Teitur Lassen von den Färöer-Inseln (lebt z. Zt. in Dänemark) hat mit seinem Debut 'Poetry & Aeroplanes' (11 Titel, knapp 40 Minuten Spielzeit) ein sehr schönes Folk-Pop-Album vorgelegt. Der Gesang von Teitur bewegt sich dabei ungefähr zwischen Sting, Bright Eyes, Coldplay und Paul Simon und ist angenehm und schön - auch Vergleiche mit John Mayer (mit dem Teitur auch schon als Support Act gespielt hat) oder David Gray sind nicht unangebracht.
Die musikalische Begleitung ist mit akustischer Gitarre, Piano und Streicher erwartungsgemäß eher zurückhaltend und dem Gesamtwerk sehr gelungen angepasst. Produziert und auch musikalisch unterstützt von Rupert Hine (u.a. schon für Suzanne Vega, Howard Jones, Tina Turner aktiv) sind sehr nachdenkliche und hoch melodische Songs entstanden, wobei die Titel 'Sleeping With The Lights On', 'You're The Ocean' und 'Rough Around The Edges' absolut herausragend sind und mit Wärme, Intimität und Natürlichkeit verzaubern. Dieses hohe Niveau wird allerdings nicht durchgängig beibehalten; einige Songs sind einfach 'nur' nett und plätschern doch etwas dahin. Insgesamt aber ein durchaus empfehlenswertes Debut-Album eines viel versprechendes Künstlers und sichere 4 Sterne wert.