"Expressivissimo": Ennio Morricones große Filmthemen als Kammermusik - ein musikalischer Mikrokosmos, ein kongenialer Arrangement-Wurf des Cellisten Tristan Schulze & seiner MitstreicherInnen! Unter den Bearbeitungen, die laut Liner Notes auch den persönlichen Segen von Altmeister Ennio fanden, ist eine spannender als die andere: Morricone-Schmelz, noch hinreissender als im Kino; maximales Sentiment diesseits der Kitschgrenze. Das Spektrum reicht vom Quasi-Requiem ("Chi Mai", mit großartiger Tutti-Einsatz-Simulation) über die barockisierende Romanze ("Gabriel's Oboe") bis zum accelerierenden ungarischen Stehgeiger ("The Sicilian Clan", mit Bach-Orgel-Intro und Gastperformanz Otto Lechners). Das Projekt wird gekrönt durch die unbestechliche spieltechnische Souveränität der drei TriologistInnen. Die einzige direkte Parallele, die mir einfällt, ist das "1. strenge Kammerorchester" (dieses jedoch deutlich mehr auf der humoristischen Seite und musikalisch nicht zu vergleichen). Puncto Innovation, Musikalität und Geschmackssicherheit unerreicht gut; leider auch von den späteren Triology-Produktionen nicht mehr erreicht.