kurzer Geräte-Vergleich
* Testumgebung: <Win Vista Ult. (x32)> / sporadisch OSX10.6.8
Ich gehe hier (fast) ausschließlich auf die Leistung innerhalb der Audio-Extraktions-Software "EAC" ein. Die Config pro Laufwerk ist gleich - außer die Sample-Offset-Korrektur natürlich.
#Quelle (Beispiel):
Audio-CD = 55min/560MB/11Tracks >> einlesen und testen (einzelne Tracks) mit "sicherer Lesemodus"
#Auslesegerät:
Plextor PX-L611U = ca. 40min- 70min (Lesebefehl: MMC1, Erkennungsmethode B)
Pioneer 1648P1 = ca. 7min - 16min (Lesebefehl: MMC1, Erkennungsmethode B)
Der Lesebefehl wurde vom Programm automatisch ermittelt.
Pausenerkennung beim PX dauert wesentlich länger gegenüber dem 1648 - bis zu 30sec. gegenüber 5sec. Das Gleiche betrifft das Testen der Pausen auf Stille. Habe alle drei Erkennungsmethoden pro Laufwerk probiert und die effektivste ausgewählt.
Viele Audio-CD's, welche ich auf HDD archiviere, benötigen im PX eine Auslesezeit mit anschließendem Test wirklich bis zu 70min. Der 1648 ist da deutlich performanter.
Die Qualität des Auslesens der beiden Laufwerke ist gleich.
Ein Unterschied existiert dennoch. Der Plextor mag auch hier ein LG-Laufwerk intus haben, jedoch hat Plextor auch diesem Laufwerk eine eigene Elektronik und eine eigene Firmware spendiert. Gegenüber dem Philips-Laufwerk liest/extrahiert der PX (stärker) verkratzte Audio-CD's somit wesentlich problemloser. Das war der Grund für mich für die Anschaffung dieses Laufwerkes. Sogar zwei CD's, dessen "Leseseite" recht matt und zerkratzt sind, hat der PX kämpferisch gemeistert. An solchen Problemzonen wird die Geschwindigkeit gedrosselt. Ist diese bewältigt, ist der PX in der Lage, die Geschwindigkeit wieder zu erhöhen - was nicht jedes LW kann.
Ach, ja. Die beigelegte Samttasche in dunklem Blau ist 'ne nette Dreingabe.
Der PX benötigt an einem Desktop-Rechner mit Win Vista nur das mitgelieferte USB-A->USB-A-Kabel. Genauso an einem MacBookPro.
Hinweis:
Das im MacBookPro5.1 verbaute DVD-LW liest einige Daten-Disk's (Games) mit Kopierschutz nicht richtig. Unter Parallels7 mit "Win7 HP x32" sowie das gleiche OS unter Bootcamp wurden solche CD's/DVD's nach dem Einlegen nicht mehr aus dem LW ausgeworfen und wurden permanent abwechselnd angefahren und wieder gedrosselt. Mit dem PX-L611U ist dieses Problem behoben. Ein Allesfresser und -verwerter. :)
Fazit:
Beide hier erwähnten Laufwerke lesen sicher und akkurat. Das Philips-LW geht nur erheblich zügiger ans Werk. :) An der USB-Verbindung liegt es nicht, da der Datenstrom hierbei nicht zu dessen Auslastung führt.
Der PX ist laufruhig auf festen Oberflächen, die Brennergebnisse auf CD's sind nicht zuletzt dank mitgelieferten PlexToolsProXL hervorragend (nur Win-Version). DVD's habe ich noch nicht gebrannt. LW an sich ist haptisch angenehm. Auch durch das spürbare Gewicht (wegen Metalleinlagen oben und unten) gewinnt es einen wertigen Eindruck und nicht zuletzt seine Laufruhe. Der Einschub (Tray) wird auf einer Metallschiene gefahren. Voll ausgefahren wird's dennoch wackelig - aber nur dann.
Letztendlich ein klasse Laufwerk, wenn man besonderes Augenmerk auf die Archivierung von Audio-CD's legt, wo sicher auch zerkratzte Silberlinge vorkommen.
PX-L611U (Features):
> kein lesen von C2-Fehlerinformationen (zur Audio-Extraktion auch nicht zu empfehlen)
> kein Mount Rainier (CD)
> puffert Audiodaten
> liest mit "accurate stream" (besitzt einen genauen Auslesestrom, womit kein Jitter auftritt und folglich auch keine Jitter-Korrektur angewandt werden muß)
> VideoCD/CD+G
> Layer Jump Recording
> DVD-RAM / auch sonst alle CD/DVD-Rohlinge (+ und -)
> Lesebefehl: MMC1
> Sample-Offset-Korrektur: +6
> Schreib-Offset: (hmpf, dank meiner fortgeschrittenen Amnesie vergessen *g*)
> liest CD-Text
> nutzt AccurateRip
> programmgesteuerte Geschwindigkeitsreduzierung und Geschwindigkeitsbeschleunigung nach einer fehlerhaften Passage
> Erkennungsmethode von Pause/Index: B (C funzt überhaupt nicht und A nur sporadisch)