37 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Erwartungen zu hoch, Ergebnis ok, 11. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Plustek Optifilm 7600I SE Filmscanner (Elektronik)
Lange habe ich mir überlegt eine Rezension zu schreiben, mache dies jetzt um meine Erfahrungen mit dem Plustek OpticFilm 7600i und der Silverfast Software weiterzugeben. Vielleicht hilft es dem einen oder anderen in der Entscheidungsfindung weiter.
Leider gibt es im Bereich Dia-Scannen wenige bis gar keine wirklich nutzbaren Benutzererfahrungsberichte. Der eine ist mit einem 30 Euro Aldi Scanner mehr als zufrieden, der andere hat selbst an einem 500 oder 1000 Euro teuren Scanner noch was auszusetzen. Die Kombination Plustek/Silverfast ist nach intensiver Internet Recherche in meine engere Wahl gekommen. Also bestellt und wie bei Amazon üblich schon nach 2 Tagen bekommen.
Der nächste positive Punkt war die Kommunikation mit Silverfast; zeitnah Antworten auf meine Mails bekommen und das Update auf die aktuelle SilverFast Version 8 verlief schnell und problemlos. Die Installation unter Win7/64bit war ebenfalls schnell gemacht. Das Programm läuft seitdem ohne Probleme.
Die Bedienung des Programms ist etwas gewöhnungsbedürftig, z.B. erscheinen manche Menüpunkte nur durch längeres Betätigen der linken Maustaste.
Die erste Enttäuschung war nach intensiven Tests die Qualität der Dia-Scans (Aufnahmen mit einer Nikon F3, älter als 20 Jahre). Egal mit welchen Auflösungen und Einstellungen ich gearbeitet habe, das Ergebnis war nicht sonderlich befriedigen, weil nämlich immer etwas unscharf. Natürlich habe ich auf bestimmt bekannten Seiten gelesen, dass der Plustek etwas unscharfe Scans liefert, aber darauf war ich nicht gefasst.
Nach vielen weiteren Tests denke ich, meine Erwartungen waren einfach zu hoch. Nachdem ich den alten (30 Jahre) Projektor reaktiviert hatte und die eingescannten Bilder mit den projizierten Bildern verglichen hatte, konnte ich kaum einen Unterschied feststellen. Die projizierten Bilder waren genauso scharf/unscharf wie die eingescannten Bilder.
Auf dem Boden der Tatsachen angekommen, habe ich versucht das Beste daraus zu machen und fange jetzt an meine über 5000 Dias zu digitalisieren. Bevor ich jetzt meinen persönlichen Workflow wiedergebe, noch einige Anmerkungen zu dem Plustek Scanner und dem Silverfast Programm:
+ Der Plustek macht einen hochwertigen, soliden Eindruck.
+ Installation der Treiber und des Silverfast Scanprogramms verliefen ohne Probleme.
++ Die Staub- und Kratzerentfernung arbeitet hervorragend!
o Das Einlegen der Dias in den Rahmen ist nach kurzer Eingewöhnung absolut kein Problem mehr: "normale" Finger sind allerdings Voraussetzung; mit dicken "Wurstfingern" könnte ich es mir schwieriger vorstellen
o Ein Ersatzrahmen/Filmhalter ist nicht notwendig, aber empfehlenswert.
-- Wie auch schon an anderen Stellen erwähnt, ist die Rasterung des Filmhalters nicht, oder fast nicht vorhanden/spürbar. Schade, sonst hätte ich volle 5 Punkte vergeben.
- Die Namensgebung des Silverfast Programms ist auch nicht sonderlich praktikabel. Der erste Scan bekommt keine Nummer, nachfolgende Scans bekommen eine Nummer in Klammern, beginnend ab 2, ohne führende Nullen. Das macht die Sortierung etwas schwierig. Werde mir deshalb ein Programm schreiben, dass die Namen/Nummern besser darstellt.
