Der Film ist zwar nicht gerade etwas Weltbewegendes, doch der Soundtrack "Plunkett and Macleane" ist wirklich mehr als gelungen. Denn Komponist Craig Armstrong versteht es, klassisches Elemente mit neuester Technik zu verbinden. Da sind auf der einen Seite die langsamen, tiefen und vor allem furchteinflößenden Orchesterstücke, die die düstere Atmosphäre der Nachtszenen wunderbar wiederspiegelt. Auf der anderen Seite wurde aber auch Orchester und Techno gekonnt miteinander kombiniert. Partymusik wie man sie wahrscheinlich vor dreihundert Jahren gespielt hätte, wären Computer schon erfunden gewesen, verspielte Mixe aus Violinen und hartem Bass und nicht zuletzt zwei einfach nur geniale Chor-Stücke. "Hanging" zeigt, wie dramatisch eine Szene durch Chor und lautem Orchester werden kann, "Escape" macht "Hanging" dann komplett durch seinen sehr außergewöhnlichen Chor-Einsatz und dem passenden Einsatz von computergenerierten Beats. "Escape" versetzt einen in eine andere Welt. Etwas, was nur sehr wenige Stücke bei mir bisher geschafft haben. Schade dass es nur so kurz ist.
Wer nach einem Soundtrack gesucht hat, der endlich mit den alten Regeln der Filmmusik aufräumt und geschickt Orchester und Computer miteinander verbindet, der sollte hier sofort zugreifen.