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Plattform Taschenbuch – 1. August 2003


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 5 (1. August 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499233959
  • ISBN-13: 978-3499233951
  • Originaltitel: Plateforme
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,6 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (87 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 111.255 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Ein neuer Roman von Michel Houellebecq, man weiß es längst, das ist: ein neuer Skandal. Diesmal im Angebot seiner Fiktion: die Huldigung an den Sextourismus und die Diffamierung des Islams. Zudem Interview-Aussagen Houellebecqs ("Der Islam ist die bescheuertste Religion der Welt"), die ihm eine Klage der französischen Islamischen Vereinigung wegen "Anstiftung zum Rassenhass und zur religiösen Gewalt" einbrachten. Kurz: Bereits vor seiner Lektüre geriet Plattform a priori zum Medienereignis -- und unterstützt auf diese Weise die Kritik gleichsam um eine neue, eine viel versprechende Debatte.

Und die Handlung, der Protagonist? Naturgemäß eine vereinzelte Person, obendrein und einmal mehr Michel mit Namen. In seiner Welt von Einzelwesen bilden Peepshows und Unterhaltungsserien im Fernsehen Orientierungspunkte seiner unglücklichen Existenz, die erst durch den Tod seines Vaters, ermordet vom Bruder seiner islamischen Freundin, eine Wendung nimmt: Das Erbe ermöglicht ihm Urlaub, und er unternimmt eine Reise in den Fernen Osten, freilich zum vornehmlichen Zwecke des Beischlafes, der seine einzige Freude ist. Aber da gibt es schließlich noch Valérie, eine untypische weil altruistische Houellebecq-Figur -- und mit ihr den Versuch, im zweiten Teil des Romans die bedingungslose Liebe zu beschwören. Aber auch diese, man ahnt die Katastrophe schon, scheitert: Brutal niedergeschossen von islamistischen Terroristen stirbt Valérie in den Armen des geliebten Michel, der wieder vereinzelt zurückbleibt, dieses Buch (in uneindeutiger Perspektive) schreibt und dokumentiert: Liebe ist nicht möglich, wird immer scheitern. Michel: ein Mensch am Ende mit seinen Gefühlen; und diese haben schließlich, so Houellebecq, abzutreten.

Unglück und Scheitern wirken also katalysatorisch auf das Schreiben nicht nur des Protagonisten Michel, sondern auch des Autors und Namensvetters Houellebecq, dessen Figuren seit seinem ersten Roman von so tiefer Verzweiflung, von unermesslichem Unglücklichsein und von transzendentaler Obdachlosigkeit heimgesucht sind, dass man sich ihnen kaum entziehen kann: Es ist der lautlose Ton der Verzweiflung, der der Houellebecq'schen Prosa zu Gehör und Erfolg bei seinen Lesern verhalf, nicht aber -- das scheint nach diesem Roman umso deutlicher -- deren literarische Qualität. Diese schließlich reduziert sich jenseits des Tones auf einen Houellebecq'schen Realismus, skandalträchtig schwebend zwischen spekulativem und provokativem Impetus.

Was am Ende bleibt: ein schaler Eindruck eines nicht durch seine drastische Schilderung pornografischer Szenen schockierendes Buch, sondern vielmehr eines sich vor der französischen Kritik für eine neue Debatte, naturgemäß möglichst skandalträchtig, prostituierenden Autors. --Kristina Nenninger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

Michel Houellebecq ist ein Prophet. (Frankfurter Rundschau)

Houellebecq ist ein Trüffelschwein für Verletzungspotenziale. (Zeit)

Mit Houellebecq hat Frankreich endlich wieder etwas Wichtiges und etwas sehr Französisches beizutragen zum aktuellen Roman. (Tagesspiegel)

Bei Houellebecq - und das ist wohl die größte Provokation - sind es allein die Körper, die zählen. (taz)

In Wahrheit hat Michel Houellebecq mit Plattform ein romantisches Buch geschrieben, seinen ersten Liebesroman (Der Spiegel)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

118 von 127 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Der Pennäler am 20. Januar 2002
Format: Gebundene Ausgabe
"Plattform" ist zur einen Hälfte ein gut geschriebener Porno und zur anderen Hälfte eine Ansammlung von zynischen Aphorismen über unsere Gesellschaft.
Laut Michel Houellebecq sind die Menschen in der westlichen Welt zu einer erfüllten Sexualität nicht mehr in der Lage. Das Ideal der individuellen Selbstverwirklichung, der Narzissmuskult und der auszehrende Behauptungskampf in der freien Wirtschaft stehen im Weg, eine natürliche und sexuell befriedigende Beziehung mit einem anderen Menschen einzugehen.

