"Poetica" ist ein sehr gelungenes Werk eines ganz großen Komponisten und einer besonderen Sängerin. Mikis Theodorakis, der in seiner Musik stets viel gelebte Leidenschaft offenbart, vertraut der Stimme von Maria Farantouri zu Recht. Diese Sängerin ist in der Lage, jede Nuance gewollter Absichten des Komponisten zu erspüren und stimmlich umzusetzen. Auch ohne Verstehen der anderen Sprache vermag "Poetica" durch beinhaltete klassische wie auch griechisch-traditionelle Stilelemente, außerdem besonders eigene des Komponisten, die seine persönliche "Handschrift" darstellen, jede bekannte Emotion rund um den Globus zu tragen. Spürbar der Gedanke, dass musikalische Ausdrucksformen in der Lage sind, nicht nur zu unterhalten, indem sie über Grenzen fliegen und mit willkommen fremder Kultur auf Neugierige treffen, sondern sie vermögen auch Hinwendung und Aufmerksamkeit aus sich heraus zu vermitteln als Botschaft des "Absenders" (Urheber) an die Aufmerksamen. Ich liebe die Musik von Mikis Theodorakis und kann sie nur mit lyrischen Worten begleiten, bin leider nicht sehr musikalisch. Doch besonders seine Musik gibt mir oft emotionale Anregungen zum Schreiben. Außerdem verdient das Gesamtwerk dieses Komponisten größte Anerkennung. Es ist eine eigene, gelebte Kultur. Es wäre gut, bliebe davon für alle Zeit recht viel unvergessen wie auch die Lieder seiner "Poetica".