"Ich setzte den Fuß in die Luft und sie trug" (Hilde Domin)
Gedichte haben die Macht zu beflügeln, verfügen über die Magie der Begeisterung und die Stärke der Wahrheit. POEM ist ein Film, der diese Kraft aufgreift und erlebbar macht.
Ein raffiniertes Spiel mit Worten und Träumen, unerfüllten Sehnsüchten und Symbolismen. Regisseur Ralf Schmerberg setzt deutschsprachige Lyrik in flirrende und verführerische Bilder um, und gibt damit den Texten von folgenden Autoren ein Gesicht: Hermann Hesse, Claire Goll, Ernst Jandl, Johann Wolfgang von Goethe, Ingeborg Bachmann, Antonia Keinz, Selma Meerbaum-Eisinger, Heiner Müller, Mascha Kaleko, Kurt Tucholsky, Erich Kästner, Hans Arp, Else Lasker-Schüler, Georg Takl, Heinrich Heine, Paul Celan, Rainer Maria Rilke, Isabel Tuengerthal, Friedrich Schiller;
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Lyrikliebhaber oder gestresster Schüler, der sich grad damit beschäftigen muss... Völlig egal, der eine kann genießen und dem anderen wird auf visuelle Art und Weise beigebracht, wie schön diese Form der Worte eigentlich ist und wie viel dahinter steckt und wie einfach das doch zu erkennen ist.
Ich hatte das Glück Ralf Schmerberg kurz kennen zu lernen. Als Filmer muss ich eigentlich meinen Beruf aufgeben, wenn ich sehe was dieser Mann schafft. Egal ob es ein Werbespot für einen Baumarkt, oder eben "Poem" ist. Immer ist es persönlich, immer ist es Champions League. Unbedingt kaufen. Und seine Webseite anschauen.
Der Film stellt den untauglichen Versuch dar, Lyrik in Bilder zu übersetzen. Da aber kaum rationale Zusammenhänge zwischen den Gedichten, die miserabel vorgetragen werden, und den gezeigten Filmsequenzen existieren, sondern sich das Ganze auf einer Art psychodelischer Ebene bewegt, ist das gesamt Unternehmen in meinen Augen gescheitert.