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Angefüllt mit entzückenden und scharfsinnigen Sitcom Attributen (keine Toiletten, keine Doppelbetten, die Stadt besteht nur aus zwei Straßen), ist Pleasantville ein Film, den Sie sich gerne ansehen werden. Nicht nur wegen der komödiantischen Aspekte, sondern auch wegen der bahnbrechenden visuellen Effekte und der erstaunlichen Ausstattung, wenn die Stadt nach und nach aus den scharfen schwarzweiß Konturen in die großartige Farbe übergeht. Ross lässt die Geschichte ungefähr zur Mitte des Films ein bisschen aus dem Ruder laufen, wenn er die Aussage des Films über die Unberechenbarkeit des Lebens mit überladenem und offensichtlichem Symbolismus verdeckt, als die schwarzweißen Bewohner der Stadt sich gegen die "Farbigen" zusammentun und Verhaltensregeln aufstellen um ihre engstirnige Stadt engstirnig zu halten. Trotzdem wird Sie die Darstellung der phänomenal guten Besetzung gefangen halten - besonders die der unterdrückten Hausfrau Allen und die des Kioskbesitzers Jeff Daniels, die mit das Beste abliefern, was sie in ihrer bisherigen Laufbahn gezeigt haben - bis Sie am Ende des Films die ganze Pracht der Technicolor-Farben erstrahlen sehen. --Mark Englehart
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
35 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Alice im Wunderland mit sozialer Message,
Von
Rezension bezieht sich auf: Pleasantville (DVD)
Pleasantville ist auf jeden Fall ein Ausnahmefilm und ein Experiment. In Zeiten, da entweder Action, absoluter Nonsens oder saubere Gut-Böse-Klischees in den Kinos angesagt waren und die MTV-orientierte Schnellschnitttechnik alles beherrschte, kam dieser unscheinbare Film in die Kinos und lieferte zumindest mir eine erfrischende Auszeit von der Standartkost.Dabei ist die Story, der Plot, sind die Charaktere nicht einmal so ungewöhnlich, genau genommen nimmt Pleasantville das Alice-im-Wunderland-Thema auf, indem es zwei Teenager nicht nur in die Zeit (50-er) sondern in eine Geisteshaltung zurückschickt - in die einer fiktiven 50-er-Jahre TV-Serie, die die Biedermann-Welt dieser Zeit bediente. In dieser Welt haben die beiden eine "Queste", eine (Lern)Aufgabe zu erfüllen, bevor sie wieder zurückkehren können - oder wollen. Der Film bedient sich, was leider selten ist, dabei Möglichkeiten in der Bebilderung, um den Fortschritt und die Auswirkung des Erkenntnisprozesses aufzuzeigen: Die Welt, in der die beiden landen ist schwarzweiß. Erst mit der Etablierung eigenständiger Gedanken, Willen, Emotionen, dem Durchbruch durch Prägungen und Normen bekommt diese Welt Farbe - und wird dabei nicht nur bunt und schön, sondern auch gefährlich - die Kehrseite von Liebe ist Hass. "Pleasant" - "angenehm", lau - wandelt sich zu heiß wie kalt. Das finden einige denn auch "unpleasant", und versuchen, die Demontage der Norm zu verhindern. Eindrucksvoll zeigt sich hier der Kampf des Massedenkens gegen das Individuelle, aber die "Bösen" sind nicht wirklich "böse", man gewinnt auch Verständnis für deren Ängste, sich Neuem anpassen zu müssen, selbst denken zu müssen, eigene Entscheidungen zu treffen. Dieser Film schafft es, einerseits eine spritzig-lockere Komödie zu erzählen, deren Schauspieler mit Witz und Charme dem Zuschauer einen positiven und freudigen Abend zu bereiten, andererseits eine Message zu transportieren, die die Gefahren von Normdenken und Massenbequemlichkeit aufzeigt (bis hin zum offenen Rassismus) ohne zu sehr auf für Hollywood übliche