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Was ist nun eigentlich das Besondere an dieser Band? Sind es die klugen Texte, die ausdrucksstarken Melodien oder ist es die eindringliche Stimme von Sänger Ben Gibbard? Schwer zu sagen, vermutlich ist es die perfekte Mischung, die den Zauber der US-Band ausmacht. Ich besitze nun fast jedes Album dieser Ausnahmekünstler und kann nicht genug bekommen. Death Cab for Cutie versteht es perfekt, originelle Texte mit melodiösem Rock und vereinzelten Electronic-Beats zu vereinen, um jedem Song einen völlig einzigartigen Ausdruck zu verleihen. Dies haben sie auf ihrem aktuellen Album zur Vollkommenheit getrieben. Mal melancholisch und traurig, mal fröhlich verspielt, auf dieser Scheibe ist alles zu finden. Für mich geht jeder einzelne Song auf "Plans" unter die Haut. Meine absoluten Favoriten sind "Different Names for the same Thing" (die Melodie ist Wahnsinn!), "What Sarah said" (Genialer Text) und "Your Heart is an empty Room" (Beides!).
Zu dem sind Death Cabs eine der besten Life-Bands die ich jemals gesehen habe. Ich durfte sie vor ein paar Wochen in München/Muffathalle erleben und war absolut begeistert von den hoch musikalischen Jungs aus den Staten.
Nur noch ein kleiner Tipp am Rande: ein wahres Juwel ist auch die Scheibe "Give up" von Postal Service, einem Solo-Projekt des Sängers der Death Cabs, bei dem er seiner Vorliebe für Electrobeats freien Lauf lässt. Das ist was ganz Feines!
Generell geht's auf "Plans" eher ruhig zu. Man hört größtenteils sanften Gitarrenpop á la Thirteen Senses oder den frühen Coldplay (schlimm, wenn man das schon mittlerweile so ausdrücken muss). Die Gitarren zupfen dezent, ein Piano taucht immer mal wieder auf... Streicher und Orgel sind auch kein Hindernis. Und dann die butterweiche Stimme des Sängers, gepaart mit träumerischen Melodien und Texten.
Das ist pure Wohlfühlmusik. "Marching Bands of Manhatten" gibt gleich die Richtung vor. Also wer Titel 1 hört und merkt, ihm gefällt diese Art der Musik, der ist bestens aufgehoben bei Death Cab for Cutie. Spätestens mit dem melodischen Pop-Hammer "Soul meets Body" hat einen die Band dann entgültig. Es folgen dann weitere zarte Pop-Perlen, wie das geniale "I will follow you into the Dark" (nur mit Akkustik-Gitarre), oder das melancholische "Brothers on a Hotel Bed". Ach, eigentlich überflüssig einen Song rauszugreifen... es sind alle toll.
Klar, das "Death Cab for Cutie" damit nicht das Rad neu erfinden, aber es hört sich klasse an. Die Musik ist ehrlich, gefühlvoll und gut gemacht, die Songs klasse und voller Atmosphäre. Wie ich bereits anfangs sagte: wer Musik für schöne kalte Herbsttage braucht... diese Platte ist das beste Mittel dagegen, sich nicht einsam und kalt zu fühlen. Durchweg gelungenes, unscheinbares kleines Meisterwerk.
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