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Planet der Verräter. Star Wars Episode 01.
 
 
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Planet der Verräter. Star Wars Episode 01. [Taschenbuch]

Greg Bear , Ralf Schmitz
2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Gegen Ende von Episode 1: Die dunkle Bedrohung nimmt der junge Jedi-Ritter Obi-Wan Kenobi den hoch begabten Anakin Skywalker unter seine Fittiche -- gegen die Bedenken von Meister Yoda. Obi-Wan hat jedoch keine Vorstellung davon, was für ein Monster aus seinem Schüler einmal werden wird. Noch glaubt er wie sein gefallener Meister Qui-Gon, dass er Anakin in der Macht unterweisen und ihn lehren kann, seine Aggressionen zu bändigen.

Inzwischen ist Anakin zwölf Jahre alt und gibt sich alle Mühe, seinen Meister in den Wahnsinn zu treiben. Zwar ist er einer der fähigsten Padawan des Jedi-Tempels, aber er pflegt ein gefährliches Hobby: Wettfliegen in den Abfallgruben des Wicko-Distrikts. Mit selbst gebauten, hauchdünnen Flügeln segelt er in selbstmörderischem Tempo durch Plasmaströme und Silikondämpfe -- kaum eine angemessene Tätigkeit für einen zukünftigen Jedi-Ritter.

Da kommt ein Auftrag des Jedi-Rats gerade Recht: Auf dem Planeten Zonama Sekot werden die schnellsten Raumschiffe der Galaxis gebaut, allerdings werden nur ganz wenige Interessenten als Käufer angenommen. Obi-Wan und Anakin sollen ihr Glück versuchen und unterziehen sich einem kompliziertem Ritual, um ihre Eignung als Piloten unter Beweis zu stellen. Als ein gehemnisvoller Konkurrent ihnen die Raumschiffe streitig macht, wird aus dem sportlichen Wettbewerb jedoch blutiger Ernst.

Greg Bear gilt als einer der besten Autoren wissenschaftlich fundierter Science Fiction. Seine Vorliebe für fremde Universen hat er bereits mehrfach unter Beweis gestellt, u.a. mit Dinosaur Summer einer gelungen Fortsetzung der Professor-Challenger-Geschichten (Die vergessene Welt) von Arthur Conan Doyle, und Foundation und Chaos, einem Beitrag zu Isaac Asimovs Foundation-Universum. Planet der Verräter ist einer der originellsten Beiträge zum Star-Wars-Kanon. Bear gelingt es, eine -- für Star-Wars-Verhältnisse -- ungewöhnliche und ungewöhnlich spannende Geschichte mit eigenwilligen Ideen zu erzählen. Natürlich ist Anakin noch immer ein kleiner, nervender Besserwisser, aber Bears Schilderung der Hauptfiguren ist eine wahre Freude. Ein gelungener, in sich abgeschlossener Roman! --Felix Darwin

Kurzbeschreibung

Drei Jahre nach den Ereignissen aus "Episode 1: Die dunkle Bedrohung" betreten Anakin Skywalker und der Jedi-Ritter Obi-Wan Kenobi eine rätselhafte Welt ...
Als Obi-Wan und Anakin auf den geheimnisvollen Planeten Zonama Sekot geschickt werden, die Ursprungswelt der schnellsten Raumschiffe der Galaxis, geraten sie in einen Wirbelsturm aus mörderischen Intrigen und Verrat. Denn es existieren noch andere Interessenten, die nach der Macht gieren, die solche superschnellen Schiffe verleihen könnten. Raith Sienar, ein ebenso brillanter wie skrupelloser Waffen- und Raumschiffkonstrukteur, besitzt den nötigen Sachverstand, um aus der exotischen Bauweise der Raumer von Zonama Sekot schlau zu werden, während Commander Wilhuff Tarkin über die Streitkräfte der mächtigen Handelsföderation verfügt, mit deren Hilfe er das Geheimnis mit Gewalt zu lüften vermag. Gemeinsam sind sie eine Furcht erregende Feindsmacht, gegen die ein kleiner und unterentwickelter Planet sich kaum zur Wehr setzen kann. Aber als Tarkins Flotte mit ihrer ganzen Brutalität zuschlägt, spüren Obi-Wan und Anakin eine Erschütterung der Macht, die mit keiner je zuvor erfahrenen Störung vergleichbar ist. Allem Anschein nach existieren auf Zonama Sekot größere Geheimnisse, als der Augenschein vermuten lässt. Der Planet entpuppt sich als ein intelligenter Gesamtorganismus, der nun seine gewaltigen organischen Hyperantriebssegmente aktiviert, um im Weltraum zu verschwinden und einen neuen friedlicheren Ort für seine symbiotische Existenz zu finden. Obi-Wan und Anakin, der auf Zonama Sekot den Lockungen der Dunklen Seite widerstanden hat, kehren währenddessen nach Coruscant zurück, um Tarkins Verschwörung aufzudecken und Anakins Jedi-Training fortzusetzen.

Über den Autor

Greg Bear wurde 1951 in San Diego geboren und studierte dort englische Literatur. Seit 1975 als freier Schriftsteller tätig, gilt er heute als einer der ideenreichsten wissenschaftlich orientierten Autoren der Gegenwart. Er wurde für seine Romane mehrfach mit dem Hugo- und dem Nebula-Award ausgezeichnet.

Auszug aus Star Wars, Planet der Veräter von Greg Bear, Ralf Schmitz. Copyright © 2001. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Anakin Skywalker stand in einem aufgelassenen Versorgungstunnel, der zur Abfallgrube des Wicko-Distrikts führte, in einer langen Warteschlange. Mit einem ungeduldigen Seufzer hob er seine hauchdünnen, fest zusammengefalteten Rennflügel an ihrem Ledergeschirr an und stützte das breite Steuerruder auf den Riemen seiner Fliegersandalen. Dann lehnte er die Flügel gegen die Tunnelwand, klemmte die Zungenspitze zwischen die Lippen und führte die schmale glühende Klinge eines Taschenschweißers wie ein winziges Lichtschwert über einen Riss in der rechten Außenstütze. Als er die Reparatur beendet hatte, drehte er versuchsweise den Propeller. Obwohl schon alt, lief er glatt und gleichmäßig.

Anakin hatte die Flügel erst vor einer Woche von einem ehemaligen Champion mit gebrochenem Rückgrat gekauft. Er hatte in Rekordzeit wahre Wunder vollbracht, sodass er jetzt bereits in demselben Wettbewerb fliegen konnte, bei dem der Champion seine Karriere beendet hatte.

Anakin liebte das Zerren und Reißen der Rennflügel während des Fluges. Er genoss die Geschwindigkeit und die außergewöhnlichen Tücken dabei, so wie andere die Schönheit eines nächtlichen Himmels genossen, der sich über Coruscant mit seinen ewigen, den ganzen Planeten umspannenden funkelnden Stadtlichtern den Blicken meist entzog. Anakin sehnte den Wettbewerb herbei, empfand sogar einen gewissen Nervenkitzel angesichts des nervösen Geruchs seiner Konkurrenten - Gesindel und Abschaum, einer wie der andere.

Mehr als alles andere jedoch liebte er es zu gewinnen.

Das Rennen in der Abfallgrube war natürlich illegal. Die Behörden auf Coruscant versuchten noch immer das Image eines seriösen und respektablen Planeten aufrechtzuerhalten, der Kapitale der Republik, des Zentrums von Recht und Zivilisation für Zehntausende von Sternsystemen. Die Wahrheit sah ganz anders aus, wenn man wusste, wo man suchen musste. Und Anakin wusste instinktiv, wo er suchen musste.

Schließlich war er auf Tatooine geboren und aufgewachsen.

Obwohl ihm die Ausbildung zum Jedi sehr gefiel, fiel es ihm nicht leicht, sich in ein derart enges philosophisches Korsett pressen zu lassen. Doch Anakin hatte sich gleich gedacht, dass es auf einer Welt, auf der tausend Spezies und Rassen zusammenkamen um zu palavern, auch irgendwo Orte geben musste, wo man sich wunderbar amüsieren konnte.

Der für das Rennen verantwortliche Tunnelmeister war ein Naplousean, also kaum mehr als ein Bündel fadenartigen Gewebes mit drei Beinen und einem knotigen Häuflein glänzender feuchter Augen. "Der erste Flug ist schon weg", zischte das Wesen, während es mit raschen, anmutigen Drehbewegungen durch den schmalen Tunnel mit den glatten Wänden glitt. Das Naplousean sprach Basic, es sei denn, es war wütend. Dann roch es einfach nur furchtbar. "Flügel hoch!", befahl es.

Anakin wuchtete seine Flügel unter professionell aufeinander abgestimmten Grunzlauten, eins, zwei, drei, über eine Schulter, schob die Arme durch die Gurte und legte das Geschirr an, das er so zurechtgestutzt hatte, dass es einem zwölfjährigen menschlichen Jungen passte.

Das Naplousean musterte jeden der Teilnehmer mit zahlreichen kritischen Augen. Als die Reihe an Anakin war, schlüpfte ein dünner, trockener Gewebefaden zwischen seine Rippen und die Träger und riss mit solcher Kraft daran, dass der Junge beinahe umgefallen wäre.

"Du bist ...?", hustete der Meister.

"Anakin Skywalker", antwortete der Junge. Er log nie.

Und er machte sich auch niemals Gedanken darüber, ob ihn eine Strafe erwartete.

"Ganz schön mutig", bemerkte der Tunnelmeister. "Was Mutter und Vater sagen, wenn wir bringen ihnen toten Knaben?"

"Sie ziehen einen neuen auf", entgegnete Anakin. Er hoffte, hart und tüchtig zu klingen, obwohl es ihm eigentlich ganz gleich war, was der Tunnelmeister dachte, so lange er ihn nur an dem Rennen teilnehmen ließ.

"Ich kenne Rennflieger", sagte das Naplousean. Seine zahllosen Augen rangelten miteinander um bessere Sicht. "Du kein Rennflieger!"

Anakin schwieg respektvoll und konzentrierte sich auf den Kreis aus trübem blauen Licht, der ständig wuchs, während die Warteschlange kürzer wurde. (...)

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