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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine Reise in die Hölle des weißen Gottes,
Von Thorsten Wiedau (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen (HALL OF FAME REZENSENT) (TOP 50 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Der Polarforscher (Audio CD)
T. C. Boyles neuer Roman DER POLARFORSCHER hat mich wieder einmal schwer begeistert - die 55 Minuten Laufzeit sind schnell vorbei und man wird hinein geworfen in eine Welt des Schmerzes, der Schneeblindheit und des Aufeinandertreffens der Zivilisationen. Wer mag gewinnen, der Inuit oder der weiße Mann? Eine Reise ohne Wiederkehr, denn nach dem Verlust des Schiffes müssen die Männer 1.200 Kilometer zu Fuß zurück legen und das in der Polarregion. Wieder einmal begeistert uns T. C. Boyle mit einer atmosphärisch dichten Geschichte welche an den Grundfesten der menschlichen Existenz und ihrer Berechtigung rüttelt.Am Anfang klingt alles ganz harmlos, doch die Reise der Endeavor endet im Chaos und das Schiff wird durch das Packeis zerstört. Eine Reise mit hungrigen Hunden, eine Reise mit Erfrierungen, eine Reise mit Skorbut und zu wenigen Nahrungsmitteln und eine Reise auf der ein Mannschaftsmitglied von den Huskies gefressen wird. Die Stimmen von Matthias Matschke, David Nathan, Hans-Peter Hallwachs und Oliver Stritzel wie auch anderen nicht genannten haben dem Hörbuch eine bedrückende, doch ehrliche Stimmung verliehen. H. P. Lovecraft hätte mit dieser Geschichte bestimmt auch viel Freude gehabt und darum ein düsteres Geheimnis gesponnen. T. C. Boyles Geschichte DER POLARFORSCHER kratzt an unseren Nerven, es vertont die unerbittliche Stille und zeigt uns die kalte Schulter, die Härte der natur und den Tod von Mensch und Tier ganz ungeschminkt. Atemberaubend und verstörend - eine Reise ins Herz des weißen Gottes. Sehr empfehlenswert! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3.0 von 5 Sternen
Franklins Polarexpedition mit der 'HMS Terror'?,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Polarforscher (Audio CD)
Die kurze Erzählung ist in etwa eine Zusammenfassung der Nordpolarexedition des britischen Kommandeurs John Franklin in den 1840'ern, die mysteriös verlief und katastrophal ausging. Einiges ist variiert, die Namen abgeändert und alles in das Format einer Hörspielfassung von knapp einer Stunde Dauer - also bequem etwa für die Fahrt zur Arbeit - gepresst. Die Geschichte ist durchaus spannend, und der Autor T.C.Boyle hat beileibe seiner Meisterschaft bei historischen Romanen und abwegigen Handlungen bewiesen ("Wassermusik"). Man wird trotz der Kürze schnell in die Spannung und den fremdartigen, exotischen Handlungsstrang unter Eskimos hineingezogen; ich bin mir nicht sicher, ob das so ist, weil mir die historischen Begebenheiten bereits bekannt waren und ich auch die ganze Geschichte in der ausführlichen, mitreissenden Romanfassung von Dan Brown ("Terror") gelesen hatte? Darauf sei dann doch ausdrücklich verwiesen. Auch im Internet kann man einiges über die ungewöhnliche Expedition der HMS TERROR erfahren - die Wirklichkeit schreibt die besten Geschichten!Insgesamt gut strukturiert, treffsicher und spannend erzählt und dabei doch leicht verdaulich. Die Hörspielfassung ist sehr gut gelesen und instrumentiert. Alles in allem aber einfach kein mitreissendes Meisterwerk - das trifft doch eher auf "Terror" von Dan Brown, basierend auf der gleichen historischen Begebenheit, zu. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Hybris der Technikgläubigen (Hörbuch-Rezension),
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Polarforscher (Audio CD)
Eine Expedition verlässt New York, um mit dem Segelschiff nach der Nordwest-Passage zu suchen, dem Seeweg um die Nordküste Amerikas herum vom Atlantik in den Pazifik. Das Kommando führt Kapitän Frank, ein aalglater Karrierist, unerschütterlich in seinem Vertrauen auf seine Fähigkeiten und die technischen Möglichkeiten seiner Zeit, der davon überzeugt ist, die zu befürchtende Langeweile seiner Mannschaft während der bevorstehenden Polarnacht mit Papphüten bekämpfen zu können.Doch die allmächtige Natur verzeiht nichts und schon nach wenigen Wochen ist das Schiff rettungslos von Eis eingeschlossen und die Forscher zum Überwintern an Land gezwungen. Schnell gehen die Vorräte zu Neige und nur das gelegentliche Handeln mit einem Eingeborenen, dessen vermeintlich primitive Lebensform eigentlich von den aus der Zivilisation kommenden Forschern studiert werden sollte, verhindert eine frühe Katastrophe. Die Hörspielbearbeitung überzeugt durch treffsichere Sprecherauswahl, wogegen die dramaturgische Hintergrundbeschallung mitunter des Guten zu viel ist. Ein gut gemachtes Hörspiel, das die tradierten Begriffe von Zivilisation, menschlicher Größe und Großmut vor dem Hintergrund einer Extremsituation ebenso gekonnt relativiert wie den Glauben an die Bezwingbarkeit der Natur durch technische Errungenschaften des modernen Menschen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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