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Platon im Striptease-Lokal: Parodien und Travestien
 
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Platon im Striptease-Lokal: Parodien und Travestien [Taschenbuch]

Umberto Eco , Burkhart Kroeber
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 176 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Oktober 1993)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423117591
  • ISBN-13: 978-3423117593
  • Größe und/oder Gewicht: 19,4 x 11,9 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 124.385 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

»Ich muß sagen, als ich den Anfang dieses Manuskripts und die ersten hundert Seiten las, war ich begeistert. Alles Action, prallvoll mit allem, was die Deutsch von Burkhart Kroc Leser heute von einem richtigen Schmöker erwarten: Sex (jede Menge), Ehebrüche, Sodomie, Mord und Totschlag, Inzest, Krieg, Massaker und so weiter.« Was für ein begnadeter Lektor! Das von ihm so belobigte Werk wurde millionenfach verkauft. Allerdings nicht unter dem vorgeschlagenen Titel »Die verlorene Schar vom Roten Meer«, sondern unter dem weniger spektakulären Namen »Die Bibel« ...

Seine Parodien und Travestien zum Zeitgeist gehören zum Populärsten, was Umberto Eco verfaßt hat. »Zur Zeit Mussolinis hätte man Eco nach Lipari oder Ventotene verbannt«, schreibt Norbert Trunz. »Hinter den skurrilen Einfällen seiner Storys verbirgt sich ein echter Moralist, der mit spitzer Feder aufdeckt und angreift, was morsch ist in unserer Gesellschaft.«

Der Verlag über das Buch

In Italien scheinen nicht nur das Leben und die Liebe problemloser zu sein als anderswo, auch mit der Literatur und der Philosophie tun sich die Italiener leichter. Meisterhaftes Beispiel hierfür sind diese Kabinettstückchen: In einer Parodie auf Nabokovs Lolita liebt ein sehr junger Mann eine Greisin. Per Live-Sendung sind wir dabei, als Columbus die Neue Welt betritt – worüber uns das Fernsehen so berichtet wie seinerzeit über die Landung der Amerikaner auf dem Mond –, und wir werden Zeugen bei der Erfindung des Faustkeils, der, eben erst als nützliches Werkzeug erdacht, sogleich zum Töten benutzt wird. Daneben erfahren wir, wie man als Intellektueller auch dann überlebt, wenn die scheinbar real existierende Lebensgrundlage entfällt. Spätestens hier wird deutlich, daß Parodie und Satire für Eco bei aller Lust am Spott immer auch eine Form des ethischen Engagements sind, nur eben: eine unterhaltsame. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Provokant bis Boshaft 27. August 2000
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Bekannt sein dürfte U.Eco den meisten wohl durch seine beiden spannend-verworrenen Mammutwerke "Das Foucaultsche Pendel" und "Der Name der Rose". Um so erstaunlicher erscheint es, ein Buch von ihm mit solchem Titel in den Händen zu halten, auf dessen Buchdeckel er sich auch noch selbst auf der Nase rumtanzt. Doch es hält, was es verspricht: Eine Sammlung von Kurzgeschichten, die allesamt schon älteren Datums sind, aber nichts an Aktualität eingebüßt haben. Provokant und boshaft sind diese "Parodien und Travestien", witzig, mal mit sehr ernsten Untertönen ("Brief an meinen dreijährigen Sohn"), mal grotesk ("Die Karte des Reiches im Maßstab 1:1), an einigen Stellen vielleicht etwas zäh zu lesen. Nachdem man "...müssen wir mit Bedauern ablehnen" gelesen hat, weiß man endlich, warum z.B. die Odyssee, die Bibel oder Don Quijiote nie hätten erscheinen sollen, und sieht diese Werke mit ganz anderen Augen. Und "Drei Käuzchen auf dem Vertiko", die Interpretation eines Kinder- Abzählreims, spricht all jenen aus der Seele, die schon im Deutschunterricht nichts vom Germanistengeschwafel hielten. Denn schließlich sieht es Eco, der selber Träger von neun Ehrendoktortiteln ist, als "eine der edelsten Aufgaben des nicht so ganz Ernsthaften, einen Schatten von Verdacht auf die allzu ernsthaft betriebenen Dinge zu werfen". Wer hiervon nicht genug kriegen kann, der sei auf U.Eco "Wie man mit einem Lachs verreist... und andere nützliche Ratschläge" verwiesen.

Dies ist eine Studentenrezension

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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Aberwitzig, lyrisch, lustvoll, ketzerisch, unglaublich, überraschend, kritisch, parodistisch, zum Totlachen, zum Heulen, zum Nachdenken - all das ist Eco in deser Sammlung von kurzen bis mittellangen Essays und Geschichten.

Ob er Nabokovs "Lolita" parodiert, einen belanglosen Kinderreim wissenschaftlich interpretiert, sich in Gedanken über riesige Landkarten verliert oder sonst noch so einiges probiert, Eco vermag mit all diesen Themen zu fesseln. Er erklärt, warum man Kindern Waffen schenken sollte, warum der Faustkeil und die Atombombe nahe Verwandte sind, wie ein ozeanischer Forscher die Europäische Gesellschaft betrachten würde und wie eine Live-Reportage von der Entdeckung Amerikas aussehen könnte. Daneben schreibt er noch einige Lektoratsgutachten über wichtige Werke der Weltliteratur (beispelsweise die Bibel), die er allesamt zur Ablehnung empfiehlt und dafür auch stichhaltige Gründe angibt. Aberwitzig eben.

Der meiner Meinung nach beste Essay in diesem Buch ist aber die "Phänomenologie des Quizmasters", mit der Eco ein Geniestreich gelungen ist. Nach der Lektüre diese Abschnittes wird es wohl kaum jemanden geben, der nicht bewegt sein wird von den Schlussfolgerungen, die der Autor hier zieht. Ganz im Stile Ecos eben.

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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Stark! 22. November 1999
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch ist ein echter Knüller - es zeigt einen ganz anderen Eco als wir ihn von "Der Name der Rose" oder dem "Focaultschen Pendel" kennen. Vielleicht ist es aber doch der gleiche Eco, denn auch dieses Büchlein sprüht vor Intelligenz, Wortwitz und Wortgewaltigkeit. Es handelt sich um eine Sammlung von Essays, die Eco in einer Literaturzeitschrift veröffentlicht hat. Allerdings handelt es sich nicht um wissenschaftliche Texte, sondern oft, wie der Titel schon sagt, um Parodien. So nimmt er im ersten Essay Nabokovs "Lolita" schwer auf die Schippe, indem er seine Vorliebe für ältere Damen schildert. Oder er zerlegt einen Kinderreim streng literaturwissenschaftlich mit allen möglichen Interpretationsweisen und nimmt so die wissenschaftlichen Debatten gekonnt aufs Korn. "Platon im Stripteaselokal" steckt voller Wahrheiten und großartiger Einsichten. Es zeigt uns eine andere Seite an einem großen Autor der Gegenwart.
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Stammesriten in Mediolanum
Alles in allem ein köstliches Buch. Manche der Ausführungen sind etwas langatmig und bei manchen ist erhöhte Konzentration beim Lesen erforderlich aber jede atmet... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. April 2010 von D. Kirchebner
nun ja?!
Umberto Eco für Einsteiger?
So richtig überzeugt haben mich die Anekdoten die in diesem Büchlein enthalten sind nicht - es kommt einem fast wie... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Februar 2010 von Jess Sinclair
Mit spitzer Feder - und großem Humor
Umberto Eco ist nicht nur in der Philosophie und der Mittelalterforschung bewandert - seine hohe Auffassungsgabe und gewitzte Art, den Dingen auf den Grund zu gehen, bringt er auch... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. Juni 2009 von Büchermensch
schlicht und ergreifend grossartig
Diese Zusammenfassung einzelner Parodien und Travestien Eco's ist umwerfend. Ich habe noch nie eine derartige Ansammlung von grotesken, bizarren und vor allem komischen Schriften... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. September 2007 von L. Marflow
Stellenweise zu hoch
Eine leichte Kost stellen die Parodien und Travestien nicht dar. Man merkt Eco an, daß er nun wirklich umfassende Bildung hat. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Oktober 2005 von Daniel Fischer
Zynisch, bissig und gemein
Allein der Titel spricht schon für sich! Eco hat jedenfalls kein Problem damit, Skuriles und Unmögliches so unverblühmt niederzuschreiben, dass man zwangsweise nach... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Mai 2003 von "baly007"
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