Nach jahrelanger Nutzung einer alten Sigma-Pulsuhr (der Brustgurt hatte den Geist aufgegeben) habe ich mir vor 14 Monaten die F4 gekauft. Polar hat einen guten Ruf, also dachte ich, ich könnte nichts falsch machen.
Die erste Enttäuschung kam dann beim ersten Joggen beim Überqueren einer Strasse. Ich musste etwas warten und wollte in alter Gewohnheit die Zeitmessung anhalten. Aber Pustekuchen, es gibt keine Pausefunktion. Ein Druck auf Stop und die Uhr beendet die Trainingseinheit und die gemessenen Werte laufen übers Display.
Ich hatte extra den Verkäufer nach der Stoppuhr-Funktion gefragt. Auf die völlig abstruse Idee, dass so eine simple und selbstverständliche Funktion nicht implementiert sein könnte, wäre ich nie gekommen.
Meine subjektive Bewertung der Funktionen: 1 Stern. 0 wäre eigentlich angebrachter.
Glücklicherweise arbeitete die gute alte Sigma-Uhr mit dem Polar-Gurt ganz wunderbar, also habe ich die F4 in der untersten Schublade versenkt und mich über die Vergeudung guten Geldes leise geärgert.
Nach ca. 25 Stunden Joggen war dann Schluss mit der guten Zusammenarbeit von Sigma und Polar, die angezeigten Pulswerte schwankten zwischen 0 und 56, das ganze in ziemlich zufälligen Sprüngen. Auch der Umstieg auf die F4 brachte nichts. Natürlich hatte ich immer den Brustgurt nach dem Training sorgfältig und vorsichtig gereinigt und vor dem Training gut angefeuchet. Die Batterie war noch gut, trotzdem habe ich es mit einer neuen versucht, was aber auch nicht dazu geführt hat, dass irgendwelche halbwegs sinnvollen Pulswerte angekommen sind.
Meine subjektive Bewertung für Zuverlässigkeit und die Erbringung der Funktion, für die man so ein Teil kauft: 1 Stern.
Meine Hochachtung vor dem Verantwortlichen bei Polar, so ein nutz-, sinn- und funktionloses Teil zu einem doch saftigen Preis auf den Markt zu bringen. So viel Chuzpe verdient dann doch wieder einen Stern.
Man könnte wearlink oder Uhr natürlich zum Service einschicken, ich habe aber beschlossen, keinen einzigen Cent und keine Sekunde Aufwand mehr in diesen meinen größten Fehlkauf eines "Markenprodukts" mehr zu investieren.