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Pnin
 
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Pnin [Taschenbuch]

Vladimir Nabokov , Dieter E. Zimmer
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 299 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 8 (1. April 1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499225441
  • ISBN-13: 978-3499225444
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 11,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 6.676 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Vladimir V. Nabokov
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Produktbeschreibungen

Audiobook-Rezensionen

„Lolita“, der Skandalroman, ist bekannter als „Pnin“, wenngleich Nabokov zumindest teilweise zeitgleich die beiden Romane schrieb. Der Roman um den tragikomischen Exilrussen scheint nur auf den ersten Blick leicht und oberflächlich. Bei näherem Hinhören tun sich menschliche Abgründe auf.

Tomofey Pnin lehrt am Waindell College russische Literatur. Obwohl amerikanischer Staatsbürger, kann er sich doch in den wenigsten Fällen nicht mit dem American Way of Life arrangieren und bleibt immer ein Fremder. Deutlichster Ausdruck davon ist sein noch immer unglaublich schlechtes Englisch. Protegiert wird Pnin von Herman Hagen, dem Leiter der Germanistik-Abteilung. Ansonsten wird er belächelt, verspottet oder sogar gemieden. Die Ironie des Schicksals will, dass er gerade, als er sich endlich niederlassen möchte, ein eigenes Haus kaufen will, Opfer des McCarthyism wird!

Ein allwissender Erzähler erzählt in der Ich-Form: Momentaufnahmen aus Pnins Leben, Anekdoten, Situationen, in denen er vergeblich versucht, mit den Wirren des Alltags fertig zu werden, reihen sich aneinander. Rückblenden, sprachliche Slapstick-Einlagen und gesellschaftspolitische Überlegungen wechseln einander dabei ab. Die Sprache trifft genau die Banalitäten und Tücken des Alltags; die Beobachtung ist geradezu detailversessen.

Genauso wie Pnin lehrte Vladimir Nabokov selbst von 1948 bis 1959 an einer amerikanischen Provinzuniversität. Er wurde 1899 in St. Petersburg als Sohn einer russischen Aristokratenfamilie geboren. Nach der Oktoberrevolution lebte er mit seiner Familie in England, wo er in Cambridge studierte, in Deutschland und dann in Paris. 1940 floh er in die USA. 1961 kehrte er wieder nach Europa zurück und lebte bis zu seinem Tod 1977 im schweizerischen Lausanne.

Ulrich Matthes hält die ganze Lesung hindurch die adäquate Stimmlage: Er liest die teilweise sehr langen Sätze mit ihrer Fracht an Beobachtung in einem hohen Ton bis zu ihrer Auflösung. Brillant auch der mühelose Wechsel in den russischen Dialekt. Man kann sich an diesen Sprachkosmos immer wieder aufs Neue anhören. Egal, welche CD man wählt, man findet hinein. Vollständige Lesung, Spieldauer: ca. 423 Minuten, 6 CD.

-- culture.text -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Perlentaucher.de


Buchnotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.08.2002
"Schiere Betörung" hat Rezensent Jochen Hieber erlebt, der hingerissen lauter Höchstwertungen vergibt. An Regisseur Ralph Schäfer ("kein Satz verstümmelt, kein Kapitel gestrichen"), an Übersetzer Dieter E. Zimmer ("immer wieder zu Recht gerühmt") und besonders an Vorleser Ulrich Matthes. Der Schauspieler lese "erlesen, ohne je zeremoniell gar feierlich zu werden", "langsam, ohne je behäbig zu wirken". Dadurch gewinnen Nabokovs Sätze für Hieber Luftigkeit und Musikalität. Jeder Figur gebe Matthes zudem einen eigenen Ton. Besonders virtuos ist das nach Ansicht des Rezensenten bei der Titelfigur Pnin gelungen, den die Oktoberrevolution aus St. Petersburg in "die Odysseen des Exils" gejagt habt. Nabokov lasse ihn "gebrochen amerikanisch, Dieter E. Zimmer in der Übersetzung ein fabelhaft gebrochenes Deutsch" sprechen. Mirakulös setze Matthes diese Sprachpartitur in Sprachklang um, "ohne sich auch nur einen Augenblick lang ins Satirische, Karikierende oder Klischeehafte" zu verlieren.

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Professor Pnin geht einem nicht mehr aus dem Kopf, hat man diesen schrulligen Kerl erst einmal liebgewonnen. Pnin, der auch Züge seines Autors (wie den russischen Akzent, den Beruf und die Herkunft)in sich trägt, entstammt einer fernen Welt, einem längst vergangenen Jahrhundert.
Doch so komisch er dem Leser erscheint, so tragisch ist diese Figur: Er führt das Dasein eines völlig vereinsamten Emigranten, der von seinen Mitmenschen nicht erstgenommem wird. Es bleibt ihm einzig das Leid (und die Literatur natürlich). Am Ende will Pnin, der sein Leben als Untermieter, Bewohner von Studentenheimen und exzessiver Bibliotheksbenutzer verbracht hat, doch noch einmal seßhaft werden, was mißlingt; Pnin flüchtet, da er nicht mit dem geheimnisvollen Ich-Erzähler zusammenarbeiten will.
Der Roman schildert sein Leben in Episoden. Vieles scheint willkürlich, doch die 7 Kapitel sind bewußt miteinander verwoben. Die Erzählhaltung verwirrt außerdem. Sind wir dem großen Nabokov am Ende in die Falle der Fiktion gegangen? Was bedeuten die immer wieder auftauchenden Grauhörnchen?
Man möge diesen Roman, der fast zeitgleich mit "Lolita" entstanden ist, unbedingt lesen. Es lohnt sich, versprochen!
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Nabokov gelingt in diesem Roman, der sieben Szenen aus dem Leben von Professor Pnin, einem russischen Emigranten an einer amerikanischen Universität, schildert, das Kunststück, seinen Helden mitsamt seinen Macken und Unzulänglichkeiten zu schildern, ohne ihn der Lächerlichkeit preiszugeben. Nur ungern trennen sich Leser und Erzähler am Ende des Romans von seinem Helden, um ihn seinem ungewissen Schicksal zu überlassen.
Hervorzuheben an dieser Ausgabe sind die sehr sorgfältig recherchierten und ausführlichen Kommentare, die wichtige Hinweise zum Aufbau des Romans und auf die zahlreichen Anspielungen von Nabokov auf eigene und fremde Werke enthalten.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
„Pnin" ist Lesevergnügen, und zwar nicht nur für Russisch-Studenten... Erzählt wird die Geschichte eines Charaktermenschen. Pnin, ein älterer russischer Gelehrter, aufrichtig und konsequent bis zum Umfallen, klug und einfühlsam und dennoch ziemlich lebensunfähig. Dozent an einer amerikanischen Universität und dennoch völlig ungeübt in der englischen Sprache (Nabokov, der sehr schnell Englisch lernte und Romane in dieser Sprache schrieb, läßt seine Erfahrungen mit einfließen) - ein Kauz, will man meinen. Und doch ist Pnin ein Ritter, ein „Guter" - und seine Erfahrungen mit seiner weggelaufenen Frau rufen Mitleid hervor - wenn auch mit einem leisen Lächeln. Wie „Nabokov" sich Pnin vorstellte: „Ein sehr netter Mensch ist er nicht, aber lustig. [...] Ein Mensch von großem moralischen Mut, ein reiner Mensch, ein Gelehrter und ein unbeirrbarer Freund. [...] Der Entwurf [eines Schutzumschlages für das Buch] sieht aus wie ein unterbezahlter Lektor der Anglistik, während er tatsächlich wie ein kahlgeschorener russischer Mushik aussehen sollte..."

Großartig geschrieben, reicht „Pnin" durchaus an Nabokovs diverse minderjährige weibliche Romanfiguren heran... (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

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Veröffentlicht am 15. September 2009 von E. Elia
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Veröffentlicht am 29. März 2007 von ludwigwitzani
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leider wie ein langgezogener kaugummi
ich habe nur die erste von sechs CDs geschafft und keine Macht der welt bringt mich dazu, mich noch durch die restlichen fünf zu quälen. Lesen Sie weiter...
Am 12. Dezember 2004 veröffentlicht
Bestens
Ein hervorragender Roman, hervorragend übersetzt und hervorragend gelesen. Ulrich Matthes vermeidet bei der Charakterisierung Pnins jede Nähe zu Karikatur, was bei dem... Lesen Sie weiter...
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Unbedingt lesenswert!!
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Am 1. Juni 2001 veröffentlicht
So gelehrsam!
Bei Büchern von Nabokov kann ich mich nie dem Eindruck erwehren, einem Intelligenztest unterzogen zu werden. Lesen Sie weiter...
Am 15. Dezember 1999 veröffentlicht
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