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Planet Moskau
 
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Planet Moskau [Taschenbuch]

Sonia Mikich
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Dtv (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423361794
  • ISBN-13: 978-3423361798
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.515.288 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Seit Jahren schon fühlen sich prominente Fernsehjournalisten berufen, ihren Zuschauern die großen Zusammenhänge des Weltgeschehens in Buchform nahe bringen zu wollen. Auch die ARD-Korrespondentin Sonia Mikisch scheint sich nahtlos in den Reigen ihrer schriftstellernden Kollegen einzureihen, doch bei näherer Betrachtung erweist sich Planet Moskau als unterhaltsamer und erfrischend ironischer Blick in die russische Seele.

Als Sonia Mikisch 1991 zum ersten Mal nach Moskau reiste, saß Gorbatschow im Kreml und Boris Jelzin war der Hoffnungsträger der jungen Demokratie. "Dieser Rebell Boris Jelzin war es, der für mich Russlands unglaubliche Möglichkeiten erschloss und mich süchtig nach historischen Entwicklungen machte", schwärmt Mikisch, "wie fad, wie aufgeräumt kam mir damals alles im Westen vor."

Nur drei Jahre später entpuppte sich Jelzin als kalter Autokrat, der einen blutigen Krieg gegen die Tschetschenen führte, um von seinen innenpolitischen Sünden abzulenken. Dennoch verkneift sich Sonia Mikisch tiefschürfende Analysen des russischen Demokratisierungsprozesses. Ihr Interesse gilt nicht so sehr der großen Politik, sondern den kleinen Geschichten um Straßenkinder, Abtreibungskliniken oder das Moskauer Hotel Urania, in denen Mikischs Gespür für Details und die Absurditäten des Alltags wunderbar zum Ausdruck kommen.

Doch die Politik lässt sich nicht gänzlich ausblenden. Während des ersten Tschetschenienkriegs befand sich Sonia Mikisch oft im Kampfgebiet und berichtete von ihrer abenteuerlichen Begegnung mit dem Rebellenführer Dudajew und vom mutigen Engagement der russischen Soldatenmütter. Inzwischen setzt Boris Jelzins Nachfolger im Kaukasus fort, was 1996 unter dem Druck einer kriegsmüden Öffentlichkeit widerwillig beendet wurde. Der "imperiale und menschenverachtende Geist" der Zarenzeit lebt in Russland fort, schreibt Mikisch, doch wir müssen weiter "um seine Freiheit und seine Seele ringen". --Stephan Fingerle

Kurzbeschreibung

Die tragischen und komischen, überraschenden und erschütternden Geschichten der bekannten Fernsehjournalistin beleuchten den schwierigen Alltag in Moskau und in entlegenen Winkeln des verfallenen und zerfallenden Rußlands der Gegenwart.

Die einfühlsamen Reportagen über das neue Rußland haben nicht nur die große Politik und das offizielle Moskau zum Thema, sondern berichten auch von meist unbekannten Menschen in der Hauptstadt und irgendwo in den Weiten des Landes – Veteranen, Jugendliche, Neureiche, »Aussteiger«, Polizisten, Kriminelle, Eisenbahnbeamte, Soldatenmütter, Untergrundkämpfer und Partisanenführer.

Engagiert, manchmal drastisch, sehr persönlich, mitfühlend und doch differenziert schildert Sonia Mikich das anstrengende und widersprüchliche Alltagsleben in Rußland und führt den Leser in die Slums, Salons und Schaltzentralen von Moskau ebenso wie in entlegene Ortschaften auf dem Land, in die eisige Einsamkeit Sibiriens und in die Hölle des Tschetschenienkrieges.


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Dies ist ein Tatsachenbericht, der genauso spannend und mitreißend ist wie ein Roman. Eindrucksvoll schildert die Autorin Sonia Mikich das Leben in Rußland, seine Menschen, seine Brauchtümer und seine Umgebung. Tief bewegend und aufrüttelnd führt sie ein in den Tschetschenienkrieg.Schildert Schicksale, sowohl von berühmten politischen Figuren , wie auch von der "einfachen" Bevölkerung Tschetscheniens und Rußlands. Das Buch ist ein absolutes Muß für jeden , der sich für Rußland interessiert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Es lebe der Kalte Krieg!
Dieses Buch versetzte mich so um paar Jahrzehnte zurück, als es noch modisch und sogar für Journalisten selbstverständlich war, am Feind nur seine Schwächen und Macken aufzuspüren und diese schmackhaft dem Publikum zu zeigen.
Mich, einen ex-sowjetischen Bürger, hat dieses Buch beleidigt... Dabei gehe ich bewusst sowohl mit der Vergangenheit des "Ostens" als auch mit der Gegenwart des Westens um, studiere Medien und Osteuropa in Leipzig, bin sehr oft in Russland unterwegs...
Mein Fazit: lesenswert vielleicht, glaubwürdig auf keinen Fall.
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