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Plattform: Hörspiel [Audiobook] [Audio CD]

Michel Houellebecq , Martin Zylka , Jürgen Tarrach , Sylvester Groth , Ulrich Noethen
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (87 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

2003
"Plattform" protokolliert erbarmungslos ein Leben: Tristesse, Liebesglück und tragischen Tod. Der Erzähler Michel ist Beamter im Kultusministerium. Vierzig, farblos, frustriert und nach Dienstschluss einsamer Peep-Show-Erotomane und Experte im TV-Zappen. Die Urlaubspauschalreise ins Traumland Thailand verspricht diesem "ziemlich mittelmäßigen Individuum" paradiesisches Glück und Erlösung: Sexgenuss mit Asiatinnen. Die Mitreisende Valerie, eine erfolgreiche Managerin in der Tourismusindustrie, lernt er erst nach der Rückkehr ins lieblose Paris wirklich kennen - und mit ihr ein tiefes menschliches Glück voller Obsessionen, und ohne Bezahlung.
Zusammen erfinden Valerie und Michel ein rettendes Programm für die Reisebranche, die Plattform zum Glück: Wenn mehrere hundert Millionen alles haben, bloß kein sexuelles Glück, und mehrere Milliarden nichts haben als ihren Körper, dann ist das "eine Situation des idealen Tauschs". Michel und Valerie wollen die ver lorene Liebesfähigkeit des Westens in neuartigen Ferienclubs organisieren. Aber das gemeinsame Glück, nach dem Houellebecqs Erzähler Michel verzweifelt sucht, wird bei einem terroristischen Anschlag in Thailand von Islamisten zerstört.

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Produktinformation

  • Audio CD
  • Verlag: Der Audio Verlag; Auflage: 1., Aufl. (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3898132307
  • ISBN-13: 978-3898132305
  • Größe und/oder Gewicht: 13,6 x 12,6 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (87 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 805.057 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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"Männer wollen vor allem vögeln. Die Verführung interessiert nur ein paar Typen, die kein wirklich aufregendes Berufsleben und auch sonst keine Interessen im Leben haben." Noch immer gibt Michel Houellebecq den Zyniker vom Dienst. Auch in der Hörspiel-Adaption seines Skandal-Romans Plattform kommt Michel, unschwer als Alter Ego des Autors zu erkennen, schnell zum Punkt: Munter purzeln ihm zynische Spruchweisheiten aus dem Mund, alle kriegen ihr Fett weg: Grüne und Ökos, Chinesen und Taliban, Lesben und Gutmenschen, die S/M-Szene und Bestsellerautoren wie Grisham oder Forsythe.

Zusammen mit seiner Freundin Valérie, die er bei einem seiner Sex-Urlaube in Thailand kennen und später lieben lernt, gibt der Dauerfrustrierte Michel der Touristikbranche neue Impulse: ungenierte Sexreisen, nur notdürftig als "Aphrodite"-Projekt verschlüsselt. Das Geschäft boomt, doch bevor sich das Paar selbst in einem der Ferienparadiese niederlassen kann, fällt der ganze Betrieb, einschließlich Thaihostessen und Westtouristen, einem islamistischen Anschlag zum Opfer -- auch Valérie ist unter den Toten. Michel versinkt wieder in seine Depressionen. Der letzte Satz nach 110 Minuten: "Man wird mich schnell vergessen."

Für die Hörspielbearbeitung von Martin Zylka, preisgekrönter Regisseur der Audio-Fassung von Houellebecqs Ausweitung der Kampfzone, gilt dies keineswegs. Mit kühnen Strichen entschlackt Zylka den 370-Seiten-Wälzer des Franzosen, der leider nur allzu oft in Reiseführerprosa, dumpfe Pornografie und schlichte Banalität abrutscht, und präpariert -- besonders im zweiten Teil -- einen gänzlich neuen Houellebecq-Sound heraus: eine von tiefer Melancholie erfüllte Sprache der Liebe.

Sylvester Groth lotet Michels Gefühlsfassetten meisterhaft aus und auch sonst ist die WDR-Produktion mit Stars wie Jürgen Tarrach, Ulrich Noethen oder Christian Redl bis in die Nebenrollen brilliant besetzt. Der Electronica-Teppich des französischen Easy-listening-Papstes Betrand Burgalat und minimalistisch eingestreute O-Ton-Tupfer sind Kontrapunkte einer meisterhaften Produktion. Leider auch einer beklemmend aktuellen: Ein Foto des Booklets zeigt das von einem Terroranschlag verwüstete Hotel Paradise in Mombasa. Inzwischen zielt die Gewalt deutlicher ins Herz unserer Freizeit-Paradise. Bali, Riad und Casablanca scheinen Houellebecqs düstere Prophezeihungen blutig zu bestätigen -- die Weltkarte des reiselustigen und erholungsbedürftigen Westens schrumpft rasant. --Niklas Feldtkamp

Michel Houellebecq: Plattform. Hörspielbearbeitung und Regie: Martin Zylka. Musik: Bertrand Burgalat. Mit Sylvester Groth, Jürgen Tarrach, Nele Müller-Stöfen, Ulrich Noethen u. a. Spieldauer: 111 Minuten (16 Tracks). 2 CDs mit Booklet (12 Seiten).

Pressestimmen

"Wie wachsendes Donnergrollen kündigt sich bereits - unvermeidlich bei Houellebecq - eine tobende Polemik um die vermeintlichen Exzesse, Vulgaritäten und reaktionären Entgleisungen des Autors an." (Der Spiegel)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
118 von 127 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pornographische Gesellschaftssatire 20. Januar 2002
Format:Gebundene Ausgabe
"Plattform" ist zur einen Hälfte ein gut geschriebener Porno und zur anderen Hälfte eine Ansammlung von zynischen Aphorismen über unsere Gesellschaft.
Laut Michel Houellebecq sind die Menschen in der westlichen Welt zu einer erfüllten Sexualität nicht mehr in der Lage. Das Ideal der individuellen Selbstverwirklichung, der Narzissmuskult und der auszehrende Behauptungskampf in der freien Wirtschaft stehen im Weg, eine natürliche und sexuell befriedigende Beziehung mit einem anderen Menschen einzugehen.

Im Kontrast dazu beschreibt Houellebecq die Bewohner der armen Ländern der Welt. In diese Länder - exemplarisch Thailand und Kuba - reist der Ich-erzählende Protagonist als Sex-Tourist und entwirft dabei die Theorie, dass der Sex-Tourismus die Lösung für das sexuelle Problem der einen und das materielle Problem der anderen ist, sozusagen eine beiderseitige Nutzenmaximierung:
Auf der einen Seite die Menschen (Männer wie Frauen) des Westens, die alles haben - Geld, Erfolg, Freiheit, Sicherheit - alles außer einer erfüllten Sexualität. Und auf der anderen Seite die Menschen (Männer wie Frauen) der armen Länder, die nichts haben, außer der Fähigkeit, befriedigenden sexuellen Genuss zu bereiten.
Um seine ätzenden Ansichten dem Leser zu vermitteln, bastelt sich Houellebecq (gewollt?) die flache Rahmenhandlung eines Hollywood-B-Movies zurecht. Der Ich-Erzähler reist nach Thailand, um dort dem Sex mit thailändischen Prostituierten zu frönen, verliebt sich aber in eine westliche Touristin, die zufällig einen hohen Posten in der französischen Tourismus-Industrie bekleidet.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kongeniales Hörspiel 9. Januar 2004
Format:Audio CD
Es gibt Hörspiele, die setzten Romane "einfach" mit verteilten Rollen um und fertig. Und es gibt Hörspiele wie dieses, die in der Auswahl der Texte, der Sprecher und der Musik den Geist des Romans einzufangen versuchen und das auch noch hinbekommen. Die sprechenden Schauspieler (u.a. Jürgen Tarrach und Ulrich Noethen) und nicht zuletzt die wirklich außergewöhnliche und ganz im Sinne Houllebeqcs stehende Musik schaffen ein wirklich kongeniales Gesamterlebnis aus Houllebecqs Text. Leider (?!) vermag wohl auch das beste Hörbuch nicht die unerträgliche Tristesse einzufangen, die nur das Lesen von Houellebecq vermitteln kann. Aber hier ist man verdammt nah dran.
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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein ehrlicher Erzähler 18. Februar 2002
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Houellebecq ist vor allem eines: ein ehrlicher Erzähler. Kein Volkspädagoge wie Grass und kein eingebildeter Alltagspoet wie die deutschen Jungliteraten. Mal ist er aggressiv und destruktiv, mal einfach nur lakonisch und resigniert, mal höchst poetisch und philosophisch. Während in Deutschland Grass wegen eines angeblichen Tabubruchs (der Vertreibungsdiskussion) auf den Schild gehoben wird, beweist Houellebecq nun schon zum dritten Mal, daß ein guter Autor keine Tabuas kennt, zumal wenn sie durch eine Doppelmoral gekennzeichnet sind. Die Vergötterung des Individualismus, von ihm in allen Facetten bloßgelegt, hat tatsächlich dazu geführt, daß viele Zivilisationsgeschädigte an geistiger Armut kaum zu übertreffen sind. Familien gehen kaputt, Ehen zerbrechen, Berufswelten werden zur Folterkammer, Urlaub wird zur Gruppentherapie und Sex ist nur mehr unter pathologischen Gesichtspunkten zu erklären. Gleichwohl kritisiert Houellebecq dies nicht oder predigt einen paradiesischen Gegenentwurf, sondern er plädiert einfach für eines: eine gewisse Form der Ehrlichkeit gegenüber uns selbst. Dabei sind seine Szenen von kaum zu übertreffendem Witz, auch sprachlichem. Doch der Erzähler fällt einem nie auf die Nerven, er ist nicht zynisch, sondern bezieht sich selbst stets in die schonungslos offene Bespiegelung mit ein, und an Selbstmitleid fehlt es ihm genauso. Man könnte die Einstellung des Ich-Erzählers als fatalistisch bezeichnen: So ist es, also laßt uns nicht um den heißen Brei herumreden, das ganze in eine Moral verpacken oder versuchen, eine Welt auf Grund unserer Psychosen zu verschlimmbessern. Man könnte sich Houellebecq schwerlich bei einem "Aufstand der Anständigen" vorstellen; denn dafür ist er zu ehrlich und schaut ab und zu in den Spiegel.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Ware Sex 28. Februar 2002
Format:Gebundene Ausgabe
Ein Mann um die Vierzig, einsam, geistig und sexuell unbefriedigt, Sohn eines ungeliebten Vaters, wird durch dessen gewaltsamen Tod Erbe eines kleinen Vermögens und beschließt, einen Urlaub in Thailand zu verbringen, um dort seiner Leidenschaft für die zärtlich devote Zuwendung thailändischer Prostituierter zu frönen. Er will gut vögeln, ohne sich den Bewertungskriterien gefühlsarmer westlicher Frauen zu unterwerfen.

In einigen expliziten Beischlaftszenen beschreibt Houellebecq anschaulich den schönsten Traum des westlichen Freiers, den Orgasmus der bezahlten Partnerin, die - anders als ihre westlichen Kolleginnen - zur Hingabe fähig ist, und die Vergütung als gerechten Lohn für eine gute Leistung ohne moralischen Vorbehalt oder geheime Verachtung entgegennimmt. Houellebecqs Held Michel erwartet nichts mehr vom Leben als diese gelegentlichen Aufhellungen seinen langweiligen, unerfüllten Daseins.
Doch im Verlauf der Reise trifft er Valérie, eine junge, intelligente Frau, die mit viel Erfolg für einen internationalen Reiseveranstalter tätig ist. Michel fühlt sich auf unbestimmte Weise zu Valérie hingezogen, scheut aber die mögliche Zurückweisung und den Aufwand der Werbung. Zurück in Frankreich ergreift Valérie die Initiative und Michel findet in ihrem Bett überwältigende sexuelle Erlösung und das Versprechen persönlichen Glücks. Zusammen mit ihrem Chef wechselt Valérie bald darauf den Arbeitgeber und steht vor dem Problem, ein neues Reiseprodukt auf den Markt zu bringen, daß das stagnierende Geschäft der klassischen Ferienclubs ablösen soll.
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