schwarz-weiß-Klischees zurückzugreifen, geschweige denn den Zuschauer mit einem erhobenen Zeigefinger den Spaß am Film zu nehmen. Als Zwischending zwischen Teeniekomödie, Märchen, Liebesschnulze und Sozialkritik passt dieser Film eigentlich kaum in eine Schublade. Selten so etwas gutes aus Hollywood gesehen. Die DVD lohnt sich darüberhinaus: wer englisch kann kann auf den Originalton umschalten und den (dennoch gut übersetzten, aber...) eigentlichen Wortwitz genießen, der sich durch den ganzen Film durchzieht. So liebevoll das Bild, so exakt pointiert ist der Dialog. Weiter Extras runden das Angebot ab, so dass sich die DVD für jeden lohnt, der gerne ungewöhnliche Filme im Haus hat und Intelligenz wie Herz anzusprechen gedenkt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Pendant zu "The Purple Rose of Cairo",
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Pleasantville (DVD)
Zwei Geschwister werden unfreiwillig in die Realität einer Heile-Welt-TV-Serie aus den fünfziger Jahren hineingezogen und erleben dort turbulente Verwicklungen. Eine hübsche Geschichte und ein gelungenes Pendant zu Woody Allens "The Purple Rose of Cairo", wo im umgekehrten Fall eine naive Filmfigur von der Leinwand steigt und in die Realität verwickelt wird."Pleasantville" ist ein zauberhafter Film auf hohem Niveau, der zum Nachdenken anregt und dem Zuschauer bis zur letzten Minute spannende Unterhaltung bietet. Ganz nebenbei ist er außerdem noch ein politisches Lehrstück in Sachen Faschismus und Verfolgung - und das ganz ohne aufdringliche Zurechtweisung einer scheinheiligen "Political Correctness". Die Schauspieler sind alle sehr überzeugend, doch Joan Allen in einer Nebenrolle übertrumpft ihre Kollegen sogar noch. Die DVD ist toll gemacht, das "Making of" hoch interessant, kurzum: "Pleasantville" ist eine DVD, deren Kauf ich bestimmt nicht bereuen werde. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Warum kennen nur so wenige diesen wunderbaren Film?,
Von
Rezension bezieht sich auf: Pleasantville (DVD)
Obwohl dieser Film von 1998 ist, habe ich ihn jetzt erst kennen gelernt - und auch in meinem Bekanntenkreis ist dieser außergewöhnlich gute Film gänzlich unbekannt.Das sollte sich ändern, denn der Film ist wirklich sehenswert - mit tiefen Botschaften, die jugendfrei umgesetzt wurden! Der unter der Scheidung seiner Eltern leidende David liebt die TV-Serie "Pleasentville" aus den 50ern, in der alle Menschen nett zueinander sind. Sie leben im Gegensatz zu ihm in einer "heilen Welt", in der es keine Probleme zu geben scheint. Als er und seine Schwester Jennifer mittels einer mysteriösen Fernbedienung in die Schwarz-Weiß-Welt der Serie versetzt werden, ist er restlos begeistert. Jennifer hingegen verhält sich nicht wie erwartet. Sie bleibt skeptisch und will überhaupt nicht "brav" sein, wie es ihre Rolle eigentlich vorschreibt. Sie weiht die naive Jugend des Ortes in die Geheimnisse des Sexes ein. Dadurch gerät die starre Ordnung in Pleasentville ins Wanken. Die Menschen werden unberechenbar - Spontaneität macht sich breit - ebenso wie Verhaltensweisen, die zuvor gar nicht bekannt waren. Das Leben der Menschen ändert sich nach und nach - die Schwarz-Weiß-Welt wird langsam bunt und farbig. Ein wunderbarer Film, der zum nachdenken anregt. Es lohnt sich, ihn in seiner DVD-Sammlung aufzunehmen und ich verstehe nicht, warum er nicht bekannter ist. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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