Das New Yorker Trio um den Sänger, Gitarristen und Songwriter Jon Spencer ist nach ihrem (für ihre Verhältnisse) eingängigen letzten Album "ACME" mit seiner Musik nicht mehr alleine. Denn mit seiner Mischung aus anämischem Blues-Rock, kaputtem Rockabilly und verschleppten Grooves trifft er in etwa angesagte Bands wie die White Stripes oder Tigerbeat. Wuchtige Gitarren (ohne Bass) treffen auf treibendes Schlagzeug, und es wird in guten Momenten exzellenter Post-Punk-Noise gespielt, in Schlechten schrammelt/lärmt es leider nur. Höhepunkte dieser nicht einfachen Musik sind "Killer Wolf", eine knorke, mit Blues-Elementen angereicherte Midtempo-Nummer, das unterschwellig swingende "Hold On" und die an die Stones erinnernde Ballade "Mother Nature". Unterstützt wird die Band von Dr. John sowie dem ehemaligen Funkadelic-Keyboarder Bernie Worrell. Und glücklicherweise überwiegen auf diesem Album die guten Momente. Und die neuen Bands, die den Rock`n`Roll momentan dekonstruieren, sollten mal bei Jon Spencer hinhören.