Der Film ist nicht geeignet, einen beschaulichen Abend zu gestalten und hinterher ruhig zu schlafen. Es besteht sogar die reelle Gefahr, dass man nach dem Abschalten des DVD players nicht mehr so weiterleben kann wie bisher. Dieser Film behandelt die Verwendung von radioaktivem Uran als Munition durch das Pentagon. Er wurde im Rahmen des Depleted Uranium Education Project vom New Yorker International Action Center in Zusammenarbeit mit Peoples Video Network produziert. Im Mittelpunkt steht der 2003 begonnene Irakkrieg, in dessen Verlauf mindestens 2200 Tonnen abgereichertes Uran abgeschossen wurden - dasselbe Material, welches in Westeuropa in den hochgesicherten Castor-Zügen zur unterirdischen Endlagerung transportiert wird. Interviews mit betroffenen US-amerikanischen Soldaten, Nuklearphysikern und anderen Experten sowie Hintergrundinformationen zur geschichtlichen Entwicklung erlauben dem Zuschauer, sich selbst ein Bild zu machen.
Man merkt dem Film an, dass die Produzenten sich bestens mit der Materie auskennen, und trotzdem kommt keine unterkühlte Beobachterperspektive angesichts der zerstörten Menschenschicksale auf. Im Gegenteil, die Transformation von Information in Empörung ist eine zentrale Metapher des Films. Dass viele der Redner auf live-Veranstaltungen mitgeschnitten wurden, erhöht die Emotionalität.
Ramsey Clark, einer der Gründer des International Action Center, war in seiner Eigenschaft als Attorney General der Lyndon B. Johnson Administration maßgeblich an der Ausarbeitung des Atomwaffensperrvertrages beteiligt.