Na schön. Draußen wird es wieder kälter, die Tage werden länger, die Bäume kahler und die Sonne verschwindet allzu oft unter einem grauen Wolken/Regen-Mix. Ja, der Herbst ist da... Schon wieder.
Immer gut im Herbst... traurige schöne Gitarrenmusik höhren. Was nimmt man sich da zur Hand? Coldplay machen lieber Bombast und auch Starsailor wollen härtere Töne anstimmen. Nein, mein Tipp für den Herbst 2005... DEATH CAB FOR CUTIE.
Die Indie-Kapelle aus Seattle hatte schon in den letzten Jahren regelmäßig tolle Alben rausgehauen, habe dieses Jahr sind sie mir erstmals aufgefallen. Gerade jetzt. Wie passend.
Generell geht's auf "Plans" eher ruhig zu. Man hört größtenteils sanften Gitarrenpop á la Thirteen Senses oder den frühen Coldplay (schlimm, wenn man das schon mittlerweile so ausdrücken muss). Die Gitarren zupfen dezent, ein Piano taucht immer mal wieder auf... Streicher und Orgel sind auch kein Hindernis. Und dann die butterweiche Stimme des Sängers, gepaart mit träumerischen Melodien und Texten.
Das ist pure Wohlfühlmusik. "Marching Bands of Manhatten" gibt gleich die Richtung vor. Also wer Titel 1 hört und merkt, ihm gefällt diese Art der Musik, der ist bestens aufgehoben bei Death Cab for Cutie. Spätestens mit dem melodischen Pop-Hammer "Soul meets Body" hat einen die Band dann entgültig. Es folgen dann weitere zarte Pop-Perlen, wie das geniale "I will follow you into the Dark" (nur mit Akkustik-Gitarre), oder das melancholische "Brothers on a Hotel Bed". Ach, eigentlich überflüssig einen Song rauszugreifen... es sind alle toll.
Klar, das "Death Cab for Cutie" damit nicht das Rad neu erfinden, aber es hört sich klasse an. Die Musik ist ehrlich, gefühlvoll und gut gemacht, die Songs klasse und voller Atmosphäre. Wie ich bereits anfangs sagte: wer Musik für schöne kalte Herbsttage braucht... diese Platte ist das beste Mittel dagegen, sich nicht einsam und kalt zu fühlen. Durchweg gelungenes, unscheinbares kleines Meisterwerk.