Seit Jahren schon veröffentlicht der Autor vegetarische Rezepte im Magazin des "Guardian", die nunmehr in seinem zweiten Kochbuch versammelt sind. Dies sind allesamt Rezepte von schier unglaublicher Qualität und Kreativität, die geschmacklich gänzlich neue Welten eröffnen. Fleisch, Fisch und Geflügel vermisst da man nicht wirklich. Vielmehr freut man sich auf die nächste Gelegenheit, mal wieder ein neues Rezept aus den "Plenty" ausprobieren zu können. Und wenn Gäste zu Besuch kommen, kann man mit diesen Rezepten so richtig beeindrucken...
Der Aufwand für die Rezepte ist sehr unterschiedlich, von "schnell zubereitet" bis sehr aufwändig. Auch die Zutatenlisten können durchaus einen üppig Umfang erreichen. Meine eindeutige Empfehlung ist aber, sich streng daran zu halten. Erst das Zusammenspiel der einzelnen Zutaten ergibt in der Summe diese umwerfenden Geschmacksexplosionen.
Wer viel nach Ottolenghi kocht, tut gut daran, sich einen Vorrat an Olivenöl anzulegen. Erfreulicher Nebeneffekt der Rezepte: Sie sind weder butter- noch sahnelastig. Das braucht es nicht, um geschmacklich den Turbogang einzulegen. Nach dem Essen fühlt man sich folglich satt, aber nicht papp-satt. ;-)
Für mich schon jetzt DAS Kochbuch des Jahres 2010! Die zahlreichen Fotos der Gerichte sind wunderschön und machen richtig Lust auf die Rezepte. Wer das Werk in den Händen hält, wundert sich, dass es zu diesem Preis zu haben ist. Es fällt schwer sich vorzustellen, dass andere Kochbücher neben diesem bestehen können. Die "Nachbarn" im Bücherregal setzen jetzt schon Staub an. :-)