Im Kontrast dazu beschreibt Houellebecq die Bewohner der armen Ländern der Welt. In diese Länder - exemplarisch Thailand und Kuba - reist der Ich-erzählende Protagonist als Sex-Tourist und entwirft dabei die Theorie, dass der Sex-Tourismus die Lösung für das sexuelle Problem der einen und das materielle Problem der anderen ist, sozusagen eine beiderseitige Nutzenmaximierung:
Auf der einen Seite die Menschen (Männer wie Frauen) des Westens, die alles haben - Geld, Erfolg, Freiheit, Sicherheit - alles außer einer erfüllten Sexualität. Und auf der anderen Seite die Menschen (Männer wie Frauen) der armen Länder, die nichts haben, außer der Fähigkeit, befriedigenden sexuellen Genuss zu bereiten.
Um seine ätzenden Ansichten dem Leser zu vermitteln, bastelt sich Houellebecq (gewollt?) die flache Rahmenhandlung eines Hollywood-B-Movies zurecht. Der Ich-Erzähler reist nach Thailand, um dort dem Sex mit thailändischen Prostituierten zu frönen, verliebt sich aber in eine westliche Touristin, die zufällig einen hohen Posten in der französischen Tourismus-Industrie bekleidet.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von "scarletsnow" am 9. Januar 2004
Format: Audio CD
Es gibt Hörspiele, die setzten Romane "einfach" mit verteilten Rollen um und fertig. Und es gibt Hörspiele wie dieses, die in der Auswahl der Texte, der Sprecher und der Musik den Geist des Romans einzufangen versuchen und das auch noch hinbekommen. Die sprechenden Schauspieler (u.a. Jürgen Tarrach und Ulrich Noethen) und nicht zuletzt die wirklich außergewöhnliche und ganz im Sinne Houllebeqcs stehende Musik schaffen ein wirklich kongeniales Gesamterlebnis aus Houllebecqs Text. Leider (?!) vermag wohl auch das beste Hörbuch nicht die unerträgliche Tristesse einzufangen, die nur das Lesen von Houellebecq vermitteln kann. Aber hier ist man verdammt nah dran.
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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 18. Februar 2002
Format: Gebundene Ausgabe
Houellebecq ist vor allem eines: ein ehrlicher Erzähler. Kein Volkspädagoge wie Grass und kein eingebildeter Alltagspoet wie die deutschen Jungliteraten. Mal ist er aggressiv und destruktiv, mal einfach nur lakonisch und resigniert, mal höchst poetisch und philosophisch. Während in Deutschland Grass wegen eines angeblichen Tabubruchs (der Vertreibungsdiskussion) auf den Schild gehoben wird, beweist Houellebecq nun schon zum dritten Mal, daß ein guter Autor keine Tabuas kennt, zumal wenn sie durch eine Doppelmoral gekennzeichnet sind. Die Vergötterung des Individualismus, von ihm in allen Facetten bloßgelegt, hat tatsächlich dazu geführt, daß viele Zivilisationsgeschädigte an geistiger Armut kaum zu übertreffen sind. Familien gehen kaputt, Ehen zerbrechen, Berufswelten werden zur Folterkammer, Urlaub wird zur Gruppentherapie und Sex ist nur mehr unter pathologischen Gesichtspunkten zu erklären. Gleichwohl kritisiert Houellebecq dies nicht oder predigt einen paradiesischen Gegenentwurf, sondern er plädiert einfach für eines: eine gewisse Form der Ehrlichkeit gegenüber uns selbst. Dabei sind seine Szenen von kaum zu übertreffendem Witz, auch sprachlichem. Doch der Erzähler fällt einem nie auf die Nerven, er ist nicht zynisch, sondern bezieht sich selbst stets in die schonungslos offene Bespiegelung mit ein, und an Selbstmitleid fehlt es ihm genauso. Man könnte die Einstellung des Ich-Erzählers als fatalistisch bezeichnen: So ist es, also laßt uns nicht um den heißen Brei herumreden, das ganze in eine Moral verpacken oder versuchen, eine Welt auf Grund unserer Psychosen zu verschlimmbessern. Man könnte sich Houellebecq schwerlich bei einem "Aufstand der Anständigen" vorstellen; denn dafür ist er zu ehrlich und schaut ab und zu in den Spiegel.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Peter Hünten am 28. Februar 2002
Format: Gebundene Ausgabe
Ein Mann um die Vierzig, einsam, geistig und sexuell unbefriedigt, Sohn eines ungeliebten Vaters, wird durch dessen gewaltsamen Tod Erbe eines kleinen Vermögens und beschließt, einen Urlaub in Thailand zu verbringen, um dort seiner Leidenschaft für die zärtlich devote Zuwendung thailändischer Prostituierter zu frönen. Er will gut vögeln, ohne sich den Bewertungskriterien gefühlsarmer westlicher Frauen zu unterwerfen.

In einigen expliziten Beischlaftszenen beschreibt Houellebecq anschaulich den schönsten Traum des westlichen Freiers, den Orgasmus der bezahlten Partnerin, die - anders als ihre westlichen Kolleginnen - zur Hingabe fähig ist, und die Vergütung als gerechten Lohn für eine gute Leistung ohne moralischen Vorbehalt oder geheime Verachtung entgegennimmt. Houellebecqs Held Michel erwartet nichts mehr vom Leben als diese gelegentlichen Aufhellungen seinen langweiligen, unerfüllten Daseins.
Doch im Verlauf der Reise trifft er Valérie, eine junge, intelligente Frau, die mit viel Erfolg für einen internationalen Reiseveranstalter tätig ist. Michel fühlt sich auf unbestimmte Weise zu Valérie hingezogen, scheut aber die mögliche Zurückweisung und den Aufwand der Werbung. Zurück in Frankreich ergreift Valérie die Initiative und Michel findet in ihrem Bett überwältigende sexuelle Erlösung und das Versprechen persönlichen Glücks. Zusammen mit ihrem Chef wechselt Valérie bald darauf den Arbeitgeber und steht vor dem Problem, ein neues Reiseprodukt auf den Markt zu bringen, daß das stagnierende Geschäft der klassischen Ferienclubs ablösen soll.
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