Rezension
Tommy Yamaha & Martin Kaisa habens Sacken lassen und knüpfen mit Playtime da an, wo sie mit ihrem legendären Wall of Sound Album Selected Funks aufgehört haben. Witzige, innovative Sound Mash Ups, die insgesamt etwas kerniger daherkommen als auf ihrem Stereodeluxe-Debütalbum Grapefruit Flavoured Green Tee Time. ...Dank toller unverbrauchter Gast-Vokalisten, wie der erst 21jährigen MC Blaze (deren Stimme bereits Roni Size und Up Bustle & Out-Produktionen geadelt hat) oder der noch völlig unbekannten Kanadierin Cyrena Dunbar gibt es eine ganze Reihe von Tracks mit Hitpotential. Da wäre zuerst einmal das enorm lässige Im a witness mit Labelmate Emo am Mikrophon, dann Everybody und Free die durch MC Blaze feminin-machoeskes Toasting eine fiebrige Fibbeligkeit entwickeln, die scharfem Kontrast zu den restlichen Tracks des Albums stehen. Das sphärisch treibende Outer Space, bei dem Cyrena Dunbar mit feenhafter Leichtigkeit über den Indiepop-Grooves schwebt! erinnert an frühe 4AD-Platten und mit Eddie Greene trifft man bei Its on U einen alten Bekannten (und den Style) vom letzten Album. Strike! Boys. Playtime for selected funks! Da springt der Puma im Sechseck. (lex) -- Partysan, Februar 2004
Tommy Yamaha und Martin Kaisa, The Strike Boys, verteilen derweil großzügig ihr lässiges Stilgemisch aus Ragga, Dancehall und House, garniert mit etwas Breakbeat und Electro. Seit zehn Jahren hält ihre Zusammenarbeit bereits an. Begonnen haben sie beim Wall-Of-Sound-Label in England, bei denen sie mit ihrem ersten Album Selected Funks als erster deutscher Act erschien. Über die gesamte Spielzeit von Playtime hält sich eine gleich bleibende Qualität. Wo Funk dröhnt, atmet auch Dub. The Strike Boys gelang ein international überzeugendes kleines Meisterstück, das dank der Unterstützer aus der Masse heraus stolz Winke-Winke macht. -- Intro, Februar 2004
Der Künstler über die CD
Biographie der Mitwirkenden
Die Songs Everybody und Free überraschen mit der Mischung aus Toasting, Rap und Gesang von MC Blaze und wir erleben einen saftigen Ausflug in eine noch sehr unverbrauchte Stilrichtung, die Ragga-Dancehall, Breakbeat und House verbindet. Die erst 21 jährige, sehr selbstbewusste Afrolady MC Blaze, machte übrigens schon von sich hören, als sie mit dem Bristoler DrumnBass-Star Roni Size oder der Ur Ninja Tune Formation Up, Bustle and Out sowohl im Studio, als auch auf diversen Live Gigs eindrucksvoll das Publikum in ihren Bann zog.
Eddie Greene, der auch schon auf dem letzten Album mit zwei Songs seine unverkennbare, sehr soulige Stimme zum besten gab, steuert nun wieder auf Its On U seinen Vocal-Soul zu einem funky Breakbeat bei, der das Potenzial zu einem echten Club Hit hat.
Cyrena Dunbar, eine noch unbekannte Sängerin aus Kanada, verwöhnt gleich zwei Tracks auf Playtime mit ihrer bitta-sweeten Stimme: Auf dem Funk-Reggae-Beat Find My Way und der rollenden Indie-Electro-Groove-Hymne Outer Space.
Last but not least: Der Bonus-Track des Albums, No Music, eine pointierte Reise in Funk und Early-Eighties-Electro, wird durch die DJ-Skills von Malente (Unique Records) vergoldet.
The Strike Boys - Have a good Playtime!