Das Buch ist ein Beleg dafür, warum deutsche Science-Fiction mit der angloamerikanischen nicht mithalten kann. Es fehlt an dramaturgischen Grundkenntnissen, wie sie etwa in den Lehrbüchern von Sol Stein vermittelt wird. Eine Besprechung der einzelnen Geschichten würde den Rahmen der Kritik sprengen, doch einen Hauptdefekt haben fast alle Geschichten gemein, der menschliche Faktor:
Entweder bleibt dunkel, was die Figuren wollen oder was sie machen.
Oder die Protagonisten fühlen nichts. Weder bestehen Handlungsnotwendigkeiten, noch sind die Figuren in Gefahr, noch sind sie beunruhigt. Das verwundert auch nicht, da den Helden der berühmte Anstoß zum Handeln fehlt. Tauchen Probleme auf, werden sie weggequatscht, es könnte ja spannend werden. Fragen werden gar nicht erst aufgeworfen, oder sie kümmern keinen.
Es werden auch keine Perspektiven für morgen vorgestellt.
Es wird nur endlos emotionsfrei beschrieben und erklärt.
Keine Geschichte wird deshalb den Puls schneller schlagen lassen. Und Besseres gibt es zuhauf. Die in Foren geäußerte Selbstzufriedenheit einiger Autoren sollten mal die Kommentare zählen. Eschbach hat sicher eine seiner schwächsten Geschichten geschrieben, weshalb seine Konkurrenten auch genüßlich darauf herum hackten. Aus seinen Mitgeschichten ragt sein Beitrag allerdings heraus, ich würde Eschbachs im unteren Mittelmaß ansiedeln. Das sagt über den Rest alles.