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Chris, gespielt von Charlie Sheen (Tödliche Geschwindigkeit, Hot Shots) ist ein Infanterist, dessen Loyalität von zwei Vorgesetzten auf die Probe gestellt wird: Zum einen ist dies Sergeant Elias (Willem Dafoe, Body of Evidence, Speed 2), ein ehemaliger Hippie und Menschenfreund, der sich einfühlsam seiner Untergebenen annimmt. (Einige Jahre später spielte Dafoe die Rolle des Jesus Christus in Martin Scorseses Die letzte Versuchung Christi). Zum anderen ist es Sergeant Barnes (Tom Berenger, Mörderischer Vorsprung, Der Mann im Hintergrund), ein launenhafter Macho-Kämpfer, der sich dem Schlechten verschrieben zu haben scheint. Die Persönlichkeiten der beiden Sergeants spiegeln sich in der Wahl ihrer Drogen wider: Gras für Elias und Schnaps für Barnes.
Oliver Stone wurde durch seinen dampfhammerartigen visuellen Stil bekannt, doch für diesen Film ist er überaus angemessen. Die brutalen und verwirrenden Bilder haben eine erschreckende Unmittelbarkeit und die Eigenschaft, den Zuschauer mitten ins Geschehen zu versetzen und ihm eine Vorstellung davon zu geben, wie sich ein Infanterist in den Dschungeln Vietnams gefühlt haben mag. Platoon gewann die Oscars für den Besten Film und die Beste Regie. --Jim Emerson
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Es ist ein durch und durch gelungener Film und für alle zu empfehlen. Die Gewaltdarstellung hält sich in Grenzen (jedenfalls so weit ich das beurteilen kann), so das ich es auch mit reinem Gewissen Zartbesaiteten empfehlen kann.
Der Film selber ist spannend umgesetzt, ohne den Standpunkt der Soldaten auch nur eine Minute zu vernachlässigen. Die Hauptdarsteller im Film sind klar die Amerikaner, und nicht der Feind. Und im Gegensatz zu den meisten anderen Kriegsepen, zelebriert Platoon nicht den patriotismus und den Mut der Soldaten, sondern versucht ihnen ihre Unschuld zu zerstören. Gleichzeitig schockt er den Zuschauer mit grauenhaften Bildern des totalen Krieges. Die Sequenz, in dem das Platoon das mit dem Vietcong verbündeten Dorf zerstört, ist eine der psychisch und visuell brutalsten der Filmgschichte.
Die Darsteller sind ohne Ausnahme überzeugend und verkörpern in jeder minute des Films das Dilemma eines Soldaten, der sich im Strom des Horrors und Blut mit allen möglichen Mitteln über Wasser hält. Die Spaltung des Platoons in zwei Gruppen interpretiere ich wie die Spaltung Amerikas während des Krieges. Die eine Gruppe sieht den Feind als Sache, der im Namen des Landes um jeden Preis getötet werden muss. Die andere Gruppe angeführt von Srgt. Ellias sieht den Feind als Menschen.
Visuell ist das Werk atemberaubend. Gut durchdachte Kammeraführung erzeugt ein reales Bild und die Toneffekte ziehen den Zuschauer direkt in das Geschehen.
Wertung: 09/10
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