Nachfolgend mein persönlicher Workflow
- Silverfast Grundeinstellungen (nach jedem Start kontrollieren):
Dateiformat: JPEG, Name festlegen, Pfad einstellen
Format 10 x 15 (weil Dia ist 2:3 Format)
Preset Foto Qualität 300 dpi
Auflösung auf 2400 dpi einstellen, ergibt etwa 550 dpi; ist vollkommen aureichend
USM ein (kurz Klicken zum ein- ausschalten)
iSR ein
AACO ein
ME ein (Scan dauert länger; Bild wird ggf. besser, nie schlechter)
Auto-CCR ein (länger mit linker Maustaste auf Automatische Bildoptimierung -> Blendensymbol)
- Dia Vorbereitung:
Dias in den Halter einlegen, glänzende Seite nach oben, matte Seite nach unten
ggf. mit Staubpinsel oder Druckluft abblasen
- Scan Ablauf
# Vorschau Scan
# Orientierung einstellen (kurz linke Maustaste), Rahmen durch verschieben festlegen
# Auto-CCR kurz klicken, wenn nicht ok, dann Auto-CCR lange links klicken,
dann z.B. Schnee auswählen. Die Anpassung dauert einige Sekunden.
# Optional noch am Histogramm Einstellungen vornehmen.
# Scannen
# Die gesamte Scandauer beträgt etwa 3-4 Minuten, ggf. Ergebnis kontrollieren.
Die Bildgrösse liegt dabei bei etwa 1 MB.
Mit dem Silverfast Workflow Pilot arbeite ich nicht. Entweder habe ich das Prinzip noch nicht verstanden, oder es ist für mich nicht sinnvoll anwendbar.
Negative lassen sich genau so gut einscannen.
Ich hoffe, dass diese kurze Einleitung manch einem den Einstieg in diese gelungene Kombination etwas leichter macht.
Kommentare, Ergänzungen, Verbesserungen sind gerne willkommen!
In diesem Sinne:
- Happy Scan-
16.12.2011 Nachtrag
Die für mich Anfangs erwähnte mangelhafte Schärfe lässt sich durch Einstellungen im "Unschärfe-Maskierungs" Dialog erheblich verbessern. Es ist erstaunlich was noch alles raus zu holen ist. Ich empfehle jedem mit diesem Dialog mal zu experimentieren, es lohnt sich!
Aktuell arbeite ich mit folgenden Werten:
- Stärke = 300
- Radius = 2.5
- Schwellenwert = 10
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4.0 von 5 Sternen
Diascans leicht gemacht, 28. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Plustek Optifilm 7600I SE Filmscanner (Elektronik)
Nach extensiver Rechreche im Internet habe ich mich für den Plustek 7600i SE entschieden. Dies Entscheidung fiel ziemlich eindeutig auf der Grundlage der verfügbaren Rezension sowohl auf kommerziellen Internetseiten als auch von den (bis dato wenigen) Benutzererfahrungen. Mir ging es um eine langfristig tragfähige Lösung, da ich über mehr als 10.000 Dias verfüge, von denen ich etlich Tausend einzuscannen gedenke - also ein mehrjähriges Projekt!
Nach den ersten 750 Dias kann ich das Gerät nur loben. Recht handlich und kompakt, passt es bequem neben den Notebook. Ich benutze ausschließlich den IntelliScan-Mode, bei dessen Einschalten automatisch FastScan hochfährt. Als Einstellung hat sich "Kunstdruck" bewährt, der bei einem Bildschirmformat von ca 20x30 die volle Schärfe liefert. Die Gesamtdauer für ein Dia beträgt mit Vorscan, Einstellung von Rahmen und Bildtyp und Vierfachscan knapp 5 Minuten. Kratzer und Staub werden sicher erkannt und beseitigt.
Etwas schwieriger gestaltete sich für mich die Verwendung von FastScan. Der Vorscan liefert warme Farbtöne, der volle Scan lässt die Farben aber um einiges kälter erscheinen. Nach längerem Probieren benutze ich gewisse Voreinstellungen bei den Einzelfarben, z.B. blau schwächer, rot stärker, grün wärmer. Zudem muss man mit dem Bildtyp bei jedem Bild etwas experimentieren. Standard liefert oft einen Blaustich, meist wechsle ich zwischen Lichterstich und Goldtöne, um die Farben wärmer zu machen.
Mit diesen Scan-Einstellungen lassen sich dann nachträglich letzte Korrekturen sehr gut mit Adobe Photoshop anbringen.
Fazit: Ein sehr gutes Gerät, aber bei FastScan sollte man sich auf eine längere Dauer von "Versuch und Irrtum" einstellen und daher nicht gerade mit den wertvollsten Dias beginnen.
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