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5.0 von 5 Sternen
ein beispielloser film, 22. November 2001
Von Ein Kunde
Selten habe ich einen Film gesehen, der in so atmosphärisch dichter und nahegehender Weise die Schrecken von Vietnam schildert. Sicherlich ist sehr oft von einer zweifelhaften Moral die Rede, die vielleicht der Realität nicht entspricht. Jedoch beeinträchtigt dies keineswegs das Gesamtwerk dieses Filmes. Besonders beeindruckend in diesem Film sind mir die Briefe des jungen Soldaten Chris in Erinnerung, in denen er seiner Großmutter von seinen Erlebnissen und von seiner Sicht des Krieges berichtet. Charaktere, die sich untereinander zerfleischen und der erschreckende Tod vieler Soldaten zeigen in beeindruckenden Bildern die Sinnlosigkeit dieses Krieges. Alles in allem neben Apocalypse Now für mich der emmotianalste, aufweckenste und beste Antikriegsfilm dieser Sparte.
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Kein Kriegsfilm, ein Soldatenfilm, 14. Februar 2002
Rezension bezieht sich auf: Platoon - Special Edition [Special Edition] (DVD)
Wenn man den Film guckt merkt man Eines: Der Mann, der diesen Film gedreht hat, war dabei. Es ist kein Kriegsfilm wie "Apocalypse Now", der zum Teil sehr philosophisch ist oder "Die Brücke von Arnheim", dem es nur um die Darstellung der Kriegselemente geht. "Platoon" ist ein Soldatenfilm. Es erinnert vielmehr an "Im Westen nichts Neues" als an die anderen Vietnamfilme. Es ist ein Film, der den Lebensablauf der Soldaten zeigt, die Rivalitäten, die Versuche den Stress abzubauen. Es zeigt das einzelne Individuum, während "Apocalypse Now" eine psychologische Studie des Menschen im Krieg ist. Was ich bei "Platoon" jedoch beeindruckend finde ist die Darstellung des Feindes, der am Anfang leicht und gegen Ende unüberwindbar wirkt. Zudem ist "Platoon" ein echter Vietnamfilm! Während "Apocalypse Now" ein für den Krieg unbedeutendes Randereignis darstellt und sich Kubriks "Full Metall Jacket" mehr auf die Ausbildung und die dortige Verherrlichung des Marine Corps konzentriert, spielt "Platoon" in Vietnam, im Dschungel, mitten unter den durchschnittlichen einfachen Soldaten.
Es ist ein durch und durch gelungener Film und für alle zu empfehlen. Die Gewaltdarstellung hält sich in Grenzen (jedenfalls so weit ich das beurteilen kann), so das ich es auch mit reinem Gewissen Zartbesaiteten empfehlen kann.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Spiegelbild eines erbarmungslosen Krieges, 29. November 2003
Rezension bezieht sich auf: Platoon - Special Edition [Special Edition] (DVD)
Vietnam 1967: Der Freiwillige Taylor meldet sich zum freiwilligen Kriegsdienst nach Vietnam. Das was ihn dort erwartet, zerstört alle seine Illusionen von Krieg und Abenteuer. Schonungslos bekommt er den brutalen Alltag des Krieges zu spüren, der niemanden verschont. Schon bald findet Taylor heraus, dass die Vietcong nicht der einzige Feind sind, den es zu bekämpfen gilt. Es entwickelt sich ein Kampf ums nackte Überleben, bei dem es nur Verlierer geben kann...
Der Vietnam-Krieg als Filmthema ist für Hollywood seit den 70er-Jahren kein Fremdwort mehr. Zahlreiche Spielfilme widmeten sich dem Krieg, darunter das düstere „Apokalypse Now", kritische Werke wie „Full Metal Jacket" oder „Die durch die Hölle gehen" zeigten die Schonungslosigkeit und Unmenschlichkeit eines der längsten und schlimmsten Ereignisse der Menschengeschichte. Vom Beginn des französischen Indochina-Krieges 1946 bis zum Pariser Abkommen 1973 dauerte diese Tragödie in ihrer gesamten Länge, die Millionen Menschen auf beiden Seiten das Leben kostete.
Oliver Stone's Film „Platoon" (1986) ist eine der intelligentesten und kritischsten Reflektionen des Themas. Er erhielt exzellente Kritiken und 4 Oscars.
Der ganze Film ist gekennzeichnet von der Angst, die unter den Soldaten herrschte. Jeder Fehler konnte den Tod bedeuten und zu schwersten Opfern führen. Auch sind Stone's Hauptfiguren keine Helden, wie es in „Rambo" der Fall ist, sondern ganz „normale" Menschen, vorwiegend aus der Unterschicht. Diese Männer kommen sprichwörtlich aus dem Nichts, sie hoffen vor allem auf den sozialen Aufstieg, den der Krieg aber nur einer verschwindend geringen Minderheit verschaffte. Aber auch sie werden nicht von den schrecklichen Ereignissen verschont. Stone macht auch deutlich, wie die Soldaten persönlich mit den Ereignissen umgingen: Alle Mittel waren erwünscht, solange man der Realität nur kurze Zeit entkommen konnte.
Als Taylor schwerverletzt in einem Hubschrauber Abschied vom Schlachtfeld Vietnam nimmt, sind alle tot oder verwundet, die ihm etwas bedeuteten. Alle sind Verlierer, Krieg kennt keine Sieger. Auch er hat verloren, seine traumatischen Erlebnisse wird er nie völllig verarbeiten können. „Alles was wir letztlich machen können, ist unsere Erlebnisse an andere weiterzugeben und zu vermitteln, das Leben einen Wert hat" sagt Taylor am Ende.
Dem ist nichts hinzuzufügen.
Zur DVD: Sehr schöne Extras wie das einstündige Making-Of oder der sehr unterhaltsame Audiokommentar von Oliver Stone, auch die Bildqualität ist gut, der Ton könnte noch etwas mehr Brillanz vertragen.
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