das Lincoln Center entwickelt sich zur Hitfabrik - Willie Nelson, Norah Jones, Eric Clapton
geben sich die Klinke in die Hand, Taj Mahal mischt auch schon mit und - Ladies & Gentlemen:
Who`s next?
Marsalis und Clapton? - Skepsis - Stirnrunzeln - wie geht das zusammen, wo sind Berührungs-
punkte, wo ein gemeinsamer Nenner?
Den hat der schlaue Fuchs Marsalis im umtriebigen New Orleans der 20er Jahre angesiedelt, in
jener brodelnden Hexenküche wo ein Konglomerat von Jazz, Blues, Gospel, Rhythm & Blues und
Rock`n Roll vor sich hinköchelte.
Genialer Schachzug, denn Clapton wäre - abgesehen davon, dass sich Marsalis prinzipiell der
Tradition vor 1940 verpflichtet fühlt - nur schwer Bop/Cool oder gar Free-kompatibel gewesen.
Und so funktioniert dieses Konzept erstaunlich gut, über allem liegt ein Hauch von Patina und
trotzdem klingt das Ganze frisch und wie frei von der Leber gespielt.
Ob "Ice Cream" wo man vergeblich auf den Einsatz von "Pops" Armstrong wartet, ob "Forty-Four",
"Careless Love", ja sogar "Layla" - alles scheint einer längst vergangenen Epoche zu entstammen.
Klare Bereicherung auch, der Beitrag Taj Mahal`s zu "Just A Closer Walk With Thee" und
"Corrine, Corrina"!
Laut unserem Duke selig gibt es nur "Gute und schlechte Musik!"
Diese Platte zählt zu ersterer Kategorie!