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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
24 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Connelly wie man ihn kennt ...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Poet (Taschenbuch)
„The Poet" ist ein typischer Connelly-Thriller: Nichts ist so wie es auf den ersten (und zweiten Blick) wirkt. Genau darin liegt allerdings auch die Schwäche seiner Bücher: Wenn man schon den einen oder anderen Connelly-Roman gelesen hat, kommen die eigentlich raffiniert aufgebauten Wendungen nicht mehr wirklich überraschend.Zur Story: Das Buch ist stilistisch interessant aufgebaut: Der Hauptteil des Romans ist aus der Ich-Perspektive des Jake McEvoy erzählt. Konsequenterweise erlebt der Leser die Entwicklungen auch aus seiner subjektiven Sichtweise. Eingewoben ist die übergeordnete Erzählperspektive mit Blick auf den Mörder, die beobachtend angeordnet ist. Zwar ist der Leser hierdurch dem Ich-Erzähler immer einen Schritt voraus, dennoch begleitet er diesen auf seinen Irrungen, kommt zu den selben (Fehl)einschätzungen. Die letzte Wendungen des Buches kommt dann für den Leser und den Ich-Erzähler völlig unvorbereitet und wird leider im Abspann auch nicht mehr im Detail aufgelöst. Diese fehlende Auflösung resultiert konsequenterweise aus der Erzählstrategie. Während ich die ersten 400 Seiten des Buches verschlungen habe, war ich vom Ende zunächst enttäuscht. Mit etwas Abstand bleibt festzustellen, dass das Buch sich zumindest in Teilen von Durchschnitts-Thrillern abhebt. Daher von mir drei Sterne. Interessant ist „The Poet" sicherlich für Leser, die mit Connelly noch nicht vertraut sind und unvorbelastet an das Buch herangehen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Serienkiller-Thriller mit überraschendem Ausgang,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Poet (Taschenbuch)
John McEvoy, seines Zeichens Gerichtsreporter für die "Rocky Mountain News" in Denver, Colorado, ist hart im Nehmen. Als er die Nachricht erhält, sein Bruder Sean habe Selbstmord begangen, zieht es dem taffen Zeitungsmann trotzdem erstmal den Boden unter den Füßen weg.Ist es wirklich so, wie McEvoys Polizei-Kollegen aus der Abteilung "Crimes against Persons" vermuten - dass Sean die Belastungen nicht mehr ertragen hat, die sein Job mit sich brachte? Ist Sean wirklich darüber verzweifelt, dass er einem Kindermörder, dem er auf der Spur war, nicht das Handwerk legen konnte? Zwillingsbruder John hat da so seine Zweifel. Vor allem eines macht ihn stutzig: Der Zettel mit der kryptischen Abschiedsbotschaft, den Sean an der Windschutzscheibe hinterlassen hat: "Out of space, out of time". John beginnt zu recherchieren, und dabei findet er zweierlei heraus: Die Zeile auf dem Zettel an Seans Wagen stammt aus einem Gedicht von Edgar Allan Poe - und offensichtlich ist Sean nicht der einzige Ermittler, den man erschossen aufgefunden hat und dessen letzte Notiz eine Zeile aus einem Poe-Gedicht war. Landauf, landab finden sich ähnliche Fälle, und bald hat John allen Grund zu vermuten, dass die scheinbaren Selbstmorde in Wirklichkeit perfide Mordfälle sind. Dann schaltet sich das FBI ein, und plötzlich heißt es für John nicht nur, den Mörder seines Bruders zu finden, sondern außerdem darauf zu achten, dass seine Story, die er für die "Rocky Mountain News" daraus machen will, auch wirklich seine Story bleibt. Und dass aus der Zusammenarbeit mit FBI-Agentin Rachel bald mehr als nur eine rein berufliche Kooperation wird, macht die Dinge auch nicht unbedingt einfacher ... "The Poet" ist der womöglich spannendste Serienkiller-Thriller, den ich gelesen habe, seitdem mir Thomas Harris' "Das Schweigen der Lämmer" in die Finger gefallen ist. Michael Connelly versteht es, seine Leserschaft von der ersten Seite an zu fesseln, und sein Roman bleibt bis zur letzten Seite spannend. Das Figurenpersonal ist glaubwürdig und sehr lebendig beschrieben, für Abwechslung sorgt außerdem der Wechsel der Erzählperspektive zwischen Reporter John McEvoy und einem allwissenden Erzähler, in dessen Fokus Johns Widersacher, der Pädophile William Gladden steht. Die äußere Handlung des Romans ist spannend und gut beschrieben, die innere ist es, und das ist erfreulich, aber nicht minder. Die Personen im Roman und ihre Beziehungen zueinander sind glaubwürdig und realistisch. Auf den letzten 100 Seiten dreht Connelly dann nochmal richtig an der Spannungsschraube und überrascht seine Leserschaft mit ein paar unvorhersehbaren, aber nicht unglaubwürdigen Wendungen. Fazit: Eine spannende Lektüre. Offensichtlich gibt es auch eine Fortsetzung von "The Poet". Die trägt den Titel "The Narrows", und in ihr stößt FBI-Agentin Rachel Walling offenbar auf eine Figur, die im Gros der Romane Connellys eine tragende Rolle spielt - weshalb ich mir vielleicht vorher noch mindestens einen der "Harry Bosch"-Romane zulegen sollte. R e s ü m e e Ein Thriller für Leserinnen und Leser, denen die makaberen Serienkiller-Geschichten von Thomas Harris und Patricia Cornwell gefallen haben. Die Figuren sind glaubwürdig beschrieben, die Handlung fesselt, die Sprache ist einfach. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Leider nur Durchschnitt,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Poet. (Taschenbuch)
Der Poet ist leider nicht Connellys bester Wurf. Das Buch erinnert zu sehr an die „großen" Serienkillerstories der letzten Jahre. Connelly hat einen mäßig spannenden Krimi abgeliefert, der sich bei der Beliebtheit von Hannibal und Co. sicher sehr gut verkaufen läßt. Handwerklich gut ausgearbeitet kann das Buch jedoch qualitativ nicht an die Harry Bosch Romane heranreichen.
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