Westzeit Juli 2003
Verwirrend, aber diese östlich anmutende Formation nennt Norwegen sein Heimatland. Zwar wissen sie, dass die Wörter Mrak und Vrag im Russischen etwas bedeuten, aber da keiner im Quartett des Russischen mächtig ist, wissen sie nicht was. Artwork und Musik prägt ein ebenso düsterer, wie auch sinnlicher und fröhlicher Charme. Die ersten Stücke überzeugen durch eine Mischung aus Gefühl und Kraft. Es ist Popmusik mit einer vollen und klaren Gitarre, es singen ein Mann und eine Frau; dann kommt nur Orgel und Gesang; dann wieder ein lässiger Groove; dann nur Cello mit tieftraurig vorgetragenen Lyrics. Die Philosophie lautet, nur so viele Spuren aufnehmen, wie live gespielt werden können. Der Drumcomputer ist nicht Schlagzeugersatz, sondern auf den Punkt eingesetzte Atmosphärenquelle. Dann klingt es fast nach Dark Wave oder Gothiik. Aber bis zum Ende müssen erneut der Gitarrenpop oder Kammermusikanleihen herhalten. Charmant, abwechslungsreich und teils arg traurig.! Ullf Kneiding 4 von 5 Punkten
Intro Juli 2003
Wer zum Teufel ist Mrakoslav Vragosh? Alle Lieder dieser Platte stammen von diesem Mann und hinten im Booklet findet man Angaben, von welchen Platten des Komponisten, der ca. von 1968 ? 1976 arbeitete, man die Stücke nahm. Aber es gibt ja das Internet und Schtimm sind schon bekannt. In Skandinavien und auf einer schwedischen oder norwegischen Website ist des Rätsels Lösung gefunden. Den fiktive russiske komponisten kann man lesen und dies sei wohl die Antwort der Frage. Er ist schlicht und einfach erfunden. Was für ein Coup, eigentlich müsste man Schtimm dafür lieben für das und die wunderbar sparsam arrangierten Songs, die mal von Æ oder B gesungen werden. Manchmal auch von beiden. Hinter den kryptischen Abkürzungen, wofür man die Band auch wieder lieben könnte, verbirgt sich Mann und Frau und letztere, also B, überzeugt mit einer wirklich wunderbaren sopranen, manchmal an Nina Persson erinnernden, schönen Stimme....