Mein letztes SF-Buch war ausgelesen, ich stöberte in meiner Lieblingsbuchhandlung nach Neuerscheinungen und fand nichts.
Dann fiel mir das Buch "Planetenkrieg" in die Hände.
ich kannte John Ringo schon aus der Reihe "Invasion" und fand ihn einfach nur schlecht: Metzeleien, die Menschen sind die tollsten, kaum Humor - kurz gesagt: Nach 3 Folgen habe ich mich von der "Invasion"-Reihe verabschiedet.
Nun stand dieses Buch vor mir, ich las das Cover, und aus lauter Verzweiflung - es waren ansonsten keine interessanten Bücher vorhanden - griff ich dann doch zu.
Und ich muss sagen, ich bin im Nachhinein froh, es erworben zu haben:
Es erinnert mich am Anfang irgendwie an "Per Anhalter durch die Galaxis".
Man muss es sich einmal vorstellen:
Hochentwickelte Aliens kommen auf die Erde, verkaufen den Eingeborenen ihren Schrott, der ihnen für teure Gegenwerte aus den Händen gerissen wird. Die Erde liegt wirtschaftlich am Boden, und genau so geht's auch dem Protagonisten, der, anstatt in einem hochbezahlten, seiner Ausbildung entsprechenden Beruf zu arbeitem, Holz hackt, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen.
Seine Trumnpfkarte:
Er zeichnet lustige Science-Fiction-Comics über Weltraumhändler, die ebenfalls von Aliens gelesen werden.
So kommt ein Kontakt zwischen den Aliens und unserem Protagonisten zu Stande.
Die Aliens sind eigentlich an nichts auf der Erde interessiert außer an bestimmten Rohstoffen, und vor allem können sie unsere Nahrungsmittel nicht konsumieren, da diese für deren Metabolismus giftig ist.
Unser Protagonist probiert's aber trotzdem und stellt fest, dass Ahornsirup für die Aliens wie eine Droge wirkt - der Deal ist perfekt, und unser Ahornsirup-König wird zum reichsten Mann der Welt.
Ich möchte jetzt nicht die ganze Geschichte erzählen, aber es folgt natürlich noch ein Angriff einer anderen Spezies, es gibt ein wenig Gemetzel, fremde Planeten etc.
Man muss dieses Buch mit einem Zwinkern im Auge lesen und es als das sehen, was es ist:
Eine gute Geschichte, nicht wirklich ernst gemeint, zugleich sehr lustig, aber auch heftig (Bombardement der Erde).
Für den Hardcore-Military-SF-Leser wird das Buch eine Enttäuschung sein, aber für jemanden, der eine halbwegs realistische Science Fiction mag und dem z. B. Douglas Adams gefällt, ist das Buch eine absolute Empfehlung.
Ich kann Ringo zu diesem Buch nur gratulieren und freue mich mächtig auf den 2. Teil!