anspieltipps auf jeden Fall das sehr kraftvolle "Crystral Lake" und das fast epische "Stellaris", beide herrlich arrangiert, tolle Harmonien und unglaublich mitreißend.
Später, wenn alles gar so schön harmoniert und etwas mehr Ruhe einkehrt, ist auch Zeit für ein kurzes Instrumentalstück - "After All, He Was Sad".
Heutzutage könnte so etwas alles in Personalunion von einem Musiker aus zwei Rechnern gestrickt sein, aber die Jungs bringen das alles komplett instrumentiert.
Das alles schreit nach Live - und das können die Jungs auch noch.
Die Musik geht schnell ins Ohr, begeistert aber mehr als zwei mal Anhören.
Die Stücke leben und wachsen, teilweise schon fast bis ins Ekstatische. Daher verlangt diese Scheibe nach aktivem (Durch-) Hören. Läuft die Musik nebenher, so kann ein anschwellender Geräuschpegel zum Ende eines Liedes hin schon mal kurzfristig seltsam anmuten!
Einen Kritikpunkt gibt es, wenn ich es auch nicht übers Herz bringe, dafür abzuwerten. Der Klang ist mäßig. Recht flach, undynamisch und in den Höhen fast verwaschen. Dafür ist die Musik so authentisch und lebendig, dass man es nach zwei Takten (fast) nicht mehr bemerkt.
Zum Abschluss noch eine kleine Anekdote - sorry Jungs!
Habe die CD im Geschäft entdeckt, weil mir das Cover gefiel, das auch in Details wirklich äußerst liebevoll gestaltet ist (Pappe/ digi pack). Die Hörprobe überzeugte. Zur Gruppe war mir also sonst nichts bekannt. Habe mich nur etwas gewundert, dass die Sängerin" nirgends abgebildet war. Als ich dann einige Tage später das Video und den Sänger" hier sah, staunte ich nicht schlecht.
Meine Freundin wollte es übrigens auch nicht glauben, bis sie das Video sah...
Also nichts für ungut, aber das ist die femininste Gesangsstimme, die ich je aus dem Munde eines Mannes gehört habe. (Jimmy Sommerville oder die Bee Gees mal außen vor, denn die klingen ja auch nicht wirklich weiblich.)
Der Kunst tut das natürlich keinerlei Abbruch (siehe auch ganz oben zur Stimme)!