INTRO
Das Hornbrillendilemma. Wo Kontext vonnöten ist, um Begeisterung loszutreten, sollte man Blumen sähen. Duftet wenigstens gut, dann. Dass mich dieses Gefühl bei Station Rose beschleicht, lässt einiges ahnen. Eben weil Kontext. Das Duo war in Multimedia, als das Rudel noch nicht einmal "digital" buchstabieren konnte. Mit einer Schnittstellenvielfalt von Clubkonzept über CD-ROMs bis hin zu Webcasts waren sie Pioniere eines digitalen Lebensgefühls. Blendet man dieses Dauerabo auf Respekt jedoch für ein Blinzeln aus und betrachtet nur "Playing Now", zucken die Schultern. Modulierende Klangschleifen mäandern durch musikalische Schnappschüsse zwischen Motorcity-Techno und Beats-aus-der-Dose-Ästhetik. Die prima Jam-Session-Atmosphäre lässt den Sound runtergehen wie ein Sechserpack Öl. Weniger prima: Alles unverbindlich wie Kleinsprech auf dem Tanztablett. Die Musik ist so gut wie die Erinnerungen, die sie weckt. Mir fehlt es dem Album an Persönlichkeit. Eben der Soundtrack zum Lifestyle. Von Leben war leider nie die Rede.
Maik Arensmann / Intro - Musik & so
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Der Künstler über die CD
Station Rose "Playing Now" - smoother than strange!Lascivious vocals, sensual reverb rooms & heavy modulated electronic beats build up to Saint-Tropez-Techno. The panorama of the sound- & songstructures reminds of soundtracks, doped with jazzy keyboards & psychedelic strings. On the treshold of pop and experiment, the sampled voice of Elisa Rose as well as the sampled guitar of Gary Danner, the gloomy mechanics of "Distortion Sandwich" or "leichte Übung" create a dialectic through its monotonous beats & floating harmonies that could be called aggressive metropolitain ambient . With "Playing Now" Station Rose again reinforces its reputation as an original force inside the electronic musikscene, which unfolds more & more each time you listen to this